Sperrfrist 05.07 0805 – Ausstellung „Faszination Pyramiden“ im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz

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Die ägyptischen Pyramiden und Obelisken sind
Monumente, welche die Menschen von jeher fasziniert haben. Die neue
Sonderausstellung des Liechtensteinischen Landesmuseums erläutert
anhand von Original-Objekten aus rund 5000 Jahren Geschichte und
Modellen die Entstehung sowie Bedeutung der Pyramiden im Alten
Ägypten und zeigt auf, wie die Pyramiden nach Europa kamen und welche
Begeisterung sie dort in der Neuzeit hervorriefen. Die Ausstellung
„Faszination Pyramiden“ dauert vom 6. Juli 2017 bis zum 14. Januar
2018.

Die altägyptischen Pyramiden und Obelisken faszinieren bis heute.
Die Ausstellung zeigt erstmalig ihre Entwicklung, Bedeutung sowie
Ausstrahlung in die ganze Welt auf. Die Ausstellung ist reichlich
gefüllt mit Superlativen, besonderen Modellen und Originalen der
Zeit. Bei den Pyramiden und Obelisken ergeben sich viele Fragen: Was
wissen wir wirklich über sie? Wie war ihre Entwicklung? Was ist ihre
Bedeutung? Was verbindet die Pyramide mit dem Obelisken? Wie kamen
sie nach Europa, und wie verbreiteten sie sich von dort aus über die
ganze Welt? All diesen Fragen und noch vielen mehr wird in der
Ausstellung nachgegangen.

Über zehn einmalige Modelle im genauen Massstab informieren über
die wichtigsten Pyramiden in Ägypten und Europa. Diese Modelle wurden
über mehrere Jahre hergestellt. Pläne, Fotos und Filme berichten
weiterhin über die Geschichte und Komplexität der Pyramiden und
zeigen die Unterschiede zwischen einzelnen Pyramiden auf.

Viele einzigartige Funde, wie Statuen, Reliefs und der plastische
Überzug eines Verstorbenen, insbesondere vom Pyramidenfeld von Giza,
illustrieren die Pyramidenzeit und das Umfeld der Pyramidenbauten, in
dem sich weitere Gräber befanden. Dazu gesellen sich altägyptische
Köpfe berühmter Pharaonen und altägyptische Obelisken. Sie stammen
aus dem Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der
Ägyptischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien, dem
Antikenmuseum in Basel, dem Ägyptischen Museum der Universität
Leipzig und dem Museum August Kestner in Hannover.

Im Neuen Reich (2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.) errichteten
vor allem Künstler über ihren Gräbern Pyramiden. Auch hier wird ein
Modell einer solchen Anlage gezeigt. Es handelt sich dabei um das
Grab von Sennedjem (1. Hälfte des 13. Jahrhunderts v. Chr.). Sie ist
verbunden mit der 1:1 rekonstruierten Grabkammer und den Malereien im
Innern, die am besten die Jenseitsvorstellungen der alten Ägypter
widerspiegeln. Erstmalig wird dazu auch ein Original-Uschebti des
Sennedjem aus der Ägyptischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums
in Wien präsentiert.

Auch die Pyramiden von Meroë im Sudan werden behandelt, und es
sind drei goldene Original-Siegelringe aus dem Besitz der Königin
Amanishakheto sowie ihr Porträt auf einem Relief, das vor ihrer
Grabpyramide aufgestellt war, ausgestellt.

Die Ausstellung wird erstmalig ausführlich auch einen Ausblick
gewähren, wie die Pyramiden sowie Obelisken von Ägypten nach Europa
kamen und in der Neuzeit zu einer neuen Pyramidenbegeisterung
führten.

Neben weiteren Modellen, sehr alten Reisebeschreibungen und
berühmten Stichen werden auch viele Kunstwerke und Kunstgegenstände
präsentiert, die die Begeisterung für die Pyramiden und Obelisken in
der Neuzeit thematisieren. Zu sehen sind auch Ägyptiaca aus der
Sammlung des Freimaurers Wolfgang von Goethe. Die Leihgaben aus
diesem Bereich stammen u. a. aus dem Schweizerischen Nationalmuseum,
aus der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha, der Klassik-Stiftung
Weimar und von LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz-Vienna.

Erstmalig wird auch ein Modell des von Friedrich Gilly 1796
entworfenen Denkmals für König Friedrich II. den Grossen auf dem
Potsdamer Platz in Berlin in der Öffentlichkeit zu sehen sein. Der
Entwurf wurde nie realisiert und ist nur durch Zeichnungen bekannt.
Das Modell ist in neunmonatiger Herstellung extra für diese
Ausstellung geschaffen worden.

Als weitere Besonderheit wird erstmalig eine Rekonstruktion des
Kellers des Pantheons von Wörlitz mit den dort aufgestellten
Original-Skulpturen aus der Antike und dem 18. Jahrhundert
präsentiert, die das Geheimnis des Osiris-Mythos illustrieren.

Besondere Highlights sind:

– Das älteste bekannte Original-Pyramidion eines Obelisken von um
2500 v. Chr. aus dem Sonnenheiligtum des Königs Userkaf in
Abusir
– Der einzige fast vollständig erhaltene Stucküberzug eines
menschlichen Körpers aus Giza, der eine Vorstufe der
Mumifizierung zeigt
– Eindrückliche Büsten der Pharaonen Chephren, Mykerinos und
Mentuhotep II.
– Viele sehr schöne Skulpturen aus dem Gräberfeld von Giza,
darunter die wohl älteste Darstellung eines Brauereigehilfen
– Ein unfertiges Relief von Pharao Echnaton und seiner Gemahlin
Nofretete aus Amarna
– Drei Original-Siegelringe aus Gold sowie das Porträt auf einem
Relief der Königin Amanishakheto von Meroë
– Ägyptiaca aus der Sammlung von Wolfgang von Goethe
– Antike und neuzeitliche Skulpturen für den „Ägyptischen Keller“
des Pantheons in Wörlitz
– Ein Modell des von Friedrich Gilly 1796 entworfenen Denkmals für
König Friedrich II. den Grossen auf dem Potsdamer Platz in
Berlin, das nie realisiert wurde, aber hier erstmalig als
grosses dreidimensionales Modell präsentiert wird
– Historische Modelle der Cheopspyramide und der Pyramiden von
Giza aus der Sammlung von Erzherzog Ferdinand Max, Bruder des
österreichischen Kaisers Franz Josef und späterer Kaiser
Maximilian von Mexiko, aus dem Schloss Miramar bei Triest
– Skulptur von Napoleon Bonapartes siegreichem Einzug in Kairo,
geschaffen von Jean-Léon Gérôme (1824-1904)
– Ein Gemälde von Giovanni Paolo Pannini (1691-1765) mit den
bedeutendsten Baudenkmälern und Skulpturen des Alten Rom,
gefertigt im Jahre 1735 in Rom

Die Ausstellung „Faszination Pyramiden“ im Liechtensteinischen
Landesmuseum in Vaduz dauert vom 6. Juli 2017 bis zum 14. Januar
2018.

Pressebilder erhältlich:

http://www.landesmuseum.li/medieninfo

Pressekontakt:
Liechtensteinisches Landesmuseum
Prof. Dr. Rainer Vollkommer
Direktor
Städtle 43, Postfach 1216
9490 Vaduz
Fürstentum Liechtenstein

Telefon: +423 239 68 20
E-Mail: info@landesmuseum.li
www.landesmuseum.li

Original-Content von: Liechtensteinisches Landesmuseum, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 5. Juli 2017. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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