NOZ: NOZ: Bergsteigerin Anja Blacha: An Leichen vorbei auf den Mount Everest

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Bergsteigerin Anja Blacha: An Leichen vorbei auf
den Mount Everest

27-Jährige fühlte sich zeitweise wie auf einem Friedhof – Jüngste
Deutsche auf dem höchsten Gipfel der Welt?

Osnabrück. Bergsteigerin Anja Blacha hat sich auf dem Weg zum
Gipfel des Mount Everest zwischenzeitlich gefühlt, als würde sie
einen Friedhof begehen. „Wir sind beim Aufstieg an einer Leiche aus
den Vorjahren vorbeigekommen; es war die erste von mehreren, die ich
entlang der Route gesehen habe. Das war ein Warnsignal“, sagte die
gebürtige Bielefelderin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).
Blacha berichtete von höchst widersprüchlichen Erlebnissen am
höchsten Berg der Welt: „Auf dem Abstieg kam ich an einem Mann
vorbei, der in derselben Nacht gestorben ist. Er lag im Schnee kurz
unter dem höchsten Camp, am Fixseil gesichert.“ Als sie sich fragte,
ob man den Tod des Mannes nicht hätte verhindern können, sei
zeitgleich der Profibergläufer Kilian Jornet vorbeigelaufen, der
gerade einen Rekord im Gipfelaufstieg aufstellte. Blacha: „Es ist
schwer zu fassen, wie unterschiedlich es einem am Berg ergehen kann.“
Mit ihren 27 Jahren ist die in Zürich lebende gebürtige Bielefelderin
vermutlich die jüngste Deutsche, die den Mount Everest bestiegen hat.
„Es wäre eine schöne Zugabe zum Gipfelerfolg. Es zeigt aber auch,
dass es noch etwas braucht, bis sich mehr Frauen in die bis dato eher
von Männern geprägte Welt des Bergsports wagen.“ Eine offizielle
Bestätigung für diesen Superlativ steht allerdings noch aus, wie
Blacha weiter berichtete: „Die Himalaja-Chronistin geht davon aus, da
die bislang Jüngste 32 Jahre alt war und in dieser Saison keine
jüngere Deutsche gemeldet war. Sie konnte es bislang aber noch nicht
offiziell bestätigen, weil in diesem Jahr wohl über 600 Menschen auf
dem Gipfel waren und sie die Erfassung dieser Saison erst noch
abschließen muss.“ Erst vor wenigen Jahren hatte Blacha mit dem
Bergsteigen begonnen, schon jetzt war sie auf mehreren Bergen, die zu
den sieben höchsten auf den jeweiligen Kontinenten gehören – den
Seven Summits. Die Entscheidung, den Mount Everest zu erklimmen, traf
sie erst zwei Monate vor dem Start der Expedition. „Die Nerven und
die Geduld zu bewahren“, seien die größten Herausforderungen gewesen.
Unten den anderen Expeditionsteilnehmern war auch ein blinder
Bergsteiger. „Er zeigte mir, dass man eine Behinderung nicht als
solche sehen muss, sondern sich trotzdem ambitionierte Ziele setzen
kann“, sagte Blacha.

+++

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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Beitrag von am 24. Juni 2017. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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