Europäischer Hämatologieverband: Multizentrische Open-Label-Phase-II-Studie von Ibrutinib bei chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (cGVHD) nach Versagen von Kortikosteroiden

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Ibrutinib: Eine vielversprechende neue Behandlung bei chronischer
Graft-versus-Host-Erkrankung.

Chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGVHD) ist eine
ernsthafte und lebensbedrohliche Komplikation, die bei den meisten
Patienten beobachtet wird, die sich einer allogenen
Stammzellentransplantation unterziehen. Sowohl B- als auch T-Zellen
sind bekanntermaßen in die Pathophysiologie von cGVHD involviert.
Ibrutinib, ein Bruton-Tyrosinkinasehemmer, hemmt bekanntlich
B-Zellen. Doch aktuelle Studien haben gezeigt, dass Ibrutinib auch
spezifische T-Zellsubpopulationen hemmt, indem die
Interleukin-2-induzierbare T-Zellkinase geblockt wird. In
Mausmodellen hat Ibrutinib das Fortschreiten von cGVHD verzögert und
den Schweregrad reduziert. Diese multizentrische Open-Label-Studie
wurde durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Ibrutinib
in 42 Patienten mit aktiver cGVHD zu bewerten, bei denen ein bis drei
vorherige Behandlungsversuche gescheitert waren. Die Patienten
erhielten täglich Ibrutinib (420 mg) bis zum Fortschreiten von cGVHD
oder Dosis-limitierender Toxizität. Bei Folgeuntersuchungen in einem
durchschnittlichen Abstand von 13,9 Monaten zeigte das
Nebenwirkungsprofil Low-Grade-Ereignisse, die mit denen
übereinstimmten, von denen für B-Zell-Tumore berichtet wurde, die mit
Ibrutinib behandelt wurden, sowie für jene, die bei mit
Kortikosteroiden behandelten cGVHD-Patienten beobachtet wurden.
Ernsthafte Nebenwirkungen traten bei 22 Patienten (52 %) auf. Die
allgemeine cGVHD-Ansprechrate betrug 67 %, wobei 71 % der Responder
für >= 20 Wochen ein nachhaltiges Ansprechen zeigten. Patienten
zeigten ähnliche Ansprechraten in allen Organbereichen und bei den
meisten Patienten mit einer Multiorgan-Erkrankung ließ sich in
verschiedenen Organen ein Ansprechen nachweisen. Kortikosteroid-Dosen
wurden für die meisten Responder ebenfalls reduziert und fünf
Responder setzten die Kortikosteroide komplett ab. Die klinischen
Vorteile machen Ibrutinib zu einer vielversprechenden
Behandlungsoption für Patienten mit cGVHD, deren Erkrankung nicht auf
eine Frontline-Therapie anspricht.

(Logo: http://mma.prnewswire.com/media/524821/EHA_Logo.jpg )

Redner: Dr. Iskra Pusic

Angeschlossenes Institut: Washington University School of
Medicine, St. Louis, MO, USA

Thema: IBRUTINIB BEI CHRONISCHER GRAFT-VERSUS-HOST-ERKRANKUNG
(cGVHD) NACH VERSAGEN VON KORTIKOSTEROIDEN: ERGEBNISSE EINER
MULTIZENTRISCHEN OPEN-LABEL-PHASE-II-STUDIE (IBRUTINIB FOR CHRONIC
GRAFT-VERSUS-HOST DISEASE AFTER FAILURE OF FRONTLINE CORTICOSTEROIDS:
RESULTS OF A MULTICENTER OPEN-LABEL PHASE 2 STUDY)

Abstrakt S441 wird von Iskra Pusic am Samstag, den 24. Juni, von
16.00 Uhr bis 17.15 Uhr in Raum N103 vorgetragen.

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Pressekontakt:
Ineke van der Beek
Jon Tarifa
communication@ehaweb.org
+31(0)620111055.

Original-Content von: European Hematology Association (EHA), übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 24. Juni 2017. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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