Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg) bei Dialyse-Shunts für Blutwäsche-Patienten weltweit führend (FOTO)

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Mit der Ergänzung um zwei neue, innovative Verfahren bietet das
Shuntzentrum der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg unter Leitung
von Dr. Robert Shahverdyan als erste und aktuell einzige Klinik
weltweit sämtliche Techniken zur operativen Anlage eines
Dialyse-Zugangs an. Die minimal-invasiven Methoden „Ellipsys“ und
„WavelinQ“ ersparen den Patienten nicht nur eine Operation, sie
versprechen auch geringere Komplikationsraten, langlebigere
Gefäßverbindungen und eröffnen Blutwäsche-Patienten so neue
Perspektiven mit höherer Lebenserwartung.

„Beide Verfahren sind eine entscheidende Weiterentwicklung der
Möglichkeiten für dialysepflichtige Patienten“, ist sich Dr. Robert
Shahverdyan sicher: „Sowohl Ellipsys als auch WavelinQ belasten
Patienten weniger und versprechen eine höhere Erfolgsrate als die
konventionelle Shunt-Chirurgie.“ Als arterio-venösen Shunt (englisch
für Kurzschluss) bzw. arterio-venöse Fistel bezeichnen Mediziner die
künstlich hergestellte Verbindung zwischen Arterie und Vene, die
Grundlage einer erfolgreichen Hämodialyse ist. Im Regelfall erfolgt
hierzu eine Operation mit Hautschnitt am Arm, in deren Verlauf der
Chirurg die Gefäße offen freilegt und verbindet. Dieses
konventionelle Operationsverfahren wurde vor mehr als 50 Jahren
entwickelt – und trotz relativ hoher Misserfolgsquoten und der
weltweit steigenden Zahl von Hämodialyse-Patienten bislang nicht
nennenswert weiterentwickelt.

Shunt ohne Schnitt

Das Ellipsys-System ersetzt die herkömmliche Prozedur durch einen
wesentlich schonenderen Eingriff: Ein spezieller Gefäßkatheter wird
in der Ellenbeuge aus unter Ultraschallsteuerung in den Arm
eingebracht – und zwar durch die Vene in die Arterie. Der besondere
Aufbau des Katheters ermöglicht es, beide Blutgefäße zusammenzuziehen
und mittels thermischer Energie innerhalb von wenigen Sekunden zu
verschmelzen. So entsteht in ca. 15 Minuten eine dauerhafte
Verbindung, ohne dass Fremdkörper wie Nahtmaterial oder ein Implantat
benötigt werden. Auch das WavelinQ-Verfahren kommt ohne Hautschnitt
aus: Hier werden zwei sehr dünne, magnetgestützte Katheter über eine
Punktion am Handgelenk und / oder am Oberarm unter Röntgenkontrolle
in die Unterarm-Gefäße eingebracht. Die Verbindung der Gefäße erfolgt
durch eine am Katheter-Ende angebrachte Elektrode, die
Radiofrequenzenergie freisetzt.

Dr. Shahverdyan konnte beide Verfahren als erster Gefäßchirurg
weltweit anwenden und war schnell von ihrem großen Potential
überzeugt: „Beide Techniken sind sehr elegant und geben unseren
Patienten eine zusätzliche Möglichkeit für einen Dialysezugang.
Insbesondere das Ellipsys-Verfahren zeichnet sich außerdem durch eine
erheblich kürzere Operationszeit von durchschnittlich 15 Minuten aus,
was bisher für eine Shunt-Neuanlage nicht vorstellbar war und wovon
vor allem Patienten mit komplizierten Begleiterkrankungen
profitieren. Darüber hinaus vermeiden wir die Verletzung des Gewebes
in der Nähe des Shunts, wodurch wir uns langlebigere,
funktionstüchtigere Shunts und geringere Komplikationsraten
erhoffen.“ Rund ein Drittel der im herkömmlichen Verfahren gelegten
arterio-venösen Fisteln verschließt sich innerhalb des ersten Jahres
nach Operation wieder – was eine Nachoperation erforderlich macht und
für Patienten mit einer hohen emotionalen Belastung einhergeht:
Schließlich ist der Shunt die Voraussetzung für die lebensnotwendige
Dialyse. Erste Studien zu beiden neuen Systemen deuten darauf hin,
dass die Erfolgsquote der minimalinvasiven Verfahren wahrscheinlich
höher ist. Weiterer Vorteil der innovativen Methoden: Der
„Reifeprozess“, der notwendig ist, bis ein Shunt so stabil ist, dass
er für den Dialysezugang genutzt werden kann, verkürzt sich deutlich.
„Dass der Patient ohne Narbe am Arm davonkommt, ist ein schöner
kosmetischer Nebeneffekt“, ergänzt Dr. Shahverdyan. Gemeinsam mit
seinem Team im Shuntzentrum der Hamburger Asklepios Klinik Barmbek
freut er sich, mit dem komplettierten Leistungsspektrum individuell
auf die Bedürfnisse aller Patienten eingehen zu können: „Von der
geplanten Shunt-Anlage bis zum Notfall-Eingriff, von der
Erstversorgung bis zur Aufdehnung verengter Shunts, von der
Standard-Prozedur bis zur modernsten Spezialversorgung komplizierter
Fälle: Unser Team ist nun für alles gewappnet.“ Neben dem
Erfahrungsschatz von rund 1.000 Dialysezugangs-Operationen im Jahr
profitieren die Patienten des Shuntzentrums auch von der engen
Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Asklepios Klinik
Barmbek: Mit Nephrologie (Nierenheilkunde) und Radiologie sind alle
Partner für eine erfolgreiche Diagnostik und Behandlung von
dialysepflichtigen Patienten vor Ort.

Hintergrund: Nierenversagen und Hämodialyse

Die Nieren sind für die Reinigung unseres Bluts verantwortlich und
mit ihrer Entgiftungsfunktion überlebensnotwendig. Dass heute immer
mehr Menschen an einem chronisch-terminalen Nierenversagen leiden,
ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Volkskrankheiten Diabetes und
Bluthochdruck zurückzuführen. Denn diese schädigen das Nierengewebe
dauerhaft, häufig zunächst unbemerkt. Mit sorgfältigem
Blutdruckmanagement, einer optimalen Blutzuckereinstellung und einer
nierenschonenden Lebensweise lässt sich der Verschlechterungsprozess
zwar verlangsamen – dennoch wird nach einigen Jahren meist eine
Dialyse, also der apparative Ersatz der Entgiftungsfunktion der
Nieren, nötig.

Das häufigste Nierenersatzverfahren ist die Hämodialyse. Hierbei
befreit eine künstliche Niere das Blut außerhalb des Körpers von
Schadstoffen und pumpt es in gereinigtem Zustand zurück in den Körper
– ein Prozess, für den betroffene Patienten in der Regel dreimal
wöchentlich ein Dialysezentrum aufsuchen müssen. Die Anlage eines
Shunts steht meist am Beginn der Dialyse-Pflicht. Denn erst die
künstliche Verbindung der Gefäße sichert, dass das zu reinigende Blut
mit genügend Geschwindigkeit und Druck in die externe Niere geleitet
wird. Weiterer Vorteil: Ohne Shunt müsste bei jedem Dialysevorgang
neu in ein passendes Blutgefäß gestochen werden – was die Gefäße auf
Dauer schädigen und die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen erhöhen
würde.

– Interview mit Chefarzt Dr. Robert Shahverdyan zur modernen
Shuntchirurgie auf dem Asklepios YouTube-Kanal:
https://youtu.be/qJY83H0Dqs0
– Website des Shuntzentrum Hamburg: http://ots.de/d1QVns

Pressekontakt:
Asklepios Kliniken
Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing
Tel.: (040) 181882-6636
E-Mail: presse@asklepios.com
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Beitrag von auf 8. Februar 2019. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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