AfD-Fraktion kritisiert die mangelnde Eigentragfähigkeit der Kunst?

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Die AfD-Landtagsfraktion hatte in einer Anfrage
die finanzielle Landesförderung der Komödie „Wenn der Kahn nach links
kippt, setze ich mich nach rechts“ kritisiert, die vom Rottweiler
„Zimmertheater“ unter der Leitung von Dr. Peter Staatsmann erarbeitet
und inszeniert wurde. Die Gemeinderatsfraktionen von Bündnis 90/Die
Grünen und SPD+FFR verurteilten daraufhin in einer Pressemitteilung
das Vorgehen der AfD-Fraktion. Der Antwort auf die Anfrage zufolge
finanzierte das Land dieses politische Staatstheaterstück
projektbezogen mit 28.000 Euro. Im Jahr 2017 erhielt das
„Zimmertheater“ aus Kreismitteln 14.500 Euro, aus Stadtmitteln
mindestens 101.000 Euro und aus Landesmitteln 68.900 Euro. Bei einem
Gesamtbudget von 372.815 Euro haben die Theaterzuschauer und die
Vereinsmitglieder gerade einmal rund 160.000 Euro zum Gesamtbudget
beigetragen. Das „Zimmertheater“ lockt demnach nicht genug Gäste ins
Haus, um die Hälfte der Kosten zu decken. Der AfD-Landtagsabgeordnete
und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Emil Sänze stellt nun die
Funktionsweise des Kunstbetriebes in Deutschland im Allgemeinen und
in Rottweil im Speziellen in Frage und bekundet, dass er gemeinsam
mit seiner Fraktion den „Zimmertheater“-Skandal tiefergehend
untersuchen wird.

Staatlich abhängige Kunstklientel

Der Staat sei nicht dafür da, Kunstschaffende auf Lebenszeit zu
alimentieren, so Sänze. „Das Verhältnis des Staates zur Kunst ist
einem Gestaltwandel unterlegen. Früher ist die Kunst vom Staat
unabhängig gewesen, heute ist sie fast schon in die Staatlichkeit
eingegliedert. Der Staat hat sich eine abhängige Künstlerklientel
geschaffen, die ihm der Abhängigkeit entsprechend politisch hörig
ist. So erklären sich die Politisierung der Kunst und ihre Tendenz
zur Umerziehung Andersdenkender.“

Kunst muss sich bei aller Freiheit auch an der Nachfrage
orientieren

Sänze toleriert einerseits die staatliche Kunstförderung und sieht
auch die Kritik an allen Parteien von der Kunstfreiheit gedeckt.
Andererseits kritisiert er aber die mangelnde Eigentragfähigkeit der
Kunst. Was nicht toleriert werden könne, sei die „Tatsache, dass die
Kunst an den Interessen der Bevölkerung vorbeiagiert.“ „Kunst muss
sich in erster Linie am aufnehmenden Markt und am Interesse der
Bevölkerung orientieren. Wo bleibt die Eigentragfähigkeit der
Kunst?“, so der AfD-Abgeordnete.

Persönliche Rachefeldzüge können keine Grundlage für staatliche
Förderung sein

Sänze gibt zu bedenken, dass „persönlich motivierte Rachefeldzüge
der Kunstschaffenden gegen den deutschen Konservatismus keine
Grundlage für staatliche Förderung“ sein könnten. Wenn
Kunstschaffende meinten, „Politik zu betreiben, sollten sie in die
Politik gehen, anstatt dünn besetzte Zuschauertribünen politisch
einseitig zu bespaßen.“ Glücklicherweise seien „die Bürger nicht so
dumm, um den täglichen linksmotivierten Marotten auf den Leim zu
gehen.“

Vom linksgrünen Mainstream gesteuerte Animosität selbsternannter
Künstler

Häufig seien Kunstschaffende Persönlichkeiten, „die selbst nichts
schaffen und niemals aus dem Schatten der eigenen Unfähigkeit
heraustreten können“, unterstreicht Emil Sänze. „Als Resultat kommt
dabei eine vom linksgrünen Mainstream gesteuerte Animosität
selbsternannter Künstler heraus. Wobei die selbsternannte Kunstelite
zu gern vergisst, dass sie sich von den Steuergeldern der hart
arbeitenden Bürger bedient, denen Zeit, Verständnis und Muse fehlt,
die ’staatsmännischen‘ Orgasmen eines Rottweiler Ensembles zu
ertragen.“

Weiteres Vorgehen der AfD-Fraktion im „Zimmertheater“-Skandal

Zum weiteren Vorgehen der Fraktion sagt Sänze: „Mit der
Beantwortung und der Beantwortungsweise des Antrages sind wir äußerst
unzufrieden. Die Landesregierung redet um den heißen Brei herum. Herr
Staatsmann hatte bisher immer den Mut gehabt, das Theaterstück in
Verbindung mit der AfD zu stellen. Inzwischen rudert das
‚Zimmertheater‘ zurück und spricht davon, dass das Theaterstück sich
allgemein mit Rechtspopulismus beschäftigt. Wir haben also voll ins
Schwarze getroffen und werden mit einer Großen Anfrage zur
staatsnahen Theaterförderung noch weiter in die Details gehen.“

Pressekontakt:
Klaus-Peter Kaschke, Lic. rer. publ.
Pressestelle der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 3
70173 Stuttgart
Telefon: +49 711-2063 5639
Klaus-Peter.Kaschke@afd.landtag-bw.de

Original-Content von: AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 10. Oktober 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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