Das Who is Who der Zeitgenössischen Kunst / Picasso-Museum in Münster zeigt große Sonderausstellung „Von Christo bis Kiefer – Die Collection Lambert, Avignon“ (FOTO)

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Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert in der
Ausstellung „Von Christo bis Kiefer – Die Collection Lambert,
Avignon“ (02.06.-01.10.2017) rund 100 zeitgenössische Kunstwerke aus
der Sammlung des Franzosen Yvon Lambert. Mit 40 internationalen
Künstlern, darunter Christo, Sol LeWitt, Bruce Nauman, Julian
Schnabel, Cy Twombly, Anselm Kiefer uva. gilt die Kollektion als eine
der herausragendsten zeitgenössischen Kunstsammlungen Europas. Das
Picasso-Museum zeigt sie erstmalig in Deutschland.

„Yvon Lambert war Visionär und Talententdecker“, sagt
Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Er hat Brücken zwischen der
amerikanischen und europäischen Kunst gebaut. Mit traumwandlerischer
Sicherheit hat er das Potenzial gehoben, das in vielen jungen
Künstlern steckte. Dass er uns als erstem deutschen Museum die
Gelegenheit gibt, seine Schätze zu präsentieren, ist ein großer
Vertrauensbeweis, den es mit der Ausstellung einzulösen gilt.“

Yvon Lambert stammt aus dem südfranzösischen Vence. Mit 14 Jahren
kaufte der junge Lambert sein erstes Kunstwerk und bezeugte hiermit
sehr früh seine Leidenschaft für die Kunst. Später war er der erste
europäische Galerist, der Werke von Cy Twombly präsentierte und
Kunstrichtungen wie Minimal Art, Land Art und Konzeptkunst in Europa
bekannt gemacht hat. In den 1980er Jahren wandte er sich neueren
Tendenzen der Figuration mit Künstlern wie Jean-Michel Basquiat,
Miguel Barceló und Anselm Kiefer zu. In den 1990er Jahren rückte dann
auch die Foto- und Video-Kunst mit Namen wie Nan Goldin und Douglas
Gordon in den Vordergrund seines Interesses.

Aus seiner umfangreichen Sammlung, aus der er 2012 556 Werke dem
französischen Staat vermachte, sind im Picasso-Museum großformatige
Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Video- und
Soundinstallationen ausgestellt.

Die Ausstellung präsentiert die verschiedenen künstlerischen
Positionen der Kollektion unter sechs Themenaspekten: Den Besucher
erwarten neben Themen wie „Kunst und Literatur“ und „Leben und Tod“
auch Räume mit den Titeln „Mythologie und Archäologie des Wissens“
und „Neue Figuration“. Hiermit folgt sie der sammlerischen Logik
Lamberts, der nicht einfach einen musealen Kanon der Kunst des 20.
und 21. Jahrhunderts zusammentragen wollte. Vielmehr behielt er Werke
seiner Galerie für sich, wenn sie ihm gefielen, sammelte aber auch
Künstler, die er nicht in seiner Galerie vertrat. Dem eigenen
Bekunden nach wünschte er sich oftmals, dass die Kunstwerke nicht
verkauft würden, um sie behalten zu können.

Unverkennbar schlägt die Ausstellung die Brücke zu vielen
Künstlern, die bereits an den Skulptur Projekten der vergangenen
Jahrzehnte teilgenommen haben, darunter Carl Andre, Douglas Gordon,
Jenny Holzer, Sol LeWitt, Richard Long und Bruce Nauman. „Mit dem
Werk „Pure Consciousness“ des japanischen Künstlers On Kawara machen
die Skulptur Projekte diesen Sommer offiziell Station im
Picasso-Museum“, erklärt Ann-Katrin Hahn, die das „Satellitenprojekt“
als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Picasso-Museums begleitete.

Pressekontakt:
Birthe Sarrazin
Pressesprecherin
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Tel. +49 251 / 41 44 7 13
b.sarrazin@picassomuseum.de
www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

Original-Content von: Kunstmuseum Pablo Picasso M?nster, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 6. Juni 2017. Abgelegt unter Freizeit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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