Studie: Deutsche Eltern wollen Flüchtlingskinder schneller integrieren / Jede zweite Familie ist unzufrieden mit Informationspolitik von Schulen und Kitas

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Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Eltern
in Deutschland plädieren für eine schnelle Integration von
Flüchtlingskindern in Schulen und Kindertagesstätten. Der regelmäßige
Kontakt mit einheimischen Gleichaltrigen soll helfen, sich von Anfang
an besser in unserer Gesellschaft einzuleben. 74 Prozent der
Befragten wünschen sich, dass der Einstieg in die Spiel- oder
Lerngemeinschaft durch Sprachkurse im Vorfeld erleichtert wird. Das
sind Ergebnisse der Umfrage „Junge Familien 2017“, für die im Auftrag
der pronova BKK 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter 10
Jahren repräsentativ befragt wurden.

„Zwei Jahre nach dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms gehen viele
Eltern offen mit der Herausforderung um“, sagt Lutz Kaiser, Vorstand
der pronova BKK. „Der Anteil derer, die sich für eine schnelle und
nachhaltige Integration aussprechen, ist von 63 auf 69 Prozent
gestiegen.“ Das Thema der Sprachkurse ist in der Bedeutung konstant
geblieben. Hier sank der Wert nur um zwei Prozentpunkte (2015: 76
Prozent). Hingegen ist die Bereitschaft der Eltern, die Integration
mit ehrenamtlichem Engagement zu fördern, seit 2015 messbar
gestiegen: Mittlerweile sind 22 statt 18 Prozent bereit, sich
ehrenamtlich bei der Organisation eines Willkommensfestes zu
engagieren oder die Neuankömmlinge mit einem Spendenaufruf zu
unterstützen.

Jede zweite Familie ist unzufrieden mit Informationspolitik von
Schulen und Kitas

Deutliche Fortschritte im Umgang mit der Situation zeigen die
Schulen und Kitas. 2015 waren nur 12 Prozent der Eltern zufrieden mit
der Informationspolitik zur Aufnahme von Flüchtlingen in die Gruppe
oder den Klassenverband. Dieser Wert hat sich inzwischen mit 27
Prozent mehr als verdoppelt. Großes Verbesserungspotenzial ist
allerdings immer noch vorhanden: Jede zweite Familie gibt an, dass
sie die Informationspolitik der Schulen als unzureichend empfindet.

Sorge vor gesundheitlichen Problemen

Sorge bereitet den Eltern die Tatsache, dass die gesundheitliche
Frühversorgung der Flüchtlingskinder nicht in dem Ausmaß
gewährleistet war, wie dies bei in Deutschland geborenen Kindern
üblich ist. Jeder zweite Befragte (50 Prozent, 2015: 49 Prozent)
stimmt dieser Aussage zu. Gestiegen ist der Anteil der Eltern, die
daraus medizinisch sinnvolle Konsequenzen ableiten. Jeder zweite
Befragte plant, den Impfschutz der eigenen Kinder überprüfen und
gegebenenfalls auffrischen zu lassen. 2015 lag dieser Wert lediglich
bei 36 Prozent.

Zur Studie

Die Umfrage „Junge Familien 2017“ wurde im März 2017 im Auftrag
der pronova BKK online durchgeführt. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger
mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren im Haushalt repräsentativ
befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der
Betriebskrankenkassen großer Weltkonzerne wie z.B. Ford, Bayer, BASF,
Continental und Hapag-Lloyd entstanden. Die Kasse ist bundesweit für
alle Interessierten geöffnet. Über 675.000 Kundinnen und Kunden
schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die
umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten
Geschäftsstellennetz an rund 80 Kundenservice- und Beratungsstellen
vertreten. Sie gehört zu den vier größten Betriebskrankenkassen und
zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Weitere Informationen
unter www.pronovabkk.de

Pressekontakt:
Ulrich Rosendahl
pronova BKK
Ludwig-Erhard-Platz 1
51373 Leverkusen
Tel: 0214 32296-3700
presse@pronovabkk.de

Original-Content von: pronovaBKK, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 21. Juli 2017. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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