“Kulturbruecke Kaliningrad“

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Der MDR schlaegt mit seinem MDR SINFONIEORCHESTER eine Kulturbruecke in die russische Exklave und widmet Kaliningrad vom 18. bis 24.
Januar 2010 eine Programmwoche

Unter dem Motto „Kulturbruecke Kaliningrad“ findet beim MDR vom 18.
bis 24. Januar 2010 eine Programmwoche zur deutsch-russischen Verstaendigung statt. Schwerpunkte sind dabei Themen aus dem ehemaligen Koenigsberg, heute Kaliningrad. Die Geschichte der Stadt wird in zahlreichen Hoerfunk-, Fernseh- und Onlinebeitraegen genauso beleuchtet, wie die gelebte Gegenwart der Heimatstadt von Immanuel Kant. Glanzvoller Hoehepunkt der Programmwoche ist eine Reise des MDR SINFONIEORCHESTERS nach Kaliningrad. Am 23. Januar spielen die Musiker zusammen mit dem russischen Organisten Artjom Chatschaturow im wiederaufgebauten Koenigsberger Dom. Das Konzert wird live auf MDR FIGARO uebertragen und einen Tag spaeter im MDR FERNSEHEN zu sehen sein.

Kaliningrad – Die Stadt fasziniert mit einer spannenden
Vergangenheit: Ehemals deutsche Siedlung, gehoerte sie nach 1945 zur Sowjetunion und ist seit der Unabhaengigkeit der baltischen Staaten russische Exklave. Das Wahrzeichen der Stadt, der Koenigsberger Dom, steht im Besonderen fuer die Verbindung deutscher Vergangenheit mit russischer Gegenwart. Der ehemalige Oberst der Sowjetarmee und heutige „Dombaumeister“ Igor A. Odinzow sorgte in jahrelanger Arbeit dafuer, dass die im Krieg zerstoerte Backsteinkathedrale in neuem Glanz erstrahlen kann. Der Wiederaufbau wurde mit deutschen und russischen Spendengeldern finanziert. Das MDR SINFONIEORCHESTER bedankt sich mit einem Konzert fuer das Engagement und moechte dem Dom helfen, ihn ueber die Grenzen Russlands hinaus zu einer bekannten Konzertadresse zu machen. Somit wird mitteldeutsche Kultur in Kaliningrad erlebbar.

Pressekontakt: MDR-Pressestelle, Holger Klein, Telefon 0341/300-6482, fax 0341/300-6462, E-Mail: kommunikation@mdr.de Achtung Redaktionen: kostenfreie Bilder finden Sie unter www.ard-foto.de Programmtipps MDR FERNSEHEN

19. Januar, 19 Uhr, Sachsen-Anhalt heute, Portrait: Wolfskind Horst Gronau wurde 1931 in Koenigsberg geboren, verlebte seine Kindheit in der Stadt. Bei Beginn der sowjetischen Offensive gegen Ostpreussen im Januar 1945 schicken seine Eltern ihn nach Litauen.
Hier soll sich ihr Sohn alleine durchschlagen, nicht verhungern und nicht den sowjetischen Truppen in die Haende fallen. Horst Gronau wird zu einem der „Wolfskinder“. Ab diesem Tag muss er verheimlichen, dass er aus Koenigsberg kommt, Deutscher ist. 1996 siedelt Horst Gronau nach Schoenebeck in Sachsen-Anhalt ueber und kaempft seitdem um seine Anerkennung als Heimatvertriebener.

19. Januar, 21.15 Uhr, Barbarossa: Auf die Spuren der Geschichte …
… des historischen Koenigsberg, der Stadt von Kant, Hegel, Hoffmann und vielen anderen, begibt sich das MDR Geschichtsmagazin.

21. Januar, 22.05 Uhr, Artour: Auf die Spuren der Orgel …
… im Koenigsberger Dom – gebaut nach dem Vorbild der Erfurter Domorgel und mit Hilfe deutscher Spezialisten – begibt sich das Kulturmagazin.

22. Januar, 14.30 Uhr, Lexi-TV: Russlands Exklave Fuer die Sowjets war Kaliningrad lange nur von militaerischer Bedeutung. Und fuer die Kaliningrader war Moskau weiter entfernt als Berlin. Die Auswirkungen auf die Stadt zeigt das Wissensmagazin.

24. Januar, 22.10 Uhr, Dokumentation: Kaliningrad – Koenigsberg, Eine deutsch-russische Versoehnungsgeschichte Die grosse MDR Dokumentation begibt sich auf die Spuren des ehemaligen ostpreussischen Koenigsbergs, welches mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschwand und sich als russische Exklave Kaliningrad neu erfinden musste. Die Spuren der Deutschen, die jahrelang mit Faschismus gleichgesetzt waren, wurden in den Nachkriegsjahren verleugnet und verdraengt. Seit den 1990er Jahren findet wieder eine Annaeherung beider Kulturen statt. Symbol der Versoehnung und Zusammenfuehrung der deutschen Vergangenheit und der russischen Gegenwart ist der Koenigsberger Dom:
Unter Leitung des Russen Igor Odinzow konnte das Gotteshaus mit deutschen und russischen Spendengeldern wieder aufgebaut werden.
Andere
ehemalige deutsche Gebaeude hatten weniger Glueck und mussten sozialistischem Wohnungsbau weichen. Wie sich eine Stadt versteht, die unter den Gegensaetzen lebt, beleuchtet die Dokumentation und zeichnet ein differenziertes Bild von Kaliningrad.

24. Januar, 22.55 Uhr, Uebertragung: Erster Teil des Konzerts des MDR SINFONIEORCHESTER

Im Anschluss an die grosse MDR Dokumentation zeigt der MDR den ersten Teil des Konzerts der mitteldeutschen Musiker, die zusammen mit dem russischen Organisten Artjom Chatschaturow im Koenigsberger Dom spielen. Werke sind: Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, daraus: Ouvertuere und Air sowie Praeludium und Fuge C-Dur BWV 547 und Toccata und Fuge d-Moll BWV 565.

Programmtipps der MDR Hoerfunkwellen

18. bis 23. Januar, 6 bis 10 Uhr, MDR SPUTNIK: Nightlife in Kaliningrad MDR SPUTNIK berichtet in seiner Morgensendung ueber das junge Leben in Kaliningrad – Jugendliche der Stadt werden portraetiert, die Freizeitgestaltung und interessante Jugendkulturprojekte abgebildet.
Ein MDR SPUTNIK-Reporter ist ausserdem live vor Ort.

20. bis 24. Januar, MDR INFO: Ost-West-Bruecke im neuen Europa Die Kulturbruecke ist auch beim Nachrichtenradio MDR INFO
Themenschwerpunkt: Ab 20. Januar berichten Reporter ueber die wirtschaftliche Bedeutung der Region, begeben sich auf deutsche Spuren, berichten vom Alltag der Menschen in Kaliningrad und ziehen am 24. Januar ein Fazit.

23. Januar, 16 Uhr, MDR FIGARO: Russlands westlicher Vorposten „Was haben Sie denn erwartet? Baeren an der Bushaltestelle, die kleine Kinder entfuehren?“, fragt Sergej. Damit meint er die Berichterstattung in westlichen Medien ueber Kaliningrad, das rettungslos verstrickt sei in einem Netz von Armut, Kriminalitaet und Korruption. Sergej ist Chirurg. Doch von seinem Gehalt als Krankenhaus-Arzt wuerde seine Familie verhungern. Deshalb faehrt er nebenbei Besucher durch das Gebiet Kaliningrad, wo es deutsche Geschichte zuhauf gibt.

23. Januar, ab 17 Uhr, MDR FIGARO: Live-Uebertragung des Konzerts des MDR SINFONIEORCHESTERS Das Konzert des MDR SINFONIEORCHESTERS im Dom von Kaliningrad, ein deutsches Dankeschoen fuer russisches Engagement, wird live uebertragen, inklusive Live-Berichten von Reportern vor Ort. Es werden gespielt:
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, daraus:
Ouvertuere und Air sowie Praeludium und Fuge C-Dur BWV 547 und Toccata und Fuge d-Moll BWV 565, Bearbeitung fuer Orchester von Leopold Stokowski. Zudem spielen die Musiker Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“.

MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Redaktion Neue Medien
www.mdr.de

Beitrag von am 28. Dezember 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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