Zum 100. Geburtstag der Ufa: Willy Fritsch – die Biografie.

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Willy Fritsch. Ein Feuerwerk an Charme.
 

In diesem Jahr feiert die Ufa ihren 100. Geburtstag. Noch immer steht der Name des Filmkonzerns für die Karrieren von Marlene Dietrich, Heinz Rühmann oder Hans Albers, die das Publikum durch ihre Mitwirkung in Stumm- und Tonfilmen seit den 1920er Jahren begeistert haben.
Selten jedoch wird in diesem Zusammenhang auch der Name eines Schauspielers genannt, der bereits ein Star war, als sich Marlene Dietrich noch ihrem berühmtesten Casting stellte: Willy Fritsch.

Max Reinhardt bildete ihn aus, Max Schmeling war sein bester Freund, Max Raabe singt heute seine Lieder.

Willy Fritsch hat 40 Jahre Filmgeschichte geschrieben. Von 1923-1945 war er einer der erfolgreichsten und bestbezahlten Stars der Ufa. Jetzt erscheint erstmals eine detailreiche und umfangreiche Biografie über den einst sehr berühmten Darsteller und Vater des ebenfalls als Schauspieler tätigen Thomas Fritsch.

Durch seine Hauptrollen in den international erfolgreichen Fritz Lang-Stummfilmen „Spione“ (1928) und „Frau im Mond“ (1929) sowie den darauf folgenden Blockbustern „Die Drei von der Tankstelle“ (1930), „Der Kongress tanzt“ (1931) oder auch „Ein blonder Traum“ (1932) nach einem Drehbuch von Billy Wilder war Willy Fritsch zeitweilig der populärste Liebling des Publikums, für dessen Erscheinen bei einer Filmpremiere die Straßen rund um das Kino polizeilich abgesperrt werden mussten, um die Fans unter Kontrolle zu behalten. Europaweit, denn bereits durch seine Mitwirkung in der stummen Operettenverfilmung „Ein Walzertraum“ (1925) von Ludwig Berger hatte Fritsch weltweit Aufmerksamkeit erlangt bis hin zu einem Angebot der US-Agentur United Artists, die u.a. auch Charlie Chaplin vertrat. Auch im ersten deutschen Tonfilm („Melodie des Herzens“, 1929) und im ersten deutschen Farbfilm („Frauen sind doch bessere Diplomaten“, 1939) spielte Willy Fritsch die Hauptrolle.
Von ihm gesungene Titel wie die renommierte Jazz-Komposition von Friedrich Holländer, „Ich laß‘ mir meinen Körper schwarz bepinseln“, Werner Richard Heymanns „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ sowie Peter Kreuders Schlager „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“ aus dem Film „Glückskinder“ (1936), der zuletzt sogar von Quentin Tarantino für dessen Soundtrack zu „Inglorious Basterds“ (2009) ausgewählt wurde, sind heute noch populär.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Willy Fritsch seine Karriere fortsetzen und spielte nicht nur an der Seite von Hildegard Knef oder dem Berliner Kabarettensemble „Die Insulaner“, sondern verlieh auch dem Leinwanddebüt von Romy Schneider, „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ (1953) den prominenten Namen.

Fast 130 Filme umfasste sein Werk, als sich der Schauspieler 1964 aus dem Geschäft zurückzog.
Auf 472 Seiten lässt die Biografie „Ein Feuerwerk an Charme. Willy Fritsch – Der Ufa-Schauspieler. Über eine große Filmkarriere in wechselhaften Zeiten“ sein Leben noch einmal Revue passieren und rückt einen Darsteller ins Rampenlicht, dessen Wiederentdeckung dem Leser durchaus ein Aha-Erlebnis bescheren kann. Illustriert mit mehr als 100 Fotos.

Beitrag von am 23. Mai 2017. Abgelegt unter Literatur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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