Mehr Urlaub fürs Geld: In diesen Ländern ist es gerade günstig

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Sommerzeit ist Urlaubszeit. Viele Deutsche zieht es
dann ins Ausland. Eine aktuelle Auswertung des gemeinnützigen
Verbraucherportals Finanztip zeigt, in welchen Ländern der Urlaub
gerade günstig ist. Hierfür wurde auf Grundlage von OECD-Daten und
des Big-Mac-Index die jeweilige Kaufkraft der beliebtesten
Urlaubsziele der Deutschen miteinander verglichen. Ein Ergebnis: Das
Nachbarland Polen steht aktuell ganz oben auf der Liste günstiger
Urlaubsziele in Europa.

Durchschnittlich 986 Euro pro Person gaben die Bundesbürger
vergangenes Jahr für ihren Urlaub laut Deutschem Tourismusverband
aus. Die Kosten senken kann, wer bei der Wahl seines Urlaubslandes
auch auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingen vor Ort achtet. „Wenn
beispielsweise Essen und Trinken im Urlaub weniger kosten, schont das
die Urlaubskasse“, sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von
Finanztip. Ein Indikator für das Preisniveau vor Ort ist die
jeweilige Kaufkraft in der Region. Diese zeigt, welchen Warenwert
deutsche Reisende für einen Euro im Ausland bekommen.

In Europa ist Urlaub in Polen sehr günstig

Unter den beliebtesten Reisezielen der Deutschen in Europa ist
Polen im Hinblick auf das Preisniveau am günstigsten. Laut aktuellen
OECD-Daten bekommen deutsche Urlauber in Polen derzeit einen
Warenwert von 1,89 Euro pro Euro im östlichen Nachbarland. Auf Platz
zwei folgt knapp dahinter die Türkei (1,82 Euro). Portugal auf Platz
drei ist mit 1,22 Euro schon deutlich abgeschlagen. „Insbesondere in
der Türkei hat die aktuelle politische Situation dazu geführt, dass
viele Urlauber ihre Reisepläne überdenken“, sagt Tenhagen. Eine
Alternative kann dann das Nachbarland Griechenland sein. Auch dort
ist Urlaub aus deutscher Sicht günstig: Aktuell bekommen Urlauber in
Griechenland Waren im Wert von 1,19 Euro pro Euro.

Auch einige Fernreiseziele sind preiswert

Günstige Reiseziele gibt es jedoch nicht nur in Europa. Wer in
einen längeren Flug investiert, kann derzeit in Ägypten und in
Südostasien sparen. Das zeigt der sogenannte Big-Mac-Index. Dieser
erlaubt einen einfachen Vergleich des Preisniveaus anhand des
Burger-Preises in den einzelnen Ländern. Kurz gesagt: Je günstiger
der Burger, desto kleiner das Reisebudget. Am günstigsten ist der Big
Mac aktuell in Ägypten (1,40 Euro), aber auch in Vietnam (2,54 Euro)
und Thailand (3,20 Euro). Zum Vergleich: In Deutschland kostet er
knapp 3,80 Euro. Allerdings ist ein Big Mac in einigen Ländern ein
Luxusprodukt, den sich viele Einheimische nicht leisten können. Der
Index kann also nur einen ersten Eindruck des Preisniveaus
vermitteln. Tenhagen rät bei Fernreisen auch, weitere Kosten im Blick
zu haben: „Langstreckenflüge sind oft teuer, und teilweise kommen
weitere Kosten wie Impfungen dazu.“

Darauf sollten Verbraucher bei den Urlaubsvorbereitungen achten

Wer sich wenig mit den Urlaubsvorbereitungen auseinandersetzt, für
den kann eine Pauschalreise der richtige Weg sein: „Je flexibler man
bei der Planung ist, desto günstiger kann die Reise werden“,
erläutert Tenhagen. Auch eine Kreditkarte sollte bei keiner
Auslandsreise fehlen. Wer zudem außerhalb der Eurozone unterwegs ist,
zieht das Geld am besten erst vor Ort am Geldautomat: „Manche
Automaten fragen, in welcher Währung das Konto belastet werden soll –
hier immer die Landeswährung nehmen. Denn da ist der Wechselkurs
besser“, empfiehlt Tenhagen.

Wichtig ist: immer eine Auslandsreisekrankenversicherung im Gepäck
haben. Denn die gesetzlichen Kassen übernehmen im Krankheitsfall nur
die Kosten, die auch in Deutschland Teil der Leistung gewesen wären.
„Urlauber können die Versicherung auch noch einen Tag vor Abreise
einfach online abschließen.“ Für einen guten Schutz im Urlaub müssen
Singles nicht mehr als zehn Euro im Jahr zahlen. Familien sind
bereits für um die 30 Euro im Krankheitsfall gut versichert.

Für die Auswertung hat Finanztip die aktuellen Kaufkraftwerte der
OECD sowie den aktuellen Big-Mac-Index des britischen
Wirtschaftsmagazins „The Economist“ analysiert. Als Referenz für die
beliebtesten Haupt-Urlaubsländer wurde der Reisemonitor 2017 des ADAC
zurate gezogen.

Weitere Informationen
http://www.finanztip.de/pauschalreisen/
http://www.finanztip.de/kreditkarten/kostenlose-kreditkarte/
http://www.finanztip.de/auslandsreisekrankenversicherung/

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Beitrag von am 30. Juni 2017. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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