Deutschlands Kinder sind wahre Reiseprofis

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London/Berlin, 18. März 2009 – Wohin geht es in diesem Jahr während der Ferien? An die italienische Adriaküste oder in die Karibik? Vor rund 40 Jahren hätte sich diese Frage nicht gestellt, heute aber steht jungen Reisenden die ganze Welt offen. Das zeigt sich auch in ihrer Reiseerfahrung, denn Deutschlands Kinder und Teenager haben bereits im zarten Alter von 16 Jahren durchschnittlich sechs Länder besucht. Damit hat sich die Anzahl der von Kindern und Jugendlichen bereisten Destinationen im Vergleich zu deren Elterngeneration im gleichen Alter verdoppelt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des weltweit führenden Hotelbuchungsportals www.Hotels.com unter mehr als 500 deutschen Familien.

Afrika nach Europa meistbereister Kontinent
Deutschlands Kinder und Jugendliche überschreiten oft Grenzen – und zwar besonders häufig die europäischen. Während ihre Eltern mit 16 Jahren durchschnittlich lediglich drei Länder besucht haben, können heranwachsende Kosmopoliten heutzutage im gleichen Alter einen Reisekatalog von durchschnittlich sechs Ländern vorweisen. Am meisten wird innerhalb Europas gereist. 98 Prozent der heutigen jungen Jetsetter verbrachten ihre Ferien im europäischen Ausland, bei ihren Eltern waren es sogar 99 Prozent. Zwecks Horizonterweiterung geht es heute aber auch oft über die Grenzen des heimischen Kontinents hinaus. 20 Prozent bereisten schon einmal Afrika, es folgen Nord- und Südamerika (18 Prozent), Asien (12 Prozent) und Australien (sechs Prozent).

Heute: Generation Jetsetter
Heute ist eines der touristischen Hauptverkehrsmittel der reisenden Kinder und Teenager das Flugzeug. Dementsprechend haben sich auch die Reiseziele verändert, ein Drittel der Top Ten der bereisten Destinationen liegt mittlerweile außerhalb Europas. Die Spitze ist allerdings ähnlich wie vor 40 Jahren besetzt, mit Spanien (zwölf Prozent) und Italien (acht Prozent). Mit der Türkei wird bereits Platz drei von einem Reiseziel in Flugdistanz belegt, in dem sechs Prozent der deutschen Teenies schon mindestens einmal die Ferien verbracht haben. Die USA (fünf Prozent) liegen im Ranking ebenfalls weit vorn. Ägypten ist mit knapp vier Prozent die zweite außereuropäische Destination und platziert sich nach Frankreich (knapp fünf Prozent) auf Rang sechs. Platz sieben teilen sich mit je rund vier Prozent europäische Ziele, nämlich die Niederlande, Dänemark und Großbritannien. Schlusslicht ist Tunesien, mit zwei Prozent.

Damals: Mit dem PKW durch Europa
Wie in den 70er Jahren üblich, packte der deutsche Urlauber in Heinz Erhardt-Manier den VW-Käfer mit Kind und Kegel und startete einer Völkerwanderung gleich gen Süden. Elf Prozent der heutigen Eltern verbrachten ihre Ferien als Kinder oder Jugendliche in Italien, Platz zwei belegte Spanien (neun Prozent), gefolgt von den Niederlanden (sieben Prozent) sowie Frankreich und Österreich (je fünf Prozent). Auch Ungarn und Großbritannien (je vier Prozent) waren besonders attraktive Reiseziele, vor Polen und der einzigen außereuropäischen Destination, den USA, mit je drei Prozent. Schlusslicht der Reise-Top Ten war die Schweiz, mit zwei Prozent.

Massentourismus früher: 32 Prozent der Jugendlichen reisten bereits außerhalb Europas
Entgegen der Annahme, man sei in den 60er und 70er Jahren ausschließlich mit dem eigenen PKW, Bus oder der Bahn gereist, zeigte die heutige Elterngeneration bereits in ihrer Jugend eine hohe Affinität zu Flugreisen. Zwar sind sie quantitativ nicht so viel gereist wie ihre Sprösslinge im gleichen Alter, dafür aber ebenfalls recht weit. 32 Prozent der Teenager der 70er Jahre haben durch die Einführung großräumiger Düsenflugzeuge in den 60er Jahren und dem damit verbundenen Charterflugverkehr auch außerhalb Europas Urlaub gemacht. 13 Prozent verbrachten ihre Ferien in Nord- und Südamerika, nach Afrika ging es damals für elf Prozent der Heranwachsenden, gefolgt von Asien (fünf Prozent) und Australien (drei Prozent).

Diejenigen Reiseziele der Teenager von heute, die bei den befragten Eltern in deren Kindheit oder Jugend noch gar kein Thema waren, sind nach Angaben der Befragten vor allem solche des Mittleren Ostens, wie Pakistan, der Jemen oder auch Afghanistan. Aber auch Fernreiseziele wie die Dominikanische Republik, China, Jamaika oder Mauritius finden sich neu im Reiserepertoire von Kindern und Jugendlichen.

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