Gemeinsame Sache unterwegs – 12.12.2009 in Bruchhausen-Vilsen

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Beim Akustikkonzert „Gemeinsame Sache“ am 12. Dezember in Bruchhausen-Vilsen spielt Heinz Rudolf Kunze an der Seite von Purple Schulz. Unterstützung bekommen sie von Wolfgang Stute, Musiker und Freund von Heinz Rudolf Kunze sowie Josef Piek, langjähriger Begleiter und Gitarrist von Purple Schulz. Es ist eine etwas leisere Gangart der musikalischen Darbietung trotzdem kommt Stimmung auf. Die ersten Töne erklingen um 20 Uhr in der Mensa.

Kunze hat diese intime Art des Konzertes schon immer geschätzt, er kann seinem Publikum näher sein (und umgekehrt), die leisen Töne kommen besser zur Geltung. Und immer häufiger leistet er sich in den letzten Jahren diesen Luxus. Durch die zufällige Zusammenarbeit mit Purple Schulz ist ein sehr eingängiges, unterhaltsames Programm entstanden. Im Programm wird viel Altbekanntes und fast Vergessenes aus über 25 Jahren beider Künstler, aber auch einiges Aktuelles dargeboten.

Karten gibt es ab 28 Euro im Vorverkauf. Tickets gibt es bei Nordwest-Ticket, Tourismusservice am Bahnhof, Buchhandlung Meyer (beide Bruchhausen-Vilsen), Garbs am Markt in Kirchweyhe, Fotostudio Scholz in Hoya und im Internet unter www.das-magazin-online.de.
Quelle: Andree Wächter / Veranstaltungsservice Michael Sommer

Facts:
Seit Anfang der 80er Jahre ist Heinz Rudolf Kunze eine Inbegriff für Deutschrock. Im Sog von Marius Müller-Westernhagen und Udo Lindenberg schafft er 1981 den Durchbruch. Beim Akustikkonzert „Gemeinsame Sache“ am 12. Dezember in der Mensa Bruchhausen-Vilsen spielt er an der Seite von Purple Schulz. Bekannt wurde Schulz durch die Neue Deutsche Welle.

Der Veranstaltungsservice Michael Sommer und der Kultur- und Kunstverein (kuk) präsentieren das Konzert, bei dem die beiden Musiker Unterstützung von Josef Piek und Wolfgang Stute bekommen. Karten gibt es ab 28 Euro im Vorverkauf. Karten gibt es bei Nordwest-Ticket, Tourismusservice am Bahnhof Bruchhausen-Vilsen, Buchhandlung Meyer, Garbs am Markt in Kirchweyhe und Fotostudio Scholz in Hoya.

Heinz Rudolf Kunze hat im Januar sein 28. Album veröffentlicht. Unter dem Namen „Protest“ ist es im CD-Regal zu finden. Der Titel ist auch eine Wertschätzung des Bob Dylon-Fan an sein Vorbild. „Auf die Frage: Warum machen sie keine Protestlieder mehr? Antwortete Dylon: ´Alle meine Lieder sind Protestlieder.´ Diese Antwort fand ich gut“, sagte Kunze. „Ich fand die offensive Verwendung des Wortes Protest charmant. Jedes Lied das gelungen ist setzt ein Zeichen“, ergänzte der Osnabrücker.

In den 28 Jahren hat der Germanist Kunze nicht nur Lieder geschrieben. Bereits seit den 70er Jahren schreibt er Bücher. „In eine Betätigung bekomme ich nicht alles rein. Ich schreibe sehr viel. Das ist nicht alles reim- oder singbar, dann kommt es in ein Buch.“ Weiterhin beschäftigt sich Kunze mit der Theaterwelt. In den 80er und 90er Jahren übersetzte er Musicals. Diese Vielfalt braucht der Osnabrücker, denn „Musik würde als Format das alles was ich mache nicht fassen können.“

Das Heinz Rudolf Kunze und Purple Schulz ihr Hobby Musik zum Beruf machen konnten, verdanken sie Udo Lindenberg. Er war einer der ersten, der Deutschrock salonfähig gemacht hat. „Udo ist eine Art großer Bruder für mich“, sagte mit stolzer Stimme Kunze. Ergänzte aber: „In Nürnberg gab es parallel dazu eine Band mit dem Namen „Ihre Kinder“. Sie haben genauso früh auf deutsch gesungen wie Udo, sind aber nie berühmt geworden.“
Mit zwei Ausnahmen ist Heinz Rudolf Kunze immer der deutschen Sprache treu geblieben. Es brachte ihm den Titel Mister Deutschrock ein. Kunze: „Man kann sich die Stempel nicht aussuchen, aber es gibt schlimmere.“ In diesem Zusammenhang wird dem Mann mit Brille häufig nachgesagt, dass er sich zusammen mit anderen deutschen Alt-Rockern lautstark für das Deutsche Rock Radio-Projekt einsetzt. Es verfolgte das vordergründigen Ziel, deutschen Musikernachwuchs zu fördern und Formaten eine Alternative entgegenzuhalten. „Das ist eine Legende von der ich nicht weiß, wo sie herkommt“, entgegnete der 58-Jährige. „Würde mich lieber dafür einsetzten, dass der Rockpalast eine besseren Sendeplatz im Fernsehen bekommt. Stehe gerne als Co- Moderator und Alan Bangs als Moderator zur Verfügung“, so Kunze weiter.

Bevor es soweit ist tritt Heinz Rudolf Kunze zusammen mit seinem Freund Purple Schulz in Bruchhausen-Vilsen auf. „Purple ist vom Charakter und Temperament her das Gegenteil von mir. Auf der Bühne haben wir viel Spaß und ich begleite ihn gerne.“ Beim Konzert „Gemeinsame Sache“ teilen sie sich die Auftrittszeit. Sie kennen sich seit über 20 Jahren. „Auch wenn wir uns schon so lange kennen, bekommt man ihn selten zu sehen“, sagte Purple Schulz. „Selbst beim Soundcheck ist es schwer ihn zu erwischen, schätze aber an ihm, dass er dann doch zum Auftritt da ist“, ergänzte schmunzelnd der Familienvater. Gerade unterstützt er einen Sohn bei der Produktion seines ersten Albums. Außerhalb vom Tonstudio begleitete Schulz ein Musicalprojekt an einer Grundschule. „Die Kinder schreiben die Texte und Geschichte selbst. Meine Aufgabe ist es daraus singbare Lieder zu machen.“ Das Projekt lief im abgelaufenen Schuljahr. „Das sind Erfahrungen die ich früher nicht hätte machen können“, fügte Purple Schulz an. Gemeint sind die Verträge mit Plattenfirmen. Da wurde ein Album aufgenommen und im Anschluss ging es auf Tournee. „Heute genieße ich die Freiheiten“, sagte mit einem strahlenden Gesicht der Kölner.

Eine dieser Freiheiten ist auch „Gemeinsame Sache“. Unterstützung bekommen die Beiden von Wolfgang Stute, Musiker und Freund von Heinz Rudolf Kunze, und Josef Piek, langjähriger Begleiter und Gitarrist von Purple Schulz. Es ist eine etwas leisere Gangart der musikalischen Darbietung trotzdem kommt Stimmung auf. Kunze hat diese intime Art des Konzertes schon immer geschätzt, er kann seinem Publikum näher sein (und umgekehrt) und die leisen Töne kommen besser zur Geltung. Im Programm wird viel Altbekanntes und fast Vergessenes aus über 25 Jahren beider Künstler, aber auch einiges Aktuelles dargeboten.
Quelle: Andree Wächter / Veranstaltungsservice Michael Sommer
Fotoquelle: Büro Heinz Rudolf Kunze

Bild:
v.l.n.r: Josef Piek, Purple Schulz, Heinz Rudolf Kunze und Wolfgang Stute.

Beitrag von auf 7. Dezember 2009. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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