Buch über Jenaer Psychiatriepatienten Hans Fallada

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Fallada, mit bürgerlichem Namen eigentlich Rudolf Ditzen, wurde in gutbürgerlichen Verhältnissen geboren, litt jedoch unter dem Verhältnis zum autoritären Vater. Mit 17 Jahren kam er nach Rudolstadt, wo er das Fürstliche Gymnasium besuchte. Mit seinem Freund Hanns Dietrich von Necker beschloss er am 17. Oktober 1911 einen als Duell getarnten Doppelsuizid zu begehen, bei dem der Freund starb. Ditzen überlebte schwer verletzt, wurde wegen Totschlags verhaftet und in eine psychiatrische Klinik in Jena eingewiesen. Die Anklage wurde bei Zuerkennung der Unzurechnungsfähigkeit fallen gelassen.

Der Jenaer Arzt Sebastian Lemke befasste sich in den vergangenen Jahren mit der Sichtung des Nachlasses und fand die Akte des Patienten Hans Fallada. Auch eine Biographie Falladas ist Bestandteil der Krankenakte über seinen stationären Aufenthalt 1911/1912 in der Jenaer Psychiatrie.

Das Manuskript des Lebenslaufes ist seit Jahren im Visier der Fallada-Forscher gewesen. In den 60er Jahren wies der damalige Direktor entsprechende Nachfragen mit dem Verweis auf die Schweigepflicht zurück. Seit den 80er Jahren galt die Akte als verschollen.

Der Greifenverlag bringt am 12. April 2010 nun das Buch von Sebastian Lemke unter dem Titel „Rudolf Ditzen – Hans Fallada – Lebenslauf eines Rudolstädter Gymnasiasten“ heraus, das sicher einen breiten Leserkreis finden wird.

Sebastian Lemke
„Rudolf Ditzen – Hans Fallada – Lebenslauf eines Rudolstädter Gymnasiasten“
Greifenverlag zu Rudolstadt und Berlin
Hardcover-Ausgabe
ISBN 978-3-86939370-4
Preis 9,90 EUR

Beitrag von auf 1. April 2010. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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