Demografischer Wandel erfordert neue Konzepte
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Die Prognosen für das Gesundheitssystem im Jahre 2060 sehen düster aus: jeder Dritte wird über 65 Jahre alt sein, jeder Siebte wird sogar über 80 Jahre alt sein. Damit wird es in Deutschland ebenso viele Menschen über 80 Jahre geben, wie Kinder und Jugendliche unter 20 Jahre.
Grund dafür ist der seit 1970 anhaltende Geburtenrückgang der deutschen Bevölkerung. Es sterben jährlich mehr Menschen, als es Neugeborene gibt, daher verliert Deutschland insgesamt gesehen an Bevölkerung. Schätzungen des statistischen Bundesamtes und anderer Quellen prognostizieren bis zum Jahre 2060 ein Absinken der Bevölkerungszahl auf nur noch 60 – 70 Millionen.
Diese Entwicklung hat gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Altersversorgung und das deutsche Gesundheitssystem. So wird die Zahl der erwerbstätigen Bevölkerung von heute 50 Millionen auf rund 33 Millionen schrumpfen. Ein Faktor, der zusätzlich eine wichtige Rolle spielt, ist der medizinische Fortschritt, der die Lebenserwartung der Menschen immer höher schraubt. So wird die Zeitspanne zwischen Rente und Tod immer größer und macht eine ständig teurere medizinische Versorgung notwendig, welche die Belastung für die Bevölkerung im Erwerbsalter und künftigen Leistungserbringer drastisch ansteigen lassen wird.
Private und auch gesetzliche Krankenversicherungen sind bereits heute bemüht, dieser Entwicklung Sorge zu tragen und neue Versorgungsideen zu entwickeln. So setzte der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) erst diese Woche ein Preisgeld in Höhe von 20.000,– Euro für neue innovative Ideen zur Versorgung der immer älter werdenden Gesellschaft aus. Solche Maßnahmen sind sehr begrüßenswert, reichen jedoch leider bei weitem nicht aus.
Hier sind Politik und Wirtschaft gefragt, neue und vor allem greifende Konzepte zu entwickeln, um diesem Wandel zu begegnen.
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