Die Leiden des jungen Paul N“Dabe

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Erzählt wird der leidvolle Schicksalsweg Paul N’Dabe, der nach traumatischen Kriegserlebnissen und erlittener Folter sein Heimatland verlassen muss und auf ein Leben in Frieden und Freiheit in Deutschland hofft.
Paul wächst im christlichen Viertel N’Djamenas, der Hauptstadt des Tschads, auf und wird zum Militär einberufen. Paul freundet sich mit einem Soldaten an. Halim Sayed, gläubiger Muslim, rettet während eines Fronteinsatzes im Krieg gegen Libyen Pauls Leben. Gemeinsam übernehmen sie nach Kriegsende die kleine Autowerkstatt von Kenem N’Dabe. Pauls Vater. Doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Paul und seine Familie geraten in einen mörderischen Konflikt mit der Regierung, der tagisch endet,

Zur historisch-politischen Situation:
Als französiche Kolonie was der Tschad noch sicher. Nach der Unabhängigkeit des Landes stürzte Tschad in ein politisches Chaos. Der erste Ministerpräsident Tombalbaye regierte das Land mit recht unchristlichen Mitteln. Er versuchte, die Vorherrschaft des Südens gegenüber dem Norden und gegenüber der von Libyen unterstützen Nationalen Befreiungsfront, die Guerillaangriffe gegen Tombalbayes Regierungstruppen führte, zu behaupten.Die Frolinat verfolgte das eiserne Ziel, das von Frankreich unterstütze Regime im reichen Südes zu stürzen. Doch Tombalbayes diktatorische Zivilregirung wurde durch eine Militärregierung unter der Führung des despotischen Generals Malloum ersetzt. Auch Malloum führte den Kampf gegen die Natiionale Befreungsfront weiter, die immer weiter in den Süden des Tschads vordrang und viele Dörfer eroberte. Die Gunst der Stunde nutzend, drang Ghadhafi in den Norden des Tschads mit seinen Truppen vor, wurden doch reiche Öl- und Uranvorkommen dort vermutet. 1979 war die politische Vorherrschaft des Südens zerbrochen, Malloum musste das Land nach verlorenem Kampf gegen seinen Widersacher Habré verlassen. Doch auch unter Habré kam das Land nicht zur Ruhe. Sein ehemaliger Verbündeter gegen Tombalbaye und Malloum wurde nun zu seinem erbittersten Feind. Queddei, von Libyen unterstützt, gewann den Machtkampf nur für eine kurze Zeit, denn Habré, von dem Sudan und von den USA unterstützt, schaffte es, seine Vormachtsstellung neu zu behaupten. So regierte sein blutiges Terrorregime den Tschad und für Habré galt es nun, die libyschen Truppen im Norden aus dem Tschad mit kriegerischen Mitteln zu vertreiben.

Und so wird Paul N’Dabe, der Protagonist des Romans, zum Militär einberufen, um gegen die Truppen Ghadhafis zu kämpfen.

Beitrag von am 17. Juli 2017. Abgelegt unter Literatur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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