Stolpersteine beim Schulranzenkauf visualisiert

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Schulranzenkauf visualisiert
 

Stolpersteine Schulranzenkauf visualisiert

Mehr als 700.000 Kinder werden auch dieses Jahr wieder nach der Sommerpause eingeschult und somit den nächsten großen Sprung im Leben vollziehen. Jedes neue Schulkind benötigt eine entsprechende Schultasche, denn fortan soll es jeden Tag alleine in die Schule gehen, Bücher, Hefte, Stifte und eine Proviantdose plus Trinkflasche transportieren.

Folglich muss ein Schulranzen her, aus Gründen der Rückengesundheit, Handhabbarkeit und zum Schutz der Bücher ist dies die ideale Taschenform für angehende ABC-Schützen. „Es gibt nicht nur sehr viele verschiedene Produkte und Anbieter auf dem Markt, sondern auch viele kleine Fallstricken die es zu vermeiden gilt.“ erklärt Marco Fabian von www.schultaschen-ratgeber.info.

Dieses Jahr wollten wir etwas Anderes machen und haben eine entsprechende Bildgeschichte zum aktuellen Thema erstellt, darin sind die größten Stolpersteine noch einmal zusammengefasst und visualisiert. Den Link zur Grafik finden Sie unterhalb der Mitteilung.

Es geht um die folgenden immer wiederkehrenden Knackpunkte:

Sicherheit im Straßenverkehr

Ist der Weg zur Schule verkehrsintensiv und muss die eine oder andere Hauptstraße überquert werden, so ist es besonders wichtig, dass das Schulkind gesehen wird. Immer noch kommt es laut Statistischem Bundesamt (Stand 2015) alle 19 Minuten zu Verkehrsunfällen mit Kindern im Schulalter und vermehrt in den Stoßzeiten vor und nach dem Unterricht. Hierfür wurde vor Jahrzehnten in einer DIN-Norm für Schulranzen entsprechende Signalflächen (reflektierend und fluoreszierend) festgelegt, doch verkaufen sich die neonbunten Ranzen nicht so gut, daher werden DIN-Ranzen oftmals nur als Nebenprodukte der Vollständigkeit halber geführt. Eltern sollten diesem Aspekt mehr Gewicht schenken, Sicherheit sollte immer vorgehen.

Empfehlung: Mindestens 20 % fluoreszierende Oberfläche und 10% Reflektorstreifen rundherum sind empfohlen, mehr ist immer gut. DIN-normierte Ranzen erfüllen dieses Kriterium.

Ergonomie von Ranzen und Kind in Einklang bringen

Muskuläre Fehlbildungen lassen sich sicherlich nicht komplett auf eine falsche Schultasche schieben, aber ein Tragesystem das nicht zum Träger passt, kann großen Anteil daran haben. Daher ist Ausprobieren und Probetragen von vollgepacktem Ranzen besonders wichtig.

Das maximale Gewicht hängt vom Träger ab, von generellen Richtlinien wie maximal 10% ist man mittlerweile abgekommen, gesunde Kinderrücken schaffen es auch problemlos bis zu 20% des eigenen Körpergewichtes zu tragen. Auch vom aktuellen Trend zu fahrbaren Modellen auf Rollen ist abzuraten, diese besitzen mehr Nachteile und stellen somit keine Lösung dar.

Empfehlungen:
• Die Breite des Ranzens sollte nicht über die Schulterpartie des Kindes hinausragen.
• Schwere Gegenstände sollten immer direkt am Rücken getragen werden. Dafür sollte es extra ein Fach geben.
• Höhenverstellbare Tragesysteme lassen sich noch besser an schnell wachsende Träger anpassen.

Weitere Knackpunkte: Chemie, Design, Preis, Qualität und Komplexität

Mitunter gibt es immer wieder chemisch besonders stark belastete Schultaschen am Markt. Die großen Institute Stiftung Warentest und ÖKO-Test finden immer wieder schwarze Schafe grenzwertigen Inhaltsstoffen wie Weichmachern oder potentiell krebserregenden Farbbausteinen. Daher gilt es die letzten Veröffentlichungen besser vorab zu lesen.

Der Wunsch nach Mitbestimmung wächst mit jedem Lebensjahr daher ist es wichtig, das angehende Schulkind seine Vorstellung von Farbe und Motiv zu berücksichtigen. Mit dem Lieblingsmotiv geht es garantiert lieber zur Schule.

Schulranzen sind teuer, insbesondere im Set kosten sie bis zu 250 EUR. Das ist vielen Eltern und Großeltern anfänglich gar nicht bewusst. Die Anforderungen an heutige Schultaschen sind hoch und der Markt ist hart umkämpft. Namhaften Markenhersteller sind gezwungen sehr gute Qualität abzuliefern und nicht nur fortwährend aktuelle Motive und Superhelden abzubilden, sondern auch innovative Trage- und Schließsysteme aufzugreifen. Besonders günstige Angebote sollten daher mit Vorsicht betrachtet werden.

Bei allen Maßstäben und Schwerpunkten die individuell unterschiedlich sind, ist es in erster Linie das Schulkind, dass die Tasche tagtäglich fortan begleiten wird. Daher sollte nicht nur das Tragesystem vom Kind ausprobiert werden, sondern das Gesamtpaket. Was bringt ein noch so schöner Ranzen mit Eisprinzessin, wenn das Kind die Tasche gar nicht erst auf oder richtig eingestellt auf den Rücken bekommt?

Vielen Erfolg und einen guten Start in das neue Schuljahr!

Beitrag von am 15. Juli 2017. Abgelegt unter Mode & Lifestyle, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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