Die Hotels.com Reise-Etikette für Italien: La Dolce Vita ohne bitteren Nachgeschmack

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London/Berlin, 24. Februar 2009 – Italien, das ist Sommer, Sonne, Strand, Meer, köstliche Pasta und süße Desserts, kurz: „Dolce far niente“ in Reinkultur. Neben all den naturgegebenen Annehmlichkeiten sorgen natürlich auch die gastfreundlichen Italiener dafür, dass das südeuropäische Land zu den beliebtesten Reisezielen deutscher Urlauber gehört. Allerdings sollte man als Italientourist ein paar Dinge beachten, um die Gastfreundlichkeit der Italiener nicht auf die Probe zu stellen. Denn einige für uns normale Verhaltensweisen werden in Italien gänzlich missverstanden oder belasten gar die Urlaubskasse. Die Italien-Reise-Etikette von Hotels.com hat zusammengefasst, was „va bene“ und was „vietato“ ist.

Strand

• Zugegeben, in Italien sind die Temperaturen meist höher als hierzulande, und es ist auch sehr verführerisch, bei mehr als 30 Grad die Hüllen fallen zu lassen. Allerdings sollte man in Italien immer darauf achten, wo man sich gerade befindet, denn ein Hauch von Nichts ist ausschließlich am Strand erlaubt. In Restaurants sind Badehose und Bikini absolut tabu. Wer das nicht beachtet, wird in einigen Teilen des Landes sogar zur Kasse gebeten. Wer in Venedig auf öffentlichen Plätzen ein Strandoutfit trägt, muss mit Bußgeldern bis zu 200 Euro rechnen. Übrigens: Beim Besuch oder der Besichtigung einer Kirche sind bedeckte Schultern und ein Beinkleid Pflicht.

• Regeln gibt es aber nicht nur auf öffentlichen Plätzen, auch der Strandbesuch ist in Italien besonders stark reglementiert. Ein Fehlverhalten geht meist zu Lasten der Urlaubskasse – oder sogar des Urlaubs. Beachten sollten Touristen, dass man sich an einem italienischen Strand nur in Kabinen umzieht und, außer an gesondert ausgewiesenen Abschnitten, keine Tiere mit an den Strand bringt. Ebenso untersagt sind laute Musik, Zelten, am Strand übernachten oder ein offenes Lagerfeuer.

• Achtung bei einer hitzigen Liaison mit einem italienischen Casanova in den Dünen: Auch wenn in Italien „amore“ ganz groß geschrieben wird, sollten Urlauber ihre Leidenschaft zügeln. Denn so schön eine Romanze unter freiem Himmel auch sein mag, bei einem Schäferstündchen im Sand winkt eine Geldstrafe von bis zu 300 Euro oder sogar eine Haftstrafe bis zu zwei Jahren.

Land und Leute

• Touristen, die in dem schönen Land nicht durch unschöne Optik auffallen möchten, sollten sich schon beim Packen Gedanken darüber machen, welche Kleidungsstücke ruhig in der Heimat bleiben können. Im heimischen Schrank besser aufgehoben sind auf jeden Fall weiße Tennissocken gepaart mit braunen Ledersandalen, Feinripp-Muskelshirts, bauchfreie Tops und quietschbunte Shorts mit Gummizug. Italiener achten sehr auf ihr Äußeres, und lieben es, sich stilvoll zu kleiden. Da sollte man auch als Besucher nicht komplett aus dem Rahmen fallen.

• Ein kleiner Smalltalk mit den Einheimischen? Immer gern, denn die Italiener sind ein sehr kommunikatives Volk, das mit Vorliebe laut und gestenreich artikuliert. Beachtet werden sollte allerdings das Gesprächsthema, denn der stolze Südländer mag es gar nicht, wenn man sein Land kritisiert. Auch Themen wie der Zweite Weltkrieg, die katholische Kirche oder die Mafia sollten zum eigenen Wohlergehen lieber geschickt umgangen werden. Reden Sie lieber über Fußball, denn Sport verbindet und sowohl in Italien als auch in Deutschland sind Gespräche über das runde Leder ein Garant gegen langweiligen Smalltalk.

• Fühlen Sie sich nicht auf den Schlips getreten, wenn ein Italiener Sie im Gespräch unterbricht. Gesprächsüberlappungen sind bei den impulsiven Einheimischen durchaus üblich und gewollt. Wer einen Italiener im Gespräch immer ausreden lässt, bestätigt nur das Vorurteil deutscher Zurückhaltung und Distanz. Tun Sie sich also keinen Zwang an, Ihre Beiträge laut und deutlich zum Besten zu geben.

• Hat es an der Espresso-Bar mit dem Kennenlernen eines Italieners geklappt – Complimenti! Dann beeindrucken Sie diesen im Gespräch mit Ihren perfekten Umgangsformen, denn Italiener legen sehr großen Wert darauf, mit ihrem Titel angesprochen zu werden. Hat Ihr Gesprächspartner studiert, sprechen Sie ihn mit „Dottore“ an. Bei Lehrern ist die richtige Anrede „Professore“.

Kulinarisches

• Italien ist bekannt für seine kulinarischen Köstlichkeiten und die einladenden langen Abendessen mit der ganzen Familie. Interessanter Weise ist das Frühstück für den Italiener aber nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages, gefrühstückt wird eher spartanisch – mit einem Caffè und bestenfalls noch einem Cornetto dazu.

• Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder Caffelatte, der Caffè ist aus der italienischen Kultur nicht wegzudenken. Ein echter Italienkenner nimmt seinen Caffè lässig an der Bar lehnend ein. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wirkt man so wie ein Einheimischer, zum anderen schont dies auch die Urlaubskasse, denn am Tisch sitzend kann das gleiche Getränk wesentlich teurer sein. Frauen werden in Italien übrigens zum Kaffee eingeladen. Es gilt als sehr beleidigend, wenn die Signorine ihr Getränk selber zahlen müssen. Beim Abendessen werden die Rechnungen ebenfalls nicht getrennt bezahlt, hier gilt die Devise heute ich, morgen Du.

Übrigens

• Bei einem Urlaub in Italien sollten Sie immer etwas Kleingeld in der Tasche haben, denn in vielen hoch frequentierten Reisezielen muss man für fast alle Leistungen vor Ort gesondert zahlen. Zum Beispiel Venedig. Wer in der Lagunenstadt ein dringendes Bedürfnis verspürt, muss seit dem 1. Februar 2009 drei Euro für eine Toiletten-Tageskarte zahlen. Mit dem Obolus wird die Restaurierung von Baudenkmälern sowie das Ausbaggern der Kanäle finanziert. Bestellt man die „Pipi-Card“ allerdings online vor, kostet diese in der Nebensaison nur 1,50 Euro pro Tag. Online buchen vorab ist eben immer preiswerter.

Hoteltipps für den Italien-Aufenthalt gibt es unter: http://deutsch.hotels.com/hotel-italien/

Beitrag von auf 24. Februar 2009. Abgelegt unter Hotel & Gaststätten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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