Jahresbericht des Medikamentenhilfswerks action medeor „Humanitäre Krisen dauern länger an“

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Langanhaltende Dürre, Gewalt, Krieg und
Vertreibung – das waren die Herausforderungen für action medeor im
vergangenen Jahr. Dank des großen Medikamentenlagers in Tönisvorst
aber auch als gemeinnütziger Beschaffer von Medikamenten und
Medizinprodukten vor Ort und der Unterstützung durch öffentliche
Träger und seiner Spender konnte action medeor schnelle Not- und
Katastrophenhilfe leisten.

„Millionen Menschen drohen in Afrika zu verhungern“, sagte Bernd
Pastors, Vorstandssprecher von action medeor, auf der diesjährigen
Mitgliederversammlung in Tönisvorst. „Im Jemen spitzt sich die
Situation zu. Dort breitet sich die Choleraepidemie immer weiter aus.
Noch in dieser Woche werde action medeor eine große Hilfssendung mit
Mitteln gegen Cholera und Durchfallerkrankungen, Antibiotika und
Schmerzmitteln auf den Weg bringen“, so Pastors. Hilfsorganisationen
und die Vereinten Nationen warnten bereits vor Monaten vor den Folgen
einer besonders langanhaltenden Dürre in Ostafrika und im Jemen. Die
medizinische Versorgung der hungernden Menschen im Südsudan,
Nordkenia, Somalia und Burkina Faso war einer der Schwerpunkte der
Hilfe von action medeor im vergangenen Jahr.

Auch die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nordirak
und Syrien bestimmten 2016 die Arbeit von action medeor. Gewalt und
Terror machen in manchen Regionen selbst die medizinische
Grundversorgung fast unmöglich. „Dank unserer Partner vor Ort konnten
wir Krankenhäuser und Gesundheitsstationen auch in umkämpften
Gebieten mit Medikamenten, Verbandsmaterial, aber auch Röntgen- und
Ultraschallgeräten ausstatten“, so Pastors.

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt, dass humanitäre
Krisen zusehends komplexer und anhaltender werden. „Nur wenn die
politischen Konflikte gelöst werden, die Klimapolitik schärfer
durchgreift, und arme Länder die Chance bekommen sich selbst zu
entwickeln, können die Probleme gelöst werden“, sagt Pastors.

Insgesamt konnte action medeor als „Notapotheke der Welt“ für 1,8
Millionen Menschen Zugang zur Basisgesundheitsversorgung ermöglichen
und außerdem 377.400 akut in Not geratene Menschen medizinisch
versorgen. „Diese Arbeit ist dank des weiterhin hohen
Spendenaufkommens möglich“, betonte Pastors. Die Spenden betrugen im
vergangenen Jahr 10,9 Millionen Euro. Von einem gespendeten Euro
gingen 76, 24 Cent in die weltweite Medikamentenhilfe.

In Kürze:

Spenden: Die Spenden betrugen 10,9 Millionen Euro. Davon waren 2,5
Millionen Euro Sachspenden. 10,57 Prozent der Einnahmen gingen in
die Verwaltung, 13,19 Prozent wurden für Werbung und Bildung
ausgeben, d.h. von jedem gespendeten Euro bleiben 76,24 Cent für die
Projekte. Als eine der ersten Organisationen hat action medeor das
Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. erhalten. Das
Spendenzertifikat ist das einzige Prüfverfahren in Deutschland, bei
dem Wirtschaftsprüfer die Qualitätskontrolle des Spendenzertifikats
übernehmen.

Drittmittel: Die institutionelle Förderung der Hilfsprojekte von
action medeor betrug 2,6 Millionen Euro. Drittmittelgeber waren vor
allem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
das Auswärtige Amt.

Jahresbilanz: Insgesamt verschickte action medeor über 11.391
Pakete mit einem Gesamtgewicht von 260 Tonnen in 93 Länder. Die
Medikamentenhilfe hatte einen Umfang von 7,5 Millionen Euro.

Von den Projekten im Bereich der Not- und Wiederaufbauhilfe
profitierten 377.400 Menschen. Der Zugang zu einer
Basisgesundheitsversorgung wurde rund 1.800.000 Menschen ermöglicht.

Die action medeor International Healthcare mit ihren Standorten in
Dar es Salaam und in Masasi versorgte im vergangenen Jahr 700
Gesundheitseinrichtungen, in Malawi 70.

Für das Hilfswerk arbeiten 77 hauptamtliche und 40 ehrenamtliche
Mitarbeiter.

Foto unter www.medeor.de/presse

Pressekontakt:
Susanne Haacker
Susanne.Haacker@medeor.de
0049 2156 9788178

Original-Content von: action medeor, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 26. Juni 2017. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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