NOZ: „Meistersinger“-Bariton liebt Musik von Michael Bublé und Adele

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Michael Volle: Bei Michael Bublés Swing werde
ich schwach

Bariton über seine Rolle bei „Meistersingern von Nürnberg“ und
über die Bayreuther Festspiele

Osnabrück. Bei den Bayreuther Festspielen übernimmt Opernsänger
Michael Volle ab Dienstag die Rolle des Hans Sachs, in seiner
Freizeit begeistert er sich für Popmusik. An die erste Stelle setzt
der Sänger die Beatles. „Ich liebe diese Musik“, sagte er in einem
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Ebenso
begeistert sich der Bariton für Adele, „weil sie eine geile Stimme
hat und tolle Lieder macht“. Und schließlich zählt Michael Bublé zu
Volles Favoriten. „Ich versuche in jedes Konzert zu gehen“, sagte
Volle. „Bei seinem Groove und seinem Swing werde ich ganz schwach.“

In der Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ spielt
Volle die Rolle des Hans Sachs. Er liebe die Arbeit mit Regisseur
Barry Kosky, und bezeichnet das Festspielhaus als „einzigartig“.
Trotzdem räumt er ein, Bayreuth sei nicht mehr „der Nabel der
Wagner-Welt“. „Es gibt andere Orte, national und international, wo
man Wagner auf höchstem Niveau erlebt“, sagte der Bariton. Doch die
Rolle des Hans Sachs sei „das Non plus ultra, sowohl musikalisch, als
auch vom Charakter und Erleben eines solchen Abends.“, sagt Volle.

Gleichwohl ist sich Volle der problematischen Rezeptionsgeschichte
der Musik Richard Wagners und speziell der „Meistersinger“ bewusst.
Er habe sich zur Vorbereitung auf seine Rolle „intensiv mit der Frage
Wagner und der Antisemitismus beschäftigt“, sagt Volle. „Natürlich
kannte ich das Problem, aber durch die intensive Auseinandersetzung
bin ich zutiefst erschrocken.“ In Bezug auf die aktuelle
Neuinszenierung meint der Sänger aber, „bei allem Widerspruch, den
man dem Menschen Wagner entgegenbringen kann und muss, glaube ich
nicht, dass dieses ,Deutsche‘ in den Meistersingern nationalistisch
gemeint war. Es ging Wagner um die Kunst an sich – was ein wichtiger
Pfeiler in Barry Koskys Inszenierung sein wird.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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Beitrag von am 22. Juli 2017. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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