Dürfen Journalisten Fehler machen?

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Busdorf-04.03.2009

Jens Petersen und seine Bücher!

Die Sprachpanscher-…und andere Polemiken, Glossen, Texte

Es reicht. Ich habe die Nase voll. Ich bin genervt. Ich habe die Faxen dicke.
Goethe, Schopenhauer, Nietzsche, Thomas Mann, die Gebrüder Grimm oder – etwas aktueller – Günter Grass sind Namen, die die deutsche Sprache geprägt haben, die sich eines Instruments bedient haben, das uns nicht zuletzt auch dank der überragenden Fähigkeiten dieser Menschen im Umgang mit ihm in hoher Präzision dienlich sein kann.
Die deutsche Sprache ist schwer zu erlernen, das ist eine Binsenweisheit. Wer sie aber beherrscht, wie die oben angeführten Beispiele, der bereitet nicht nur mir großes Vergnügen. Ein gutes Buch zu lesen kann eine große Wonne sein (wann hat eigentlich zuletzt jemand dieses Wort benutzt?). Ein schlechtes Buch, ein unsauber recherchierter oder lektorierter Zeitungsartikel hingegen landet im besten Falle im Papierkorb und gerät ganz schnell in Vergessenheit.
Leider scheint dieses Schicksal aber auch das Präzisionsinstrument Sprache zu treffen. Wir sind dabei, in einer einzigen Generation einige Jahrhunderte Hochdeutsch leichtfertig zu verspielen. Zeitungen werden schlampig geschrieben und gelesen, Schundbücher überschwemmen den Markt (wer braucht eine Biographie von Dieter Bohlen?). Und dank der Segnungen der Technik findet Kommunikation heute zunehmend online statt, verbunden mit der uns zunehmend ereilenden Sprachkatastrophe.
Nehmen Sie dieses Büchlein wie es ist: Vielleicht das letzte Aufbäumen gegen die längst nicht mehr zu stoppende Verwurstung des Kulturguts deutsche Sprache

Rettet der Deutsch! – Die Rückkehr der Sprachpanscher – jetzt sind die Promis dran…

Sie sind wieder da, die Sprachpanscher (eigentlich waren sie auch nie „weg“)! Nur ein knappes halbes Jahr nach dem Erstling hat Autor Jens Petersen wieder so viel Material gesammelt, dass es für ein weiteres Buch zum Thema reicht. Und diesmal trifft es auch die Promis! Politiker, Sportler, Journalisten – niemand ist vor den sprachlichen Nachstellungen des Autors sicher. Rund 150 Namen umfasst allein das Namensregister am Ende des Buchs – Beleg dafür, dass Jens Petersen diesmal auch nicht vor großen Namen Halt macht.
Götz Alsmann etwa taucht weit vorne auf; ein Schwerpunkt sind diesmal allerdings Sportler und Sportjournalisten wie „Jogi“ Löw, „Kalli“ Feldkamp, Steffen Simon, Günter Netzer, Berti Vogts oder Rolf „Töppi“ Töpperwien. Auch Magazine wie Stern oder Spiegel sind diesmal „dran“ – und natürlich finden auch die „Stars“ des Erstlings wieder „liebevolle“ Berücksichtigung.
Zwischen den Zeilen bleibt aber, bei allem Spott, bei aller Ironie, bei allem Zynismus Eines stets les- und erkennbar: die Liebe zur deutschen Sprache, die den Autor umtreibt, und die bei seinem eigenen Umgang mit ebendieser sehr viel Sorgfalt erkennen lässt.
Beide Bücher wurden vom Verlag: tredition, Hamburg veröffentlicht.

Der Autor und Schriftsteller: Jens Petersen,
wurde 1959 geboren und ist ein bekennender Schleswiger. Nach dem Abitur an der Staatl. Domschule in Schleswig 1978 führte ihn sein Studium nach Kiel, Manchester und Flensburg.
Er schlug sich jahrelang überwiegend als Journalist durchs Leben, arbeitete für Tageszeitungen, Wochenblätter, Illustrierte, Sportzeitschriften, Computerfachblätter und Radio Schleswig-Holstein (R.SH).
Neben der journalistischen Karriere hatte Petersen ein zweites Standbein, seine „Pearson Brother$ Band“. Mit ihr tobte einen Festivalsommer lang ein Partyhurrikan sondergleichen über Norddeutschlands Bühnen. Noch heute sieht sich der Sänger und Texter der Band als den „wohl meist unterschätzten Rocklyriker im deutschsprachigen Raum“.
Heute verdient Jens Petersen seine Brötchen doch noch als Lehrer: an der Auenwaldschule Böklund. Er ist verheiratet und hat einen Sohn und einen Enkel.

Beitrag von auf 5. März 2009. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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