18 Tote durch illegale “E-Joints”: Warnung vor Konsum (FOTO)

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Fundamentaler Unterschied zwischen herkömmlichen E-Zigaretten und
illegalen “E-Joints”: Verband warnt vor illegalen Cannabis-Produkten
und mahnt Aufklärung der Öffentlichkeit an.

Nachdem in den USA illegale und gestreckte Cannabis-Produkte
(“E-Joints”) zu mehreren Todesfällen geführt haben, warnt der Verband
des eZigarettenhandels (VdeH) vor dem Konsum illegaler “E-Joints”.
Gleichzeitig betont der der VdeH den fundamentalen Unterschied zur
herkömmlichen E-Zigarette und mahnt die Aufklärung von Verbrauchern
an.

Michal Dobrajc, Vorsitzender des VdeH: “‘E-Joints’ sind keine
E-Zigaretten. Rein äußerlich ähneln diese Cartridges zwar der
herkömmlichen E-Zigarette, tatsächlich aber handelt es sich um zwei
gänzlich verschiedene Produkte.” Im Fachhandel angebotene
E-Zigaretten und nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) unterlägen
gesetzlichen Kontrollen und einer strengen Regulierung, so Dobrajc.
Für die “E-Joints” gelte das nicht, ihre THC-haltigen Flüssigkeiten
seien potenziell lebensgefährlich. Dobrajc: “Illegale ‘E-Joints’
können einen unbekannten Cocktail aus Betäubungsmitteln, Pestiziden
und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten. Wir raten
deshalb dringend vom Erwerb und vom Konsum von ‘E-Joints’ ab.”

Ausschlaggebend für die jüngsten Todesfälle ist, Untersuchungen
von US-Behörden zufolge, der Einsatz zähflüssiger Streckmittel, die
sich ausschließlich in den THC-haltigen Ölen für “E-Joints” fanden.
Laut übereinstimmenden Berichten handelt es sich dabei um
Vitamin-E-Acetat, das sich nicht für die Inhalation eignet und dem
Käufer einen hohen THC-Gehalt suggerieren soll. Solche fetten Öle
(Lipide) können zu einer Lipidpneumonie führen.

In nikotinhaltigen Liquids für E-Zigaretten hingegen sind in
Deutschland Vitamine grundsätzlich als Zusatzstoff gesetzlich
untersagt und die Verwendung des Acetats zum Zwecke des Streckens
macht weder wirtschaftlichen noch tatsächlichen Sinn, weshalb es in
regulären Liquids nicht dafür verwendet wird. “Reguläre Liquids für
E-Zigaretten enthalten keine Lipide, Punkt, ” stellt der Vorsitzende
des VdeH klar. Labortests in den USA zeigten außerdem, dass einige
der auf dem Schwarzmarkt gehandelten Flüssigkeiten für “E-Joints” mit
dem Fungizid Myclobutanil verunreinigt waren, das bei Erhitzung zum
lebensgefährlichen Cyanid werden kann. Eine weitere, im New England
Journal of Medicine veröffentlichte, pathologische Untersuchung hat
gezeigt, dass die Lungenschäden aussehen wie Chemische Pneumonitis,
die durch toxische Chemikalien entstehen. “Das sind eindeutige
Hinweise darauf, dass es zu einer durch die Inhalation toxischer
Substanzen ausgelöste akute Entzündung gekommen ist und es sich nicht
um ein grundsätzliches Phänomen aufgrund chronischen Konsums
regulierter Produkte handelt,” so Dobrajc.

Da nicht auszuschließen ist, dass diese “E-Joints” auch
hierzulande auf dem Schwarzmarkt auftauchen, fordert der VdeH eine
bessere Verbraucheraufklärung, die den Unterschied zwischen
“E-Joints” und E-Zigaretten betont. “Zwischen den ‘E-Joints’ in den
USA und der herkömmlichen E-Zigarette gibt es keinen Zusammenhang”,
sagt Michal Dobrajc, Vorsitzender des VdeH. “All die betroffenen
Stoffe finden sich nicht in den herkömmlichen, freiverkäuflichen
Liquids. E-Zigaretten bergen deshalb nicht dasselbe Risiko wie
‘E-Joints’.”

Zu diesem Urteil kam jüngst auch das Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ).
Beide Institutionen stellten klar, dass die Vorkommnisse in den USA
nichts mit regulären E-Zigaretten zu tun haben und verweisen auf die
geringere Schädlichkeit von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakrauch.

Michal Dobrajc appelliert an die Medien: “Öffentliche Stellen in
Deutschland haben die tatsächliche Lage erkannt und kommunizieren
eindeutig, was die eigentliche Gefahr ist. Die Medien haben eine hohe
Verantwortung gegenüber Verbrauchern, diesen ebenfalls deutlich zu
machen, worin die Gefahr tatsächlich besteht, nämlich in illegalen,
verunreinigten und gestreckten ‘E-Joints’.”

Die amerikanische Centers for Disease Control (CDC) warnt
mittlerweile, genau wie schon zuvor die Food and Drug Administration
(FDA), ausdrücklich vor dem Erwerb von THC-Produkten aus
inoffiziellen Quellen und nicht mehr allgemein vor E-Zigaretten.

Der VdeH weist darauf hin, dass durch die Berichterstattung zu den
US-Vorfällen, E-Zigaretten-Nutzer vermehrt zum deutlich schädlicheren
Rauchen zurückkehrten. Michal Dobrajc, VdeH-Vorsitzender: “Es ist
paradox, dass Verbraucher die E-Zigarette wieder gegen die
Tabakzigarette eintauschen – obwohl die E-Zigarette nach
wissenschaftlichem Kenntnisstand um 95 Prozent weniger schädlich ist
und die Tabakzigarette umgekehrt allein in Deutschland für 110.000
Todesfälle pro Jahr sorgt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend,
gefährdet Menschenleben und erfordert dringend eine unverzügliche
Klarstellung, insbesondere auch in den Medien.”

Quellen und weiterführende Artikel
– New study: Not one vaping illness linked to legal e-cigarette pods
http://ots.de/NxwU2S und:
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc1913069
– CDC Finally Admits that Black Market THC Vape Carts are a Major
Culprit in Respiratory Disease Outbreak http://ots.de/QUul0J
– Tests show bootleg marijuana vapes tainted with hydrogen cyanide
http://ots.de/KpffNW und: http://ots.de/FoWiTW
– Why Vaping Devices Can’t be Blamed for US Outbreak of Lung
Illnesses https://theglobepost.com/2019/09/24/vaping-disease-us/
– The emotional and irrational hysteria in the US about the
“vaping-related” (or cannabis-related?) lung disease that goes far
beyond confirmation bias http://ots.de/78gPCG
– Responding to public health emergencies in an age of distrust: the
current lung damage epidemic in the United States
http://ots.de/OwIu0Y
– Dank Vapes, TKO and Other THC Vaping Brands Are Linked to
Illnesses, C.D.C. Says
https://www.nytimes.com/2019/09/27/health/vaping-illness-thc.html
– Most vaping-related lung injuries linked to marijuana products, CDC
says http://ots.de/4tFDyd
– Is Vaping Safe? Experten-Interview STV Scotland Tonight vom
26.09.2019 https://www.youtube.com/watch?v=fthHHuA4Qnw
– E-cigarette Product Use, or Vaping, Among Persons with Associated
Lung Injury – Illinois and Wisconsin, April-September 2019
http://ots.de/QrvU2T und: http://ots.de/Sd2q32

Pressekontakt:
Horst Winkler
VdeH Pressesprecher
horst.winkler@vd-eh.de

Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)
Französische Straße 12, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 20 188 377
Internet: https://vd-eh.de

Original-Content von: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH), übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 4. Oktober 2019. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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