Erster Keramikmarkt in Lüneburg

Abgelegt unter: Kunst & Kultur,Vermischtes |


keramik in der Form Lüneburger Giebel
 

Lüneburg war im Mittelalter nicht nur für sein Salz sondern auch für seine prächtigen Backsteinbauten berühmt. Neben dem Salz spielte also auch der Werkstoff Ton eine wichtige Rolle. Bekannt waren beispielsweise die Lüneburger Ofenkacheln, die in der Hanse gehandelt wurden. Scherben dieser Erzeugnisse sind heute im Museum Lüneburg zu sehen.

Dass das alte Töpferhandwerk bis heute nichts von seiner Attraktivität verloren hat, zeigen mehr als 50 Werkstätten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland auf dem ersten Keramikmarkt, der rund um das Museum Lüneburg, in der Wandrahmstraße und im Wandrahmpark am zweiten Juniwochenende stattfindet. Alle Aussteller sind Profis und Meister ihres Handwerks, die ihren Beruf von der Pike auf gelernt haben und ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Keramik verdienen. Das Niveau des Marktes und die Qualität der angebotenen Waren ist hoch, denn Hobbytöpfer und Händler sind nicht zugelassen.

Angeboten werden Geschirr in großer Farb- und Formenvielfalt, Gefäßunikate, Objekte und Lampen. Dazu kommen florale Keramik, Gartendekoration, Objekte, Skulpturen und Reliefarbeiten für Haus und Garten sowie Schmuck. Die Vielfalt der Formen und Techniken, die verwendeten Glasuren und Farben sowie die verschiedenen Gebrauchs- und Dekorationsartikel zeigen, dass keramisches Design „in“ und modern ist. Handwerkliches Können und die Verwendung natürlicher Produkte stehen für Zeitgeist und Nachhaltigkeit.

Besonderes Highlight der Veranstaltung ist ein Wettbewerb, zu dem die teilnehmenden Keramikwerkstätten aufgerufen wurden. Produziert werden soll – in Erinnerung an die Ofenkacheln des Mittelalters – eine Fliese. Die Idee dahinter ist, dass dieser Wettbewerb jährlich in Verbindung mit dem Keramikmarkt wiederholt werden soll und die „Lüneburger Fliese“ zum Sammelobjekt wird. Dazu ist es notwendig, dass der Wettbewerb unter ein spezielles Motto gestellt wird.

In diesem Jahr ist das aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums die Reformation. Man darf sehr gespannt sein, wie die Keramiker dieses nicht ganz alltägliche Thema auf einer Fliese umsetzen werden.

Mehr als 15 Werkstätten werden sich dem Wettbewerb stellen. Ihre Fliesen sind während des Keramikmarktes im Foyer des Museum Lüneburg ausgestellt. Die Gewinnerfliese wird von den Besuchern des Keramikmarktes gekürt. Geplant ist, dass diese Fliese dann in kleiner Auflage produziert wird und im Museumsshop sowie in der Touristinfo als „Lüneburger Fliese“ käuflich erworben werden kann.

Neben ganz viel unterschiedlicher Keramik wird es rund um das Museum und im Wandrahmpark auch musikalische Unterhaltung geben. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Der Keramikmarkt ist am Samstag, dem 10. und Sonntag, dem 11 Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Beitrag von am 1. Juni 2017. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste