?A Highway to Rhythm?: NDR Sinfonieorchester mit Weill, Bernstein, Daugherty und Gershwin erstmals auf Kampnagel

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Konzert: Sonnabend, 12. Dezember 2009, 20.00 Uhr, Kampnagel, Hamburg
Im Radio: Montag, 15. Februar 2010, 20.00 Uhr, NDR Kultur

Für das erste von insgesamt drei Konzerten des NDR Sinfonieorchesters auf Kampnagel hat der Texaner John Axelrod für Sonnabend, 12. Dezember ein jazziges Programm mit dem Titel „A Highway to Rhythm“ zusammengestellt. Im Anschluss lädt die NDR Bigband (Leitung: Jörg Achim Keller) gemeinsam mit dem japanischen Jazz-Pianisten Makoto Ozone zu Lounge-Musik ein.

„Jazz ist das Resultat der in Amerika gespeicherten Energie“, schrieb George Gershwin 1933. Es dauerte sehr lange, bis die kulturell und ethnisch heterogene Bevölkerung der ehemaligen Kolonien einen eigenständigen Musikstil herausbildete ? der sich dann aber umso machtvoller seinen Weg durch die Welt bahnte. Kurt Weills „Mackie Messer“ aus der „Dreigroschenoper“, schon im „Alten Europa“ ein Hit, wurde als „Mack the Knife“ in der Version von Louis Armstrong unsterblich. Gershwin selbst schaffte mit der „Rhapsody in Blue“ eine bis heute unerreichte Synthese aus amerikanischem Jazz und europäischer Klassik. Leonard Bernstein ? einstmals Lehrer und Mentor von John Axelrod ? trug ebenfalls dazu bei, den Jazz in die Konzerthalle zu tragen. Dies nicht nur als Dirigent und Pianist, sondern auch als Komponist. Und Michael Daugherty lässt zu den Klängen der gregorianischen Dies-Irae-Sequenz sogar den toten Elvis aus dem Grab steigen, verkörpert ausgerechnet von einem Solo-Fagott.

NDR Kultur sendet das Konzert am Montag, 15. Februar 2010, ab 20.00 Uhr.

Künstler:
Der Dirigent John Axelrod war in jüngster Vergangenheit Gast bei vielen renommierten Orchestern wie u. a. Royal Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic, Mozarteum Orchester Salzburg, Gewandhausorchester Leipzig und Orchestre de Paris. In den nächsten Spielzeiten wird John Axelrod seine Zusammenarbeit u. a. mit dem Philadelphia Orchestra, dem Chicago Symphony (beim Ravinia Festival), dem Los Angeles Philharmonic (in der Hollywood Bowl) und der Dresdner Philharmonie fortsetzen. Weiterhin wird er erstmals beim National Symphony Orchestra in Washington zu Gast sein sowie beim Danish National Orchestra, beim Konzerthaus Orchester in Berlin und in Venedig beim Orchestra del Teatro La Fenice. Zu den Solisten, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet, gehören u. a. Julia Fischer, Martin Grubinger, Daniel Hope, Lang Lang, Sabine Meyer und Thomas Hampson. Als Operndirigent war er in letzter Zeit u. a. am Théâtre du Châtelet in Paris tätig, wo er die französische Erstaufführung der szenischen Inszenierung von Bernsteins „Candide“ dirigierte. Seit 2000 ist er erster Gastdirigent der Sinfonietta Cracovia. John Axelrod ist zudem der Gründer und Ehrendirigent des in Houston beheimateten OrchestraX.
Angeregt von seinem Vater Minoru, einem Jazzpianisten, begann Makoto Ozone in jungen Jahren Hammond-Orgel zu spielen und hatte bereits als Sechsjähriger seinen ersten Fernsehauftritt. Nach der Begegnung mit der Musik von Oscar Peterson wandte sich Matoko Ozone mit zwölf Jahren dem Jazzpiano zu und studierte bei Tadao Kitano, dem Leiter des Tadao Kitano and Arrow Jazz Orchestra. 1976 debütierte Ozone als Jazzpianist beim Jazzfestival „Wide Wide Jazz“ in seiner Geburtsstadt Kobe. Vier Jahre später ging er in die USA, um am Berklee College of Music in Boston/ Massachusetts Jazz-Komposition und Arrangement zu studieren. Kurz nach seinem Studienabschluss im Jahr 1983 gab er sein Rezital-Debüt in der New Yorker Carnegie Hall, anschließend unterzeichnete er einen Exklusivvertrag beim Label CBS, bei dem 1984 sein erstes Soloalbum „Ozone“ erschien. Makoto Ozone arbeitete viel mit dem Vibraphonisten und Grammy-Preisträger Gary Burton zusammen, mit dem er auf Welttournee ging. 2003 wurde das Duo-Album „Virtuosi“ mit Gary Burton für einen Grammy Award nominiert. Zuletzt wandte sich Makoto Ozone verstärkt der klassischen Musik zu und spielte u. a. Werke von Gershwin, Bernstein, Beethoven und Mozart. Er arbeitete mit Dirigenten zusammen wie Charles Dutoit, Tadaaki Otaka und Eiji Oue und trat mit Orchestern auf wie mit dem New Japan Philharmonic, dem Sapporo Symphony Orchestra und dem Osaka Philharmonic Orchestra. Im August 2006 wurde Ozone zum Internationalen Chopin-Festival nach Warschau eingeladen, um ? begleitet von der Sinfonia Varsovia ? Werke von Mozart zu spielen und mit dem Klarinettisten Paquito D?Rivera ein Duo-Programm zu präsentieren. Im Folgejahr wurde Ozone erneut eingeladen; auf dem Programm standen nun Werke von Beethoven sowie Jazzimprovisationen.

Das Programm:
Kurt Weill Suite aus der „Dreigroschenoper“
Leonard Bernstein Prelude, Fugues and Riffs
Michael Daugherty Dead Elvis
George Gershwin Rhapsody in Blue

Karten gibt es zu 16 Euro / ermäßigt 8 Euro (zzgl. 10 % Vorverkaufsgebühr) im NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstr. 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif; Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen), E-Mail: ticketshop@ndr.de.

3. Dezember 2009

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