Flachdächer schaffen viele Vorteile

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Das Flachdach hat einen schlechten Ruf und es kursieren zahlreiche Geschichten vom undichten Flachdach unter Bauherren, Architekten und Planern. Dabei hat das Flachdach eine lange Tradition – und ist auch heute noch dazu geeignet, ein Haus dicht, sicher und komfortabel zu halten. „Schon in Antike, Mittelalter und Renaissance sind Flachdächer bei vielen Gebäuden eingesetzt werden. Zum Teil halten sie bis heute noch, das sehen wir beispielsweise bei Wehrtürmen von mittelalterlichen Burgen“, weiß Dachdecker- und Klempnermeister Harry Bähren, Inhaber von Bähren Bedachungen aus Mönchengladbach (www.baehren-bedachungen.de).

Er stellt heraus: „Ist ein Flachdach heute nicht dicht, liegt das nicht an der Dacharchitektur an sich. Sondern in der Regel, das zeigt die Praxis immer wieder, an schlecht gewählten Baustoffen und unzureichenden handwerklichen Leistungen.“

Mit seinem zwölfköpfigen Team führt Harry Bähren regelmäßig Flachdach-Sanierungen durch und errichtet diese Dächer auch bei Neubauprojekten. Der Handwerksunternehmer ist von den Vorteilen der Dächer, deren Neigungswinkel zehn Grad nicht überschreitet, überzeugt. „Im Gegensatz zu einem Steildach kann ein Flachdach begrünt werden – Dachgärten sind das Stichwort. Dadurch haben Bauherren, Eigentümer und Immobilieninvestoren die Möglichkeit, beispielsweise in engen, dicht bebauten urbanen Räumen, Mini-Biotope in luftiger Höhe und damit eine eigene natürliche Klimaanlage zu schaffen“, sagt der erfahrene Dachdecker. Messungen zeigten Temperaturunterschiede von zehn Grad an der Oberfläche im Vergleich von begrünten mit unbegrünten Dächern in den Mittagsstunden der Sommermonate auf. Daher könnten begrünte Dächer vor allem die hohe Aufheizung in der Tagesmitte des Sommers abmildern.

Auch andere architektonische Gestaltungsmöglichkeiten stehen bei Immobilien mit Flachdach offen. „Dazu gehört auch die Dachterrasse. Diese kann, wie der Dachgarten, nur auf einem Flachdach gebaut werden. Oder Solaranlagen. Diese Form der Energiegewinnung zur Selbstnutzung und des Investments lässt sich durch ein Flachdach vom Boden aufs Dach verlegen. Das schafft eine neue Raumnutzung“, sagt Harry Bäden. Auf einem Steildach könnten freilich auch Solarzellen angebracht werden, aber die Möglichkeiten seien eben begrenzt. Ebenso könne ein Flachdach dazu genutzt werden, zusätzlichen Wohn- oder Stauraum zu gewinnen, indem das ursprüngliche Flachdach durch ein Steildach aufgestockt werde.

Der Mönchengladbacher Dachdecker- und Klempnermeister stellt deshalb heraus, dass er keinen Grund für den schlechten Ruf des Flachdaches sehe. „Ein Flachdach der heutigen Generation steht in seiner Lebenserwartung keinem Steildach nach, weder bei der Neuerrichtung noch bei einer Sanierung. Grundvoraussetzungen sind aber – wie bei jedem Dach – die professionelle und fachgerechte Planung und Errichtung durch einen qualifizierten Dachdeckerbetrieb und die ebenso qualifizierte regelmäßige Dachwartung“, betont Harry Bähren. Dies sei entscheidend, um die Möglichkeiten des Flachdachs wirklich über viele Jahre nutzen zu können – gerade dann, wenn Dachgarten, -terrasse oder Solaranlage installiert werden solle. Fachunternehmen des Dachdeckerhandwerks seien die einzigen Betriebe, denen die Erstellung von Flachdächern erlaubt seien.

Beitrag von auf 12. Juni 2018. Abgelegt unter Haus & Garten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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