„Akropolis von Dresden“

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Im Ostragehege laufen die Vorbereitungen für die OSTRALE“09, die 3. internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, auf Hochtouren. Die Vorjahresausstellung lockte innerhalb von zehn Tagen rund 8500 Besucher in das ehemalige Schlachthofgelände. In diesem Jahr öffnen die Veranstalter die Ausstellung erstmals für einen Zeitraum von über drei Wochen, sie beginnt mit dem Stadtfest am 14. August und endet am 6. September.

Ein griechischer Tempel – mitten im Ostragehege

Eine Besonderheit der OSTRALE ist, dass sie unterschiedliche Räume und Gebäude im Ostragehege sowie Ausstellungsbereiche im Außenraum künstlerisch besetzt und dadurch verbindet. Dem Trümmerberg zwischen Magdeburger Straße und Flutrinne kommt dabei im doppelten Sinn eine herausragende Bedeutung zu: Auf seinem Gipfel wird ab Anfang Juli ein klassischer Tempel nach dem Vorbild der Antike errichtet werden. Im Gegensatz zu den griechischen Vorbildern entsteht in der Friedrichstadt allerdings kein Steinbau für die Ewigkeit, sondern ein temporäres Gebäude aus Holz und Europaletten. Insgesamt werden 628 Europaletten verbaut.

Erdacht und entworfen hat den begehbaren Bau Matthias Korntheuer, ein Architekturstudent der TU Dresden. „Die Palette als Sinnbild des Warentransports in einer globalisierten Welt wird zum Baustein transformiert, aus dem sich die Replik eines antiken Idealbildes zusammensetzt. Das Sinnbild des Tempels als eines von idealer Schönheit und Zeit überdauernder Gültigkeit wird untergraben.“, so Korntheuer. Diese Sinntransformation spiegelt sich auch im Titel des Kunstwerkes wieder: Der Student hat sein Werk „Den Erbauern“ genannt, denn dieser Tempel wird keinem Gott gewidmet. Stattdessen schaffen sich seine Erbauer durch ihre Arbeit selbst ein Denkmal.

Der Tempel besitzt eine Grundfläche von rund 8 mal 16 Metern und ist knapp 5 Meter hoch. Durch seine exponierte Lage wird der Bau jenes Kunstwerk sein, welches der Besucher der OSTRALE“09 als Auftakt der gesamten Kunstausstellung wahrnimmt. Tagsüber ein vielbesuchter Ort der Begegnung, wird der illuminierte Tempel abends zum leuchtenden Signal, mit dem die OSTRALE der vielgerühmten Dresdner Nacht-Skyline einen neuen Glanzpunkt hinzufügen will. Zur Eröffnung der Ausstellung soll der Tempel fertig sein und (ein)geweiht werden.
Handwerker gesucht
Für alle Handwerker und handwerklich Begabten bietet sich eine einmalige Chance: Sie können sich mit Ihrem Know How an der Erbauung der „Akropolis von Dresden“ beteiligen. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, einem Tempel zu bauen? Die Arbeit erfolgt ehrenamtlich, die OSTRALE sorgt aber für die Verpflegung der Tempelbauer, außerdem wird auf Wunsch ein Arbeitszeugnis ausgestellt. Wer sich an der Aktion beteiligen will, meldet sich im Kunstzentrum OSTRALE bei Frau Andreas, Telefon: 2748574 oder 0172-3510568; Email: verena.andreas@ostrale-zentrum.de

Beitrag von auf 10. Juli 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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