Blasenschwäche: Auch die Blase kann trainiert werden

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Viele Menschen mit schwächelnder Blase gehen mehrmals am Tag
vorsorglich zur Toilette, auch wenn sie nicht müssen. Damit erreichen sie genau
das Falsche: Durch die häufigen vorzeitigen Toilettengänge wird die
Regulationsstörung der Blasenfunktion verschärft und die Blasenkapazität nimmt
immer weiter ab. Mit einem gezielten Blasentraining können die Betroffenen
gegensteuern.

Blasentraining: Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt vereinbaren die Patienten
feste Toilettenzeiten. Die Abstände werden so gewählt, dass die Betroffenen dem
Harndrang für kurze Zeit widerstehen müssen, bevor sie ihre Blase entleeren
dürfen. Schrittweise werden dann die Abstände zwischen den Toilettenzeiten
vergrößert. So gewöhnt sich die Blase nach und nach an größere Urinmengen und
der Harndrang setzt seltener und weniger plötzlich ein.

Toilettentraining: Für Patienten mit nachlassender Merkfähigkeit oder
erheblichen Bewegungseinschränkungen eignet sich ein Blasentraining nicht. Sie
sollten stattdessen ein Toilettentraining durchführen. Mit Unterstützung durch
eine Pflegeperson erlaubt diese Methode selbst sehr alten oder demenzkranken
Patienten einen würdevollen Umgang mit der Blasenschwäche. Denn anstatt nur auf
Inkontinenzvorlagen zu setzen, suchen die Betroffenen zu festen Zeiten die
Toilette auf. Anders als beim Blasentraining werden die zeitlichen Abstände so
gewählt, dass es gar nicht erst zu dem typischen überfallartigen Harndrang
kommt.

Beckenbodentraining: Der Beckenbodenmuskel ist der Verschlussapparat der Blase.
Ist er durch jahrelange Belastung, Geburten, Übergewicht oder chronischen Husten
geschwächt, hält er nicht zuverlässig dicht. Wenn hoher Druck auf den Bauchraum
ausgeübt wird, etwa beim Niesen, Joggen oder durch plötzlich einsetzenden
starken Harndrang, können ungewollt ein paar Tropfen Urin verloren gehen. Ein
Beckenbodentraining ist daher vorbeugend und therapiebegleitend auf jeden Fall
zu empfehlen. Übungsbeispiele und weiterführende Informationen gibt es bei der
Deutschen Seniorenliga unter www.dsl-blasenschwaeche.de.

Pressekontakt:
Deutsche Seniorenliga e.V.
c/o MedCom international medical & social communication GmbH
Dr. Heike Behrbohm
René-Schickele-Straße 10
53123 Bonn
0228 / 308210
0228 / 3082133
behrbohm@medcominternational.de
www.dsl-blasenschwaeche.de
www.deutsche-seniorenliga.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/32481/4446402
OTS: DSL e.V. Deutsche Seniorenliga

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Beitrag von auf 21. November 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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