Ein Silberstreif am Horizont

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18. November 2008

Frankfurt. Nach einem schwachen Start im ersten Halbjahr 2008 als Folge der Finanzkrise lassen die jüngsten Entwicklungen bei Christie + Co im vierten Quartal wieder Hoffnung aufkeimen. War in der ersten Jahreshälfte das Transaktionsvolumen im Hotelimmobilienmarkt um rund 60 Prozent eingebrochen, stimmt die aktuelle Transaktionsbilanz des europäischen Marktführers für Hotelimmobilien wieder optimistischer.

So verkaufte Christie + Co im Auftrag von Queens Hotels Deutschland ein Portfolio von vier Hotels an eine israelische Hotelgesellschaft. Zwei der Objekte befinden sich in Köln, eines in Düsseldorf und eines in Kassel. Die Hotels werden vom Investor selbst im Rahmen eines Franchise-Vertrages unter den Marken Four Points und Best Western geführt. Das Portfolio hat eine Gesamtzimmeranzahl von 480.

Außerdem begleitete Christie + Co kürzlich die Veräußerung des Mercure Hotels in Berlin-Hennigsdorf mit 150 Zimmern sowie des Mercure Hotels Hannover mit 220 Zimmern für zwei von der Euro Asset Management GmbH betreute Fondsgesellschaften. Das Objekt in Hannover umfasst neben dem Hotel auch ein angrenzendes Bürogebäude mit circa 6 000 Quadratmetern Fläche. Beide Hotels werden weiterhin als Franchise unter der Accor-Marke Mercure betrieben. Auch der Käufer dieser beiden Hotels ist eine israelische Hotelkette.

Als ein Ergebnis dieser Transaktionen hält Philipp Kraneis, Head of Investment Germany, fest, dass sich die schwierige Refinanzierungssituation und niedrige LTVs begrenzend auf die Kaufpreis-Multiplikatoren auswirkten. Für die nähere Zukunft prognostiziert Kraneis: „Auch wenn der Leitzins in den kommenden Wochen wie angekündigt gesenkt werden sollte, sehen wir die Faktoren für langfristige Pacht- bzw. Mietverträge um bis zu 50 Basispunkte niedriger als noch im Vorjahr. Sollten sich die Kaufpreisvorstellungen von Käufer und Verkäufer jedoch wieder stärker annähern, sind auch in diesen Zeiten im Hotelinvestmentmarkt Transaktionen möglich.“ Das beweist die Veräußerung des Mercure Hotels in Remscheid an einen dänischen Investor, die Christie + Co im Auftrag des Eigentümers begleitete. Das Hotel mit 116 Zimmern wird im Rahmen eines Langzeitpachtvertrages mit der New Gen Hotels AG unter der Marke Mercure betrieben.

Spektakuläre und großvolumige Portfolioverkäufe werden wohl jedoch auch 2009 eher die Ausnahme bleiben. Wahrscheinlicher dagegen ist eine Zunahme von Einzeltransaktionen, wobei das Angebot dann aus den Portfoliobereinigungsaktivitäten der Asset-Manager resultieren sollte, die um eine Optimierung der in den letzten beiden Jahren erworbenen Immobilienpakete bemüht sind. Diese Einzeltransaktionen werden dann auch aufgrund des geringeren Volumens einfacher zu refinanzieren sein. Ferner zeichnet sich auch künftig ein Wechsel der Akteure hin zum langfristig denkenden Investor ab. Das bestätigt auch Philipp Kraneis: „Die Käufer in den kürzlich von uns verhandelten Transaktionen sind allesamt liquide Kunden mit langfristiger Perspektive und durchdachtem Konzept“, resümiert er.

Beitrag von auf 20. November 2008. Abgelegt unter Hotel & Gaststätten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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