Die Korrektur der Korrektur

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Faltenlos mit Botox
Asymmetrien nach Botox-Behandlungen lassen sich meist in einer zweiten Sitzung mit einer kleinen Nachkorrektur mühelos beheben. Beispielsweise der so genannte Mephistoblick, auch als Spock’s Eye bekannt: Dieser entsteht durch das zu starke Anheben der lateralen Augenbraue bei der Behandlung der Zornesfalte – mit zwei Anti-Spock-Pieksern werden die Konturen angepasst. Während zu stark abgesunkene laterale Brauen ebenso einfach wieder angehoben werden können, hilft nach einem behandlungsbedingten Absinken der gesamten Brauen nur das Warten bis die Wirkung des Nervengifts nachlässt. Glücklicherweise sind die Nebenwirkungen meist von deutlich kürzerer Dauer als die erwünschte Wirkung von Botox. Sollten nach eine Injektion darüber hinaus Schwellungen rund um die Augen auftreten, dann können diese mit Hilfe von manuellen Lymphdrainagen abgeschwächt werden.

Keine Angst vor Unterspritzungen mit Hyaluronfillern
Nach Unterspritzungen mit Hyaluronfillern müssen Patienten in der Regel nur mit leichten Nebenwirkungen in den behandelten Bereichen rechnen. Daher sollten kurzfristige Rötungen und eventuelle Blutergüsse bei der Planung des Behandlungstermins berücksichtigt werden. Die beschriebenen Folgen verschwinden jedoch sehr schnell und lassen sich meist mit etwas Make-up überdecken. In manchen Fällen ist auch bei der Unterspritzung mit Hyaluron eine Nachbehandlung notwendig, um eventuelle Unebenheiten nachzukorrigieren oder besonders ausgeprägte Falten sichtbar zu mildern.

Darüber hinaus kann Hyaluron bei Nichtgefallen mittels eines speziellen Enzyms, der Hyaluronidase, vollständig aufgelöst werden. Besonders bei Lippenvergrößerungen mit Schlauchbooteffekt, der bei einer Vielzahl von Patienten unerwünscht ist, kann dieses Problem relativ einfach rückgängig gemacht werden.

Wurden im Gegensatz die Lippen mit Kollagen- oder Calciumhydroxilapatit behandelt, dann kann man nur warten, bis das Material vom Körper auf natürliche Weise abgebaut wird, da hier keine auflösenden Substanzen zur Verfügung stehen. Permanente Filler wie Silikon werden kaum oder gar nicht abgebaut und können bei Nichtgefallen oft nur operativ entfernt werden. Zu eher zweifelhafter Berühmtheit kam in diesem Zusammenhang vor einigen Jahren ein Filler mit Acrylhydrogel. Oft erst Jahre nach der eigentlichen Injektion bildeten sich Knötchen unter der Haut, die bei betroffenen Patienten operativ entfernt werden mussten. Mit neuen Behandlungskonzepten bestehend aus Kortisoneinspritzungen und der Anwendung von milden Tiefenlasern, die mit Ultrahochfrequenz ins Bindegewebe dringen, ohne die Haut zu verletzen, können in jüngster Zeit sehr häufig ähnliche Verkapselungen auflösen. Für eine erfolgreiche Behandlung sind jedoch mehrere Sitzungen notwendig.

„Kleiner Eingriff – kleine Wirkung! Großer Eingriff – große Wirkung!“…
…so lautet das Credo vieler plastischer Chirurgen. Da es sich mit den unerwünschten Nebenwirkungen allerdings genauso verhält, geht der Trend bei vielen Dermatologen zu sanften, natürlichen Methoden, um die dem Alter entsprechende Schönheit zu bewahren. So lassen sich für lange Zeit sehr schöne Ergebnisse erzielen. Beispielsweise haben die Lipolyse mit der Fett-weg-Spritze, das apparative Auflösen des Fetts mit Hochfrequenzströmen (Accent) und in jüngster Zeit die Cryolipolyse, bei der Fett einfach mit Kälte weggeschmolzen wird, zum großen Teil operative Fettabsaugungen ersetzt.

Dort wo weiterhin Fettabsaugungen indiziert sind, wird heutzutage auf Vollnarkosen weitestgehend verzichtet und stattdessen die risikoarme Fettabsaugung in Tumeneszenzanästhesie durchgeführt. Diese spezielle Form der örtlichen Betäubung erlaubt den Einsatz von nur noch 2 mm dicken Kanülen und minimiert das Risiko von Embolien oder Thrombosen. Weitere Vorteile dieser speziellen Methode: Innere Organe können nicht mehr verletzt werden und die Ergebnisse sind deutlich besser als noch vor einigen Jahren.

Nichtsdestotrotz sind je nach behandelndem Arzt immer noch zwischen 5 und 20 Prozent der Patienten mit dem Ergebnis unzufrieden. Häufig scheuen sich die Patienten jedoch vor einer korrigierenden zweiten Absaugung. Teilweise ist eine solche Nachbehandlung auch nicht möglich, wenn beim ersten Mal bereits sehr viel abgesaugt wurde oder narbige Verziehungen entstanden sind. In solchen Fällen können überschüssige Fettanteile mittels Lipolyse mit der so genannten Fett-weg-Spritze einfach aufgelöst werden. Unschöne Dellen werden entweder mit aufwändig gewonnenem Eigenfett Schritt für Schritt aufgefüllt oder einfach mit einem volumengebenden Hyaluronfiller wie Macrolane korrigiert.

Nur in den seltensten Fällen strafft sich die Haut nach einer Fettabsaugung nicht wie gewünscht oder es bestehen weiter Cellulitebereiche. Mit sanften High-Tech-Geräten wie dem Hochfrequenzgerät Accent oder mit Hilfe der Endermologietechnologie K6 können in wenigen Sitzungen hier deutliche Verbesserungen erreicht werden.

Der bereits erwähnte volumengebende Hyaluronfiller Macrolane wird inzwischen nicht nur für reine Brustvergrößerungen sondern auch zum Fein-Tuning nach operativen Brustvergrößerungen eingesetzt. Asymmetrien, Unregelmäßigkeiten, störende Übergänge oder durchscheinende Silikonkissen lassen sich mit Macrolane in ein bis zwei Sitzungen ohne weiteren operativen Eingriff ausgleichen.

Grundsätzlich eignen sich diverse Hyaluronfiller, die je nach Indikation individuell für jeden einzelnen Patienten gewählt werden, oft zur Korrektur nach ästhetischen Eingriffen. Asymmetrien nach Augenlidstraffungen können bei geringer Ausprägung mit einer Restylane Perlane-Injektion unter die Brauen ausgeglichen werden. Während Hohlwangen und unnatürliche Straffungslinien nach Liftings mit Restylane Sub-Q aufgefüllt werden und so die Patienten ein natürlich wirkendes Aussehen zurückgewinnen.

Nie wieder unschöne Narben
Nach jedem Schnitt entsteht eine Narbe. Leider nicht immer wird diese strichförmig und fast unsichtbar oder kann im Haar oder Köperfalten versteckt werden. Manchmal sind auch nach kosmetischen Eingriffen Narben sichtbar, verdickt oder gerötet. Mit Kryotherapie und Kortisoneinspritzungen lassen sich wulstige Narben meist in wenigen Sitzungen deutlich abflachen. Eine weitere Behandlungsmethode ist die fraktionierte Photothermolyse: Hierfür werden kleinste Löcher in die Haut geschossen und die Haut wird gestrafft und Narben geglättet. Erstaunliche Erfolge können vor allem bei flächigen, spannenden Narben mit Radiofrequenzgeräten erreicht werden. Rötungen werden mit einem KTP-Laser aufgehellt.

Beitrag von auf 21. April 2010. Abgelegt unter Beauty & Körperpflege. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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