BMBF-Förderpreis für deutsch-israelische Forscherteams

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Schavan: „Dynamische Partnerschaft in Wissenschaft und Forschung“

Die deutsch-israelische Zusammenarbeit im Bereich von Forschung und Wissenschaft hat eine lange, kontinuierliche und erfolgreiche Tradition. Um diese Tradition zu würdigen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im vergangenen Jahr einen Förderpreis für junge deutsch-israelische Forscherteams ins Leben gerufen: den „Award for Research Cooperation and Highest Excellence“ (ARCHES).

Am 1. Dezember 1959 hatte es erstmals Kontakte zwischen deutschen und israelischen Wissenschaftlern gegeben, nachdem Forscher der Max-Planck-Gesellschaft einer Einladung des israelischen Weizmann-Instituts gefolgt waren. „Diese Einladung – gerade einmal 15 Jahre nach dem Holocaust – war alles andere als selbstverständlich“, sagte Bildungsministerin Annette Schavan am Montag in Berlin anlässlich der Preisverleihung: „Doch wurde Schritt für Schritt eine Diplomatie des Vertrauens zwischen Deutschland und Israel aufgebaut. Zudem entstand aus diesem ersten Kontakt eine starke und dynamische Partnerschaft in der Wissenschaft und Forschung, die eine Vielzahl hochkarätiger Projekte mit großem Erfolg bearbeitet hat. Der ARCHES-Preis dient dazu, eben solche Projekte auszuzeichnen.“

Das BMBF vergibt nun zum 2. Mal den ARCHES-Preis. In diesem Jahr wurde er in dem Bereich „Lebenswissenschaften“ ausgeschrieben. Zwei deutsch-israelische Forscherteams aus den Bio- und Medizinwissenschaften haben ihn erhalten. Die Preisträger sind Dr. Stephan Grill und Dr. Ohad Medalia für ihre Arbeit zur Zellforschung sowie Dr. Rotem Karni und Prof. Lars Zender für ihre Arbeiten im Bereich der Krebsforschung.

Der ARCHES-Preis wird jährlich wechselnd in den Natur- und Ingenieurswissenschaften, den Lebenswissenschaften sowie den Geistes- und Kulturwissenschaften an deutsch-israelische Nachwuchswissenschaftlerteams vergeben. Er ist mit 400.000 Euro dotiert; jedes Team erhält 200.000 Euro. Die Verwaltung des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens erfolgt durch die Minerva Stiftung GmbH. Erstmals vergeben wurde der Preis anlässlich des Deutsch-Israelischen Jahres der Wissenschaft und Technologie im November 2008.

Ansprechpartner:
Sieglinde Reichardt
Minerva Stiftung
Gesellschaft für die Forschung mbH
Hofgartenstr.8
80539 München
Tel.: 0(0 49) 89 2108 1242
Fax: 0(0 49) 89 2108 1222
E-Mail: reichardt@gv.mpg.de
Homepage: www.minerva.mpg.de
Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de/de/1531.php

Die Preisträger des „Award for Research Cooperation and Highest Excellence“

Team I

Projekttitel: „Insights into the dynamics and architecture of tension generating actomyosin networks“

Dr. Stephan Grill, MPI für Physik komplexer Systeme und MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik

Dr. Ohad Medalia, Ben Gurion University of the Negev, Beer-Sheva, Dept. of Life Sciences

Team II

Projekttitel: „The involvement of splicing factors in Hepatocellular carcinoma development and maintenance“

Dr. Rotem Karni, Hebrew University of Jerusalem Medical School,

Prof. Lars Zender, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig, Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig sowie Medizinische Hochschule Hannover,

BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung
Pressereferat
Hannoversche Straße 28 – 30
D – 10115 Berlin
Telefon: (030) 18 57 – 50 50
Fax: (030) 18 57 – 55 51
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
URL: http://www.bmbf.de/press/

Beitrag von am 7. Dezember 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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