Der Slogan „ohne Fett“ treibt Verbraucher in ein Verwirrspiel

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Vor allem bunt muss es sein, dass ist nur eine Strategie der Süßwaren-Hersteller, um unsere Kleinen zu verführen. Für die Erwachsenen gibt es eine ganz andere Art der Verführung, sie wird auf der Vorderseite der Verpackung gut sichtbar platziert: „ohne Fett“. Diese Aussage richtet sich ganz speziell an Ernährungsbewusste, die noch an das Märchen glauben, Fett würde mehr auf den Hüften landen als der Zucker. Diese Meinung wird weiterhin von studierten Ernährungsexperten vertreten und spiegelt sich in den Diät-Programmen der diversen Frauenzeitschriften wider.
Es ist deshalb kein Wunder, dass die Nahrungsmittelindustrie in die gleiche Kerbe schlägt um noch mehr Profit aus den „Märchen“ heraus zu holen. Verbraucher werden weiterhin in die Irre geführt und glauben sich auf der sicheren und fettfreien Seite zu sein. Dieser Pfad leitet sie immer tiefer in das Verwirrspiel hinein, sodass auch andere Produkte mit der gleichen Aufschrift gekauft werden.
Jetzt stellt sich nur die Frage, warum haben wir in Deutschland so viele übergewichtige Menschen, wenn doch so auf Fett geachtet wird? Antwort: „Der Zucker ist der Buhmann“. Er ist verantwortlich für die Fettleibigkeit vieler kleiner und großer Leute und ist gleichzeitig mit verantwortlich zu machen für weitere gesundheitliche Folgeschäden, wie z.B. krankhafte Adipositas, Diabetes, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Darmerkrankungen bis hin zum Krebs.
In den verarbeiteten Lebensmitteln verbirgt sich nicht nur der Kristallzucker, sondern auch andere Zuckerarten können zum Einsatz kommen: Glukose, Fruktose, Galaktose, Saccharose, Laktose, Maltose, sowie Stärke aus Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Diese Aufreihung der verschiedenen Zuckerarten, nennt man auch Kohlenhydrate.
Die verarbeitende Industrie sollte sich mehr auf die Reduzierung der Kohlenhydrate konzentrieren, anstatt das Fett zu verdrängen. Das Fett allein macht nicht dick, sonst würden die Mastbetriebe den Schweinen Fett zu fressen geben und nicht stärkehaltiges Getreide, welches Zucker enthält. Der Leipziger Biochemiker, Prof. Birkenmeier sagt: „Eigentlich brauchen wir die Kohlenhydrate nicht, wohl aber Eiweiß und Fett.“ Weiter empfiehlt er die Kohlenhydrate zu reduzieren, um mögliche Krebszellen förmlich auszuhungern. Der gleichen Ansicht ist auch der bekannte Krebsforscher Dr. Johannes F. Coy. Er entdeckte das Gen „TKTL1“, welches Krebszellen aggressiv und wachsen lässt. Verantwortlich dafür sind Gärungsprozesse, die viel Zucker benötigen.
Der Verbraucher sollte sich nicht mehr in die Irre leiten lassen und beim Einkaufen vermehrt auf die Zutatenliste bestimmter Lebensmittel achten. Bis die Industrie sich umstellt ist noch ein weiter Weg und bis dahin werden wir, die Konsumenten noch vielen Verlockungen ausgesetzt sein. Mit dem Thema kohlenhydratarme Ernährung beschäftigen sich verschiedene Autoren: Jutta Schütz, Wolfgang Fiedler und Sabine Beuke.

Beitrag von auf 16. April 2010. Abgelegt unter Ernährung. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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