George Enescu Festival 2009 vom – Positives aus Rumänien

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(von Dieter Topp) Das angestrebte Ziel dieses Festivals heißt, Rumänien und seinen bedeutendsten Komponisten George Enescu weiter zu bekannt zu machen unter dem Slogan – George Enescus Musik über den ganzen Globus.

„Dieses Ziel wird einerseits erreicht durch die bedeutendsten und bekanntesten Künstler und Ensembles – um unsere rumänische Musik (wieder) zu entdecken und andererseits, der (jungen) rumänischen Zuhörerschaft Weltkulturwerte anzubieten. Eine weitere Bestimmung des Festivals beinhaltet, zusammen mit den Gewinnern der vorangegangenen Wettbewerbe neue Namen in der Musik zu fördern, so wie bereits in den früheren Veranstaltungen“, konstatiert Festivalmanager Mihai Constantinescu, der mit Ion Holender, dem noch amtierenden Chef der Wiener Staatsoper, das Festival und den zugehörigen Wettbewerb für Piano, Violine und Komposition leitet.

George Enescu Festival Wettbewerb bringen Europa und Rumänien näher zueinander.
Dieser Wunsch der Veranstalter scheint in der 2009 Festivalausgabe stärker evident zu sein als in den Jahren zuvor. Dabei hilft ein Partnerteam von Sponsoren und Medien, die sich diesem Punkt besonders verpflichtet hören. Dazu gehören auch das KulturForum Europa (KFE) und die deutsche Presseagentur PPS, die bereits 2007 in die Musikbiennale in Bukarest eingestiegen sind und mit deren Unterstützung ein qualifizierte Journalisten der Fach- und Tagespresse aus Deutschland interessiert werden konnten. Außer großen Tageszeitungen werde so auch deutsche Rundfunkanstalten direkt vom Festival berichten und die Enesco-Oper „Ödipe“, eine Koproduktion des Théâtre du Capitole de Toulouse und der Bucharest National Opera, zeitversetzt nach Deutschland live übertragen.

Ein weitere Aspekt liegt dem KFE am Herzen. Das staatliche unterstütze Festival öffnet erstmalig seine elitären Pforten für ein sozio-kulturelles Projekt für benachteiligte rumänische Kinder. 100 Jugendliche im Alter von 11- 22 Jahre stehen sechs Wochen auf der Probenbühne und studieren den „Feuervogel“ unter Leitung der Choreographen Royston Maldoom (UK) und Josef Eder (D), unterstützt von Marta Hincapié (Kolumbien), Irina Roncea und Oana Rotariu (Ro). Monique Gruber, Ehefrau des ehemaligen deutschen Botschafters, hat diese Idee angestoßen und durchgesetzt.

Auf die Cross-Over Aktion klassische Musik im Jazz-Arrangement, LUCIAN BAN & NEW YORK ENESCO PROJECT mit „Enesco Re – Imagined“, sei ganz besonders hingewiesen. Es stellt ein Highlight in der 2009 Ausgabe dar, ebenso wie die Konzertversion von CELAN (Oper in 7 Szenen des Komponisten PETER RUZICKA, Libretto: PETER MUSSBACH, ins Rumänische übersetzt und adaptiert von ORIN GEORGESCU). Ein gewichtiger Anteil der täglichen Veranstaltungen liegt im Bereich „Rumänische Musik des 20. Jahrhundert“, ein Feld, das im Westen Europas noch viel zu wenig bekannt ist

Musik als Medium der Begegnung zwischen Ost und West
Das Enescu-Festival offeriert ganz unterschiedlich adressierte Konzerte an die rumänische und (leider noch viel zu selten angetretene) internationale Zuhörerschaft. Hier gilt es, besonders von staatlicher Seite, die große Chance, die diese Veranstaltung alle zwei Jahre bietet, zu erkennen und für den Kulturminister und besonders der Tourismusministerin, sich europäisch und international zu beweisen. In Sachen Kultur-Tourismus liegt Vieles im Argen. Das KFE unterstützt und promotet seit einigen Jahren die Idee, Positives aus Rumänien in die EU zu spedieren, um dem vorherrschenden Negativ-Image entgegen zu treten. Aus diesem Grund wurde der KulturPreis Europa 2009 auch in das neue EU-Mitgliedsland vergeben.

Bereits um 17 Uhr starten in Bukarest die Kammermusik-Konzerte in der atmosphärisch wundervollen Rotunde des Rumänischen Atheneums, um 19.30 Uhr die symphonischen Konzerte in der Palast Halle, und wiederum im Atheneum endet der Tag mit einer eigenen Nachtmusikreihe ab 22.30 Uhr. Der diesjährig ausgeweitete Opern-Part findet in der Bukarest Nationaloper jeweils um 20 Uhr statt.

Europa wird zu Gast in Bukarest sein mit ORCHESTRE PHILHARMONIQUE DE RADIO FRANCE, ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA LONDON, SANKT PETERSBURG PHILHARMONIC ORCHESTRA, ROYAL CONCERTGEBOW ORCHESTRA AMSTERDAM, ORCHESTRE DU CAPITOLE DE TOULOUSE, SYMPHONIEORCHESTER DES BAYERISCHEN RUNDFUNKS.

Stars der klassischen Kammermusik gilt es ebenso zu genießen wie Les Ballett de Monte Carlo. Das Festival-Programm 2009 bietet die Chance, interessierte Kultur-Touristen nach Bukarest zu locken und darüber hinaus bietet das Festival mit seinen Symposien und wissenschaftlichen Veranstaltungen im Enescu-Haus und Museum Podium und Drehscheibe intellektueller Kultur und internationaler Begegnung.

Weitere Informationen unter www.festivalenescu.ro

Beitrag von auf 22. August 2009. Abgelegt unter Klassische Musik. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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