Emil Pirchan – einer der großen Universalkünstler Österreichs wiederentdeckt

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Buchpräsentation im Rooftop der Wiener Klimt-Foundation

Der in Kooperation mit der Klimt-Foundation herausgegebene Prachtband über Emil
Pirchan wurde am Montag vor zahlreichen Vertretern der Wiener Kunst- und
Museumsszene präsentiert. Peter Weinhäupl und Sandra Tretter begrüßten die
Laudatoren des Abends: Beat Steffan, Herausgeber und Enkel von Emil Pirchan,
Julia Knapp vom Nimbus Verlag sowie René Grohnert, Direktor des Deutschen
Plakatmuseums im Museum Folkwang in Essen.

Dachbodenfund als Ausgangspunkt aller Forschungen

Es ist das sprichwörtliche Märchen vom Fund auf dem Dachboden. Schauplatz: ein
Züricher Einfamilienhaus. Gegenstand: eine größere Anzahl alter Kisten. Inhalt:
Der Nachlass eines Mannes, der ein Universalkünstler war: zuerst Architekt, dann
Innenarchitekt und Designer, Gebrauchsgrafiker, Plakatkünstler, Bühnenbildner,
daneben natürlich auch Zeichner, Maler und Autor – und zwar nicht als fröhlicher
Dilettant, sondern als anerkannter Vertreter seiner Fächer. Die Rede ist von
Emil Pirchan (1884-1957), der so vieles rasch hintereinander und auch wieder
gleichzeitig machte, dass die gesetzte Kunst- und Theatergeschichte nicht
hinterher kam und das offizielle Kulturleben es schließlich dabei bewenden ließ,
eine Gasse in Wien nach ihm zu benennen. Zum Fund gehörten Skizzenbücher,
grafische Arbeiten, Bühnenbildentwürfe, biografische Materialien und eine
umfangreiche Bibliothek. Die Entdeckung auf dem Dachboden gab Beat Steffan, dem
Enkel des Künstlers, nun Anlass zu einer Expedition in Emil Pirchans kreative
Welt.

Hunderte Werke in Beständen des Wiener Theatermuseums entdeckt

Es stellte sich zudem heraus, dass ein größerer Bestand im Theatermuseum Wien
ruht, neben Plakaten in einschlägigen Sammlungen wie dem Stadtmuseum München
oder dem Museum Folkwang in Essen. Ein Forscherteam hat in den letzten Jahren
den Versuch unternommen, das Material zu ordnen, zu erfassen und aufzubereiten.
Das Ergebnis ist ein farbenprächtiger Band, der eine ganze Epoche der deutschen,
österreichischen und tschechischen Kulturgeschichte in ungeahntem
Facettenreichtum wieder erlebbar macht.

Pirchan-Ausstellung im Frühjahr 2019 im Folkwang Museum in Essen

Das für seine weltberühmte Expressionismus-Sammlung bekannte Folkwang Museum in
Essen widmet dem Universalkünstler von 22. Februar bis 5. Mai 2019 eine
Retrospektive mit dem Titel: „Emil Pirchan: Plakat – Bühne – Objekt“. Seinem
Vater, Emil Pirchan dem Älteren, widmet das City Museum Brno in der Festung
Spilberk von 21. März bis 23. Juni 2019 eine Ausstellung. Interessierte
Kulturjournalisten akkreditieren sich bitte unter office@klimt-foundation.com
für weitere Infos zur geplanten Pressereise.

Die Publikation: Emil Pirchan. Ein Universalkünstler des 20. Jahrhunderts

Der präsentierte Bildband erschien jeweils in einer deutschen und englischen
Ausgabe im Schweizer Nimbus Verlag und ist ab sofort das maßgebende Referenzwerk
über den Künstler Emil Pirchan, der 1942 auch Bücher über Hans Makart und Gustav
Klimt verfasste.

Publikationsdaten

Beat Steffan (Hrsg.): Emil Pirchan. Ein Universalkünstler des 20. Jahrhunderts
(http://www.nimbusbooks.ch/buch/emil-pirchan). Mit Beiträgen von René Grohnert,
Kurt Ifkovits, Barbara Lesák, Jitka Ludvová, Christiane Mühlegger-Henhapel,
Sonja Pisarik, Julia Preisker, Daniel Resch, Katja Sebald, Beat Steffan,
Alexandra Steiner-Strauss. Pappband, Fadenbindung, 168 Seiten, 300
Illustrationen. Verlag Nimbus, Wädenswil am Zürichsee, 2018;
Verlagskoordination: Julia Knapp; Grafik: Maximilian Sztatecsny, SZT Gestaltung,
Wien; Preis: EUR 44,- / ISBN 978-3-03850-042-1. In Kooperation mit: Museum
Folkwang, Essen; Theatermuseum Wien; Klimt-Foundation, Wien.

Kontakt:
Gustav Klimt | Wien 1900-Privatstiftung (Klimt-Foundation)
Breite Gasse 4, 1070 Wien
presse@klimt-foundation.com,www.klimt-foundation.com

Museum Folkwang
Museumsplatz 1, D-45128 Essen
presse@museum-folkwang.essen.de,www.museum-folkwang.essen.de

NIMBUS. Kunst und Bücher AG
Villa zum Abendstern, Bürglistraße 37, CH-8820 Wädenswil
verlag@nimbusbooks.ch,www.nimusbooks.ch

Original-Content von: Gustav Klimt | Wien 1900 – Privatstiftung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 28. November 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Museen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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