?Als die Mauer fiel ? Hessen erinnert sich?

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Die Hessische Staatskanzlei plant im Gedenken an den Mauerfall und die friedliche Überwindung der SED-Diktatur vor 20 Jahren für Donnerstag, den 5. und Freitag, den 6. November 2009 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm in Wiesbaden. Dies kündigte Staatssekretär Dirk Metz, Sprecher der Landesregierung, anlässlich des 48. Jahrestages des Mauerbaus am 13. August 2009 an. „Untersuchungen zeigen, dass die Generation, die nach 1989 herangewachsen ist, ein lückenhaftes und zum Teil wirklichkeitsfernes Bild von der DDR hat“, sagte Metz. Ziel der Veranstaltungen sei es deshalb, über die sozialistische Diktatur sowie das mit ihr verbundene Leid aufzuklären und somit das Verantwortungsbewusstsein für die Demokratie zu schärfen.

Am 5. November wird Ministerpräsident Roland Koch im Museum Wiesbaden die Fotoausstellung „Barbara Klemm ? Mauerfall 1989“ eröffnen. Darüber hinaus werden Zeitzeugen über ihre Erinnerungen an den Mauerfall am 9. November 1989 berichten. Am 6. November sind verschiedene Veranstaltungen im Gebäude der Wiesbadener Casino-Gesellschaft vorgesehen. Am Vormittag soll sich ein Programm speziell an Schüler richten. Am Nachmittag folgt ein öffentliches Erzählcafé mit Zeitzeugen. Anschließend wird sich das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen präsentieren. Am Abend wird der Fußballtrainer Jörg Berger aus seinem Buch „Meine zwei Halbzeiten ? Ein Leben in Ost und West“ lesen und über seine Flucht aus der DDR sprechen. Anschließend wird der Kabarettist Vince Ebert auf das Thema Mauerfall eingehen.

„Das Programm bietet vielfältige und lebensnahe Zugänge zu den Themen Teilung, DDR, Mauerfall und Wiedervereinigung“, sagte Metz. Er erinnerte daran, dass die innerdeutsche Grenze und der sogenannte Todesstreifen auch die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen Hessen und Thüringen über Jahrzehnte hinweg zerschnitten. Der Mauerfall und die schnelle Hilfe der Hessischen Landesregierung unter Ministerpräsident Wallmann hätten dabei geholfen, die alte Partnerschaft beider Länder wieder aufleben zu lassen. Hessen hatte noch im Herbst 1989 ein Hilfspaket von 250 Millionen Deutscher Mark auf den Weg gebracht. Metz wies auf die vielfältige und fruchtbare Zusammenarbeit hin, die beide Länder heute in Wirtschaft, Politik und Kultur miteinander pflegen.

Er fügte hinzu, für das, was die Bürgerinnen und Bürger 1989 in der DDR mit ihrem friedlichen Protest erreicht hätten, verdienten sie die höchste Anerkennung. Es sei auch gerade ihnen zu verdanken, dass heute alle Deutschen in Freiheit und Demokratie leben könnten. Dies dürfe bei der jungen Generation nicht in Vergessenheit geraten.

Die Veranstaltungen der Hessischen Staatskanzlei sind Teil der Veranstaltungsreihe „Als die Mauer fiel ? Hessen erinnert sich“, die vom 25. Oktober bis 9. November 2009 in der Landeshauptstadt stattfindet. Veranstalter sind neben der Staatskanzlei das Kulturamt der Stadt Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Museum Wiesbaden, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hessisches Kultusministerium, Forum Wissenschaft + Kunst, Hessisches Statistisches Landesamt, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Katholische Kirche in Wiesbaden, Jüdische Gemeinde Wiesbaden, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Caligari Filmbühne, Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen und Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.. Nähere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter hessen.de.

Pressestelle: Staatskanzlei
Pressesprecher: Staatssekretär Dirk Metz, Sprecher der Landesregierung
Telefon: (0611) 32 39 18, Fax: (0611) 32 38 00
E-Mail: presse@stk.hessen.de

Beitrag von auf 12. August 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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