Thrombosis Research Institute präsentiert auf dem ISTH Kongress 2017 erste Ergebnisse des GARFIELD-VTE-Registers

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– Erste Erkenntnisse aus dem globalen GARFIELD-VTE-Register werden in
den wissenschaftlichen Sessions des ISTH Kongresses und bei einem
Satellitensymposium vorgestellt
– Die Daten werden erwartungsgemäß die breite Heterogenität der
VTE-Patienten verdeutlichen, die auf einen personalisierten
Behandlungsansatz angewiesen sind
– Die GARFIELD-VTE-Präsentationen beinhalten eine moderne Perspektive
der Behandlung krebsassoziierter Thrombose und die neuesten
Outcome-Daten von Patienten mit einem sechsmonatigen Follow-up nach
einer bestätigten VTE-Diagnose

Anticoagulant Registry in the Field -Venous Thromboembolism
(GARFIELD-VTE) Registers werden beim International Society of
Thrombosisand Haemostasis (ISTH) Kongress 2017 präsentiert, der vom
8.bis13. Juli in Berlin stattfindet. Die Daten werden im Rahmen des
Kongresses sowie auf einem speziellen Satellitensymposium
präsentiert, bei dem Vertreter des internationalen Forscherteams die
ersten Erkenntnisse dieses Registers vorstellen werden.

GARFIELD-VTE ist eine prospektive, multizentrische
Beobachtungsstudie von Patienten, die wegen akuter VTE behandelt
werden müssen. Für das Register wurden mehr als 10.000 Patienten mit
akuter VTE (tiefe Venenthrombose und Lungenembolie) aus 410 Zentren
in 28 Ländern rekrutiert. Die Studienstandorte spiegeln die breit
gefächerten Versorgungssituationen in jedem Land wider, von
Krankenhäusern bis hin zur ambulanten Versorgung von Patienten.

Ziel dieses globalen Registers ist es, ein Follow-up der Patienten
von mindestens 3 Jahren zu erreichen, die Therapie der Patienten
entsprechend der lokalen Praxis zu beobachten und klinischesowie
ökonomischer Ergebnisse und Patientenfeedback zu erfassen.

„Durch die Veröffentlichung von Daten aus GARFIELD-VTE hoffen wir,
die Lücke zwischen Forschung und klinischer Praxis schließen zu
können, um das Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung von VTE und
seiner Behandlung zu erhöhen“, sagte Rt Hon Professor Lord Ajay K.
Kakkar, Professor im Bereich Chirurgie am University College London
und Direktor des Thrombosis Research Institute, UK.

Unter anderem werden auf dem Kongress die folgenden Erkenntnisse
vorgestellt:

The Continuing Challenge of Venous Thromboembolism: Insights from
the GARFIELD-VTE Registry. (Venenthromboembolien als ständige
Herausforderung: Erkenntnisse aus dem GARFIELD-VTE-Register.)

– Vom Thrombosis Research Institute (TRI) gesponsertes
Satellitensymposium
– Mittwoch, 12. Juli 2017 von 13.15 bis 14.30 Uhr, Raum Helsinki 2

besprechen, darunter die Charakterisierung der Patienten und ihrer
Behandlungen, Strategien derAntikoagulantion, krebsassoziierte
Thrombose und Real-World-Ergebnisse.

Clinical characteristics and management of 10,329 patients with a
confirmed diagnosis of venous thromboembolism: the GARFIELD-VTE
registry [ASY35.4] (Klinische Charakteristika und Behandlung von
10.329 Patienten mit bestätigter Diagnose einer Venenthromboembolie:
das GARFIELD-VTE-Register [ASY35.4])

– Mündlicher Vortrag
– Mittwoch, 12. Juli von 14.45 bis 16.15 Uhr, Raum New York

Dr. Walter Ageno (Italien) wird Daten präsentieren, die die breite
Heterogenität der VTE-Patienten verdeutlichen, die auf einen
personalisierten Behandlungsansatz angewiesen sind.

Auf dem Kongress werden darüber hinaus die folgenden Poster
präsentiert:

Clinical characteristics and treatment of patients with
cancer-associated venous thromboembolism: Results from the
GARFIELD-VTE registry [PB 460] (Klinische Chrakteristika und
Behandlung von Patienten mit krebsassoziierter Venenthromboembolie:
Ergebnisse des GARFIELD-VTE-Registers [PB 460]

– Poster Session
– Montag, 10. Juli von 12.00 bis 13.15 Uhr, Ausstellungshalle 4.2

Professor Jeffrey Weitz (Kanada)wird Daten vorstellen, die die
Unterschiede der klinischen Charakteristika von VTE bei Patienten mit
und ohne aktivem Krebs oder einer bestehenden Krebsanamnese zeigen.
Gemäß der Leitlinien wird die Mehrzahl der an Krebs erkrankten
VTE-Patienten mit niedermolekularen Heparin (NMH)in Monotherapie
behandelt, wobei bei einigen von ihnen direkte orale Antikoagulanzien
(DOAC) verordnet werden.

Anticoagulation treatment patterns of venous thromboembolism in
GARFIELD-VTE patients [PB1188] (Behandlungsmuster der
Antikoagulantientherapie bei Venenthromboemboliebei
GARFIELD-VTE-Patienten [PB1188])

– Poster Session
– Dienstag, 11. Juli von 12.00 bis 13.15 Uhr, Ausstellungshalle 4.2

Professor Sylvia Haas (Deutschland) wird Daten präsentieren, die
zeigen, dass die Behandlungsmuster der Antikoagulation bei VTE je
nach Patientenpopulation, geografischer Region und TVT-Ort variieren.

6-month outcomes of patients: Results from GARFIELD-VTE [PB1196]
(6-Monats-Ergebnisse der Patienten: Ergebnisse aus GARFIELD-VTE
[PB1196])

– Poster Session
– Dienstag, 11. Juli von 12.00 bis 13.15 Uhr , Ausstellungshalle 4.2

Professor Graham Turpie (Kanada) wird Daten präsentieren, die
zeigen, dass Tod das häufigste schwere unerwünschte Ereignis bei
VTE-Patienten war, wobei die Hälfte krebsassoziiert war.

Informationen zum GARFIELD-VTE-Register

GARFIELD-VTE ist ein prospektives Register, das die akute und
langfristige Behandlung und die Outcomes bei 10.874 erwachsenen
Patienten mit Venenthromboembolie (VTE) darstellt und die
Versorgungspraxis in 28 Ländern widerspiegelt.

Es ist eine internationale, multizentrische Beobachtungsstudie von
Patienten mit neu diagnostizierter VTE. Für die Studie wurden
Patienten aus 410 Zentren in 28 Ländern weltweit rekrutiert, darunter
Nord- und Südamerika, Europa, Afrika und der Asien-Pazifik-Raum. Im
Vergleich zu anderen laufenden prognostischen Registern zu VTE hat
das globale GARFIELD-VTE das Potenzial, die Krankheitsbelastung in
großen Populationen zu erfassen. Dazu werden breite
Einschlusskriterien in einer hoch repräsentativen
VTE-Patientenpopulation (über verschiedene klinische Umgebungen
hinweg) angewandt. Außerdem können langfristige Follow-up-Daten
sowohl in der Praxis- als auch in der Krankenhausumgebung erfasst
werden.

Das heutige Verständnis von VTE basiert auf den bei kontrollierten
klinischen Studien gesammelten Daten. Diese Studien sind wesentlich
für die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit neuer
Behandlungsmethoden, sind aber in Bezug auf die klinische Praxis
nicht repräsentativ. Folglich herrscht weiterhin Unsicherheit
hinsichtlich der Belastung im wirklichen Leben und der Therapie
dieser Krankheit. GARFIELD-VTE zielt darauf ab, Einblicke in die
Wirkung der Antikoagulantionstherapie hinsichtlich thromboembolischer
Komplikationen und Blutungskomplikationen zu liefern, die bei dieser
Patientenpopulation beobachtet wurden. Es wird für ein besseres
Verständnis potenzieller Verbesserungsmöglichkeiten der Versorgung
und klinischer Outcomes bei einer repräsentativen und vielfältigen
Patientengruppe und über unterschiedliche Populationen hinweg. Dies
sollte Ärztenund Gesundheitssystemen helfen, Innovationen angemessen
zu nutzen, um die besten Ergebnisse für Patienten und Populationen
sicherzustellen.

[1]. GARFIELD-VTE ist eine wichtige Initiative, um Forschung und
klinische Praxis miteinander zu verbinden, um das Bewusstsein für die
Bedeutung und Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und
Lungenembolien (LE) zu erhöhen.

In dem Register soll Folgendes beschrieben werden:

– akute, subakute und verlängerte Behandlungsdauer mit
Antikoagulantien;
– klinische und ökonomische Real-World-Ergebnisse bei Patienten mit
behandelter akuter VTE.

Das Register startete im Juli 2014. Vier wesentliche
Design-Merkmale des GARFIELD-VTE-Protokolls garantieren eine
umfassende und repräsentative Beschreibung der VTE, nämlich:

– Zwei aufeinanderfolgende Kohorten von prospektiven, neu
diagnostizierten Patienten, was die Vergleiche getrennter Zeiträume
ermöglicht und die Entwicklung von Therapien sowie Ergebnissen
beschreibt;
– Auswahl von Studienstandorten, die repräsentativ für nationale
VTE-Versorgungsumgebungen sind;
– Aufnahme von teilnahmeberechtigten Patienten ohne Unterbrechung
unabhängig von der Therapie, um potentielle Selektionsverzerrungen
zu verhindern;
– Erfassung von Follow-up-Daten für einen Zeitraum von mindestens 36
Monaten nach der Diagnose, um eine umfassende Datenbank mit
Behandlungsentscheidungen und -ergebnissen in der klinischen Praxis
zu erstellen.

Patienten werden unabhängig davon, ob sie eine
Antikoagulationsherapie erhalten oder nicht, in die Studie
aufgenommen. Dies ermöglicht es, aktuelle und zukünftige
Behandlungsstrategien unter Berücksichtigung des individuellen
Risikoprofils des Patienten richtig einschätzen zu können.

Das GARFIELD-VTE-Register wird durch einen unbegrenzten
Forschungsfonds der Bayer Pharma AG (Berlin, Deutschland)unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.garfieldregistry.org.

Die Belastung durch VTE

VTE tritt auf, wenn ein Fragment eines Blutgerinnsels, das sich in
einer tiefen Vene gebildet hat (beispielsweise bei einer tiefen
Venenthrombose oder TVT im Bein), über das Herz in die Lunge
transportiert wird, was die Sauerstoffaufnahme blockiert. Dies wird
als Lungenembolie (LE) bezeichnet, ein Ereignis, dass schnell zum Tod
führen kann.

VTE ist nach akutem Koronarsyndrom und Schlaganfall die
dritthäufigste Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems und jedes Jahr
verantwortlich für nahezu 800.000 Todesfälle in Europa und den USA.
Umgerechnet stirbt dadurch in der westlichen Welt alle 37 Sekunden
ein Mensch an den Folgen einer VTE. Bei fast 90 % der Todesfälle
bleibt die Embolie unentdeckt oder kann nicht behandelt werden.
VTE-Rückfälle sind wahrscheinlich. Aus diesem Grund ist die
VTE-Prävention eine wesentliche Aufgabe jedes Gesundheitssystems[i].

Ungefähr 20 % aller VTE-Fälle treten bei Krebspatienten auf. Bei
bis zu 50 % aller obduzierten Krebspatienten wird VTE
festgestellt[ii]. In Großbritannien wird der Kostenaufwand für die
Behandlung und das Managementvon VTE auf 640 Mio. £ pro Jahr
geschätzt[i]. GARFIELD-VTE wird wie das Schwesterregister GARFIELD-AF
in den kommenden Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung
der klinischen Praxis leisten.

Informationen zum TRI

Ziel des Thrombosis Research Institute (TRI) ist es, neue Lösungen
für Patienten zur Erkennung, Prävention und Behandlung von
Blutgerinnseln zu entwickeln. TRImöchte die Forschung von
Real-World-Untersuchungen voranbringen, damit der Wert von
Praxisdaten erkannt werden kann und zu einem wesentlichen Glied der
Evidenzkette wird. Sein wegweisendes Forschungsprogramm, das
multidisziplinär und global ausgerichtet ist, liefert kontinuierlich
bahnbrechende Lösungen für Thrombosepatienten.

Das TRI ist Mitglied des University College London Partners‘
Academic Health Science Network. Weitere Informationen finden Sie
unter http://www.tri-london.ac.uk/.

i. GARFIELD-VTE-Register. About VTE (Informationen zu VTE).
Abrufbar unter http://vte.garfieldregistry.org/about/about-vte
[Abgerufen: 5. Juni 2017]

ii. Thrombosis Advisor. VTE in Patients with Cancer (VTE bei
Krebspatienten). Abrufbar unter
https://www.thrombosisadviser.com/VTE-in-Patients-with-Cancer/.
[Abgerufen: 5. Juni 2017]

Thrombosis Research Institute London

Emmanuel Kaye Building

Manresa Road

Chelsea

London SW3 6LR

Pressekontakt:
für Medien
Rae Hobbs
RHobbs@tri-london.ac.uk
+44(0)7753-825-217

Original-Content von: The Thrombosis Research Institute, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von am 9. Juli 2017. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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