Das Programm des ersten SWR Doku Festivals steht fest / Unter anderem im Festivalkino: „Beuys“ von Andreas Veiel, „Democracy“ von David Bernet und „Happy“ von Carolin Genreith

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Widerspenstig, witzig, hochbrisant: Das erste SWR Doku Festival
präsentiert sein Programm. Die Festivalbesucher und Filmfans erwartet
vom 28. bis 30. Juni 2017 im Metropol-Kino Stuttgart der
Facettenreichtum der deutschen Dokumentarfilmlandschaft – von
preisgekrönten Produktionen bis hin zu Neuentdeckungen von jungen
Talenten. Dazu werden die Kinosäle zusammen mit der Doku-Lounge im
Haus der Katholischen Kirche durch Publikumsgespräche zu Orten der
Begegnung. Regisseure, Produzenten, Redakteure, Studierende und
Zuschauer treffen dort aufeinander. Den offiziellen Auftakt des
Programms macht zur Festivalvorstellung die vielfach preisgekrönte
Dokumentation „Krieg der Lügen – Curveball und der Irak-Krieg“ von
Matthias Bittner. Außerdem sind unter anderem folgende Filme im
Festivalrahmen zu sehen:

„Raving Iran“

„Raving Iran“ von Susanne Regina Meures begleitet die beiden DJs
Arash und Anoosh in Teherans Underground-Technoszene. Ohne
Zukunftsaussichten und des ewigen Versteckspiels müde, planen sie
unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der
Wüste. Dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der größten
Techno-Party der Welt. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich
jedoch schnell, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wird.

„Happy“

Vater Dieter hat eine Frau in Thailand kennengelernt, die etwa so
alt ist, wie seine Tochter. Was will er von einer thailändischen
Frau, dreißig Jahre jünger als er selbst? Und was zur Hölle will sie
von ihm? Die Situation ist wohl der Horror jeder Tochter –
Filmemacherin Carolin Genreith macht aus ihr mit „Happy“ einen
schonungslosen, persönlichen und heiteren Dokumentarfilm.

„Eat That Question – Frank Zappa In His Own Words“

„Eat That Question – Frank Zappa in His Own Words“ von Thorsten
Schütte blickt auf das Schaffen des Musikers, Filmemachers,
Gesellschaftskritikers, Bandleaders, Entertainers und
Gesamtkunstwerks Frank Zappa. Mit bislang verschollenen und
vergessenen Film- und Ton-Dokumenten aus vier Kontinenten erzählt er
von der Anziehungskraft und Wirkung des Künstlers und seines Werks.

„Democracy“

Mit „Democracy – Im Rausch der Daten“ eröffnet Regisseur David
Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf
EU-Ebene. Eine fesselnde und hochbrisante Geschichte über eine
Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen
Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen.

„Beuys“

Beuys – der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre
nach seinem Tod erscheint er als Visionär, der seiner Zeit voraus
war. Geduldig versuchte er schon damals zu erklären, dass „Geld keine
Ware sein darf“. Doch mehr als das: Beuys boxt, parliert, doziert und
erklärt dem toten Hasen die Kunst. Regisseur Andres Veiel und seine
Editoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer
klugen Collage „Beuys“ mit oftmals bisher unerschlossenen Bild- und
Tondokumenten das Bild eines Menschen und Künstlers, der in seiner
rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.

„Genkingen – ein schwäbisches Volksmärchen“

„In Genkingen schlagen seit Jahren die Türen im Wind“. Mit diesem
einen rätselhaften Satz erwähnt Werner Herzog das schwäbische Dorf:
Jahre später dreht er mit Klaus Kinski „Fitzcarraldo“ und wuchtet mit
peruanischen Ureinwohnern im Dschungel ein Schiff über den Berg.
Valentin Kemmner und Erol Papic verfolgen in „Genkingen – ein
schwäbisches Volksmärchen“ eine Mission: Sie wollen dem Film ein
Denkmal setzen. Warum nicht mit den Ureinwohnern von Genkingen ein
Schiff den örtlichen Skihang hinaufziehen?

„Verfluchte Liebe Deutscher Film“ und „Offene Wunde Deutscher
Film“

Kennt nicht jeder Cineast hierzulande diese Sehnsucht nach
deutschen Filmen, die aus der Reihe tanzen, die wild und sinnlich,
die physisch sind? Von dieser Sehnsucht erzählen Dominik Grafs
Dokumentationen „Verfluchte Liebe Deutscher Film“ und „Offene Wunde
Deutscher Film“. Er fragt: Wo ist die Seite unserer Filmtradition
geblieben, die in den 70er- und 80er-Jahren Werke zum Vorschein
brachte, die ein anderes, abgründiges Deutschland zeigten? Warum
entwickelt das Kino heute keinen Wagemut im Genre?

„Cahier Africain“

Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Seine karierten Seiten
füllten sich mit den mutigen Zeugenaussagen von 300
zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was
ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von
kongolesischen Söldnern angetan worden war. Das Heft ist ihr selbst
gefertigtes Beweisstück, um die an ihnen verübten Vergewaltigungen
zur Anklage zu bringen. „Cahier Africain“ von Heidi Specogna ist eine
Langzeitbeobachtung und begleitet die Protagonistinnen Amzine, Fane
und Arlette aus dem Dorf PK 12 seit 2008.

Das SWR Doku Festival

Das SWR Doku Festival findet im Sommer 2017 zum ersten Mal statt.
Im Programm werden bemerkenswerte Dokus, Porträts, Reportagen, Essays
und Transmediaprojekte gezeigt. Im Festivalrahmen findet weiter die
Verleihung des „Deutschen Dokumentarfilmpreises“ statt, den der SWR
gemeinsam mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und
dem Haus des Dokumentarfilms vergibt. Zudem verleiht eine
siebenköpfige Leserjury der Stuttgarter Zeitung den „Preis der STZ
Leserjury“. Parallel zum SWR Doku Festival findet am 29. und 30. Juni
2017 im Metropol-Kino der vom Haus des Dokumentarfilms ausgerichtete
Branchentreff „Dokville“ statt. Gefördert wird das Festival durch das
Haus des Dokumentarfilms Europäisches Medienforum Stuttgart e. V.,
die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, die LFK –
Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg Anstalt des
öffentlichen Rechts, die MFG Medien- und Filmgesellschaft
Baden-Württemberg mbH, die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und
Kultur, die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH und die
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Pressekontakt:
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle
„Deutscher Dokumentarfilmpreis“: Telefon 0711 929 13751,
E-Mail: goggo.gensch@swr.de

Pressekontakt SWR:
Daniela Kress, Telefon 07221 929-23800, E-Mail: daniela.kress@swr.de
Grit Krüger, Telefon 07221 929-22285, E-Mail: grit.krueger@swr.de

Original-Content von: SWR – S?dwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 23. Mai 2017. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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