Glauben Sie? Oder suchen Sie vielleicht noch?

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Viele Menschen können sich ein Leben ohne einen selbst- oder außendefinierten „höheren“ Sinn nicht vorstellen, oder wollen sich das nicht vorstellen. Fehlen Beweise, bleibt oft nur mehr ein Glauben an einen, oder viele Götter, oder an eine spirituelle Idee, das dem eigenen Leben Bedeutung verleiht.

Auf solche Fragen geht das turbulente Abenteuerbuch „Joseph – Der Weg zum Graal“ ein. jbl-verlag, ISBN-10: 3902159278 ISBN-13: 978-3902159274 http://joseph.wolfgangwallnerf.com
Was steckt hinter dieser handlungsreichen Reise Josephs zum Graal, in der er märchenhafte Abenteuer und Begegnungen erlebt und endlich mit Hilfe eines „Weibes“ die Unterschiede aufzulösen beginnt? Diese unglaubliche Reise führt ihn durch unterschiedliche Zeiten und Räume, die aber den gängigen Interpretationen der Quantenphysik entsprechen. So findet er in dieser Reise auch mögliche Entwicklungsstränge des Universums und seiner selbst.
Das könnten Josephs Hintergründe sein:
Der abendländische Mensch betrachtet oftmals in seiner christlichen Religiosität seine Bewusstheit als Hindernis auf dem Weg zur Einheit. Ihm wurde gelehrt, die „Erbsünde“ wäre eine Folge (oder sogar Strafe) seiner Bewusstwerdung!
Das führt den aufgeklärten Menschen dazu, jeden Glauben als bloß kulturelles Gut zu betrachten und auf eine „höhere“ Ebene zu schieben, die mit dem täglichen Leben nichts zu tun hat.
Doch hat uns die Geschichte oftmals gezeigt, wohin eine Existenz ohne Glauben oder ohne eine Antwort auf die Sinnfrage führt, nämlich zum Untergang dieser Kultur, da den Menschen die Zielrichtung des Lebens, die auch das Innere eines Menschen befriedigen kann, fehlt. Dieser Zivilisation geht ihre innere Kraft verloren. Was das in allen Zeiten bedeutet, ist leicht vorstellbar aber leider auch erkennbar (das hat uns auch Schiller in der Person Franz Moor vor Augen geführt). Daher ist Religion nie nur als Weltfremdheit anzusehen, sondern jede Religion, jede religiöse Einstellung jedes einzelnen Menschen ist eine psychologische „Wirklichkeit“, die für das Leben notwendig ist. (C.G. Jung meint mit Wirklichkeit jede Erscheinung, die „wirkt“).
Was wäre also zu tun?
Eine Möglichkeit könnte sein, der Mensch könnte sich auch in „aufgeklärten Zeiten“ seiner Religiosität, oder seiner religiösen Gefühle nicht zu schämen und erkennt, dass seine Religion mit dem täglichen Leben auf das Engste zusammenhängt.
Das haben wie Jesus schon viele Religionsgründer und Heilige versucht uns mitzuteilen, doch wurden die Lehren in den Himmel erhoben und ruhen dort als „guter“ Geist, den man vielleicht bewundert, mehr aber meistens auch nicht.
Wie lange wird es noch dauern bis Menschen sehen, dass ein liebender Gott am Kreuze hängt? Wie lange wird man noch froh sein, dass er dort oben, in sicherer Entfernung, hängt? Wann wird ihm jemand herunter helfen?
Das dürfte aber nicht nur symbolisch geschehen. Von jedem Kruzifix müsste der Gottessohn tatsächlich, in einer besonderen Zeremonie und im vollsten Bewusstsein dieser Tat und ihrer Absichten herab geholt werden. Erst dann könnte er in uns Menschen wirklich neugeboren werden. Sonst beten wir mit dem Kreuz den toten Gott an. Für den auferstandenen Messias gibt es ja bisher noch kein Symbol.
Was wäre, wenn sozusagen das Neue Testament durch ein „Menschliches Testament“ weitergeführt wird.
Es ist in verschiedenen Bereichen ersichtlich, dass die Menschheit seit Anbeginn der Geschichte Ursachen und Wirkungen immer mehr vom Außen ins Innere verlegt hat. Auch Gott war, in welcher Form auch immer, ursprünglich nur außerhalb des Menschen, ja auch außerhalb der gesamten Schöpfung. Erst der Wissenschaft und der Psychologie (also der Aufklärung) ist die Erkenntnis zu verdanken, dass Ursache und Wirkung im Menschen selbst liegen (Ursache in seinem Willen, Wirkung in seiner Beobachtung; siehe z.B. die Quantenmechanik: Die Wirkung ist vom Beobachter nicht mehr getrennt. Eine etwas „verkürzte“ Darstellung der quantenmechanischen Hintergründe zum Buch folgt weiter unten. Weiteres ist der Internetseite zum Buch oder dem Buch selbst zu entnehmen).
Jesus sagt uns, dass wir seinem Beispiel folgen sollen, dass wir ihn in uns aufnehmen sollen und so weiter. Auch die katholische Kirche gibt uns den Leib Christi zu essen. Das rituale Essen eines Menschen hatte jedoch immer den Zweck, dessen Eigenschaften aufzunehmen!
WIR SOLLEN ALSO SELBST ZU GOTT WERDEN (?)
Das kann aber nicht bedeuten, dass die Menschen „Gottesmacht“ erhalten, vielmehr bedeutet das eine Übernahme jeglicher Verantwortung für jeden Teil der Schöpfung, aber auch größte Demut vor jedem Geschöpf. Ist doch jeder Teil der Schöpfung ein Teil des Menschen selbst.
Dies deshalb, da nur vorstellbar ist, dass „vor dem Urknall“ (die Bezeichnung „vor dem Urknall“ ist irreführend und wird im Nachwort zum Buch „Joseph-Der Weg zum Graal“ klargestellt) alle offensichtlichen und verborgenen Erscheinungen zumindest in deren Möglichkeiten bereits vorhanden waren. Woher sollten diese sonst auch kommen?
Das kann aber nur bedeuten, dass jeder vorstellbare Gedanken des Menschen auch in irgendeiner Form in einer Realität besteht (woher sollte dieser Gedanke sonst kommen?).
Also auch der Gedanke an Gott. Wir könnten also zu der vorläufigen Hypothese kommen, dass irgendetwas die „Welt“ schuf.
Diese Welt existiert seit dem Zeitpunkt auf einem physikalischen Ereignisstrahl, in dem aber Gott selbst (für den aufgeklärten Menschen) nicht mehr außen vorkommt.
Dieser außen nicht mehr vorkommende Gott war spürbar durch eine Einheit, die Sehnsucht nach dieser Einheit ist beim Menschen die Liebe und zwar in jeder Form. Absolute Liebe ist die Einheit selbst.
Der Mensch ist aber selbst Teil des Ganzen (woher käme er sonst). Aber „vor dem Urknall“ muss jeder Teil in allen anderen Teilen enthalten gewesen sein (woher kämen die Teile sonst). DAS BEDEUTET, JEDER TEIL DER SCHÖPFUNG MUSS JEDEN TEIL IN SICH ENTHALTEN.
Das führt zur unbedingten Verantwortung jedes bewussten Teiles (des Menschen) für die gesamte Schöpfung und das ist keineswegs bloß ein hoher Gedanke.
Übernimmt der Mensch nicht die Verantwortung, dann tötet er sich selbst. Diese Entwicklungsrichtung ist auch in unserem Kulturkreis, in unserer Zeit zumindest vermutbar.
Um dieses Gedankenmodell zu vervollständigen muss noch angeführt werden, dass beim Vorhandensein jeder Möglichkeit „vor dem Urknall“ auch die Möglichkeit des „Nichturknalls“ existent sein muss. Und wenn die Möglichkeit vorhanden ist, muss auch eine entsprechende „Realität“ vorhanden sein. Das bedeutet aber nicht weniger, als dass der Mensch mit seinem Bewusstsein noch immer neben seiner „irdischen“ Existenz auch in der Einheit „vor dem Urknall“ existieren muss. Dass er also tatsächlich Gott ist, nämlich der in der Bibel beschriebene Schöpfer.
Eine Gefahr (und eine Verantwortung für jeden Menschen, der „sich auf die Suche begibt“) besteht aber darin, dass nach C.G. Jung die Individuation für den Menschen nur dann erreichbar ist, wenn vorher der so genannte „Schatten“ integriert ist, der sonst im Außen durchaus existent wird. Um also zu vermeiden, dass Gottes Schatten (das „Böse“ in der Apokalypse) wirksam wird, muss der Mensch dieses „Böse“ zuerst integrieren. In der Genesis hat der Mensch Gott als das Gute (im Paradies) definiert und gleich erscheint folgerichtig sein Schatten, die Schlange.
Carl Gustav Jung postulierte den „Schatten“, den der Mensch vor seinem Weg zur Individuation integrieren muss!
Diese Integration muss durch ein Gefühl, oder zumindest auch mit einem Gefühl geschehen. Derzeit „betet“ der Mensch seinen Schatten an und so kann ein Schatten nur zu Gott werden!
Der siebte Tag der Genesis hat noch keinen Abend. Die Zeit bis zur Nacht könnte noch genützt werden. Gott ruht nur!
NOCH KURZ ZU DEN QUANTENPHYSIKALISCHEN HINTERGRÜNDEN ZUM BUCH
(Ausschnitte aus einem Gespräch mit dem Autor):
Die Debatte um die Quantentheorie vor 1980 (damals war es noch eine Theorie) interpretierte, dass entweder die Quantentheorie nicht richtig oder vollständig sei, oder aber die Welt nicht in separierbare Elemente der Realität zerlegt werden kann.
Dies auf Grund des Gedankenexperiments von Einstein, Podolsky und Rosen, dem EPR-Paradoxon.
Es ging hier um einen „lokalen Realismus“, den diese Physiker vertraten. Das ist nun etwas schwierig, dies exakt und kurz zu erklären.
Es gibt beschreibbare „Naturgesetze“, die sich in Ursache und Wirkung äußern. Zum Beispiel, befinden sich zwei Objekte in einem Raum weit von einander entfernt, dann kann ein äußerer Einfluss auf ein Objekt keinen direkten Einfluss auf das andere Objekt haben (wenn nicht beide Objekte in einem verbindenden „Medium“ sich befinden).
Lokal realistische physikalische Theorien wären zum Beispiel die klassische Mechanik, die Elektrodynamik, die allgemeine Relativitätstheorie.
Einstein meinte dazu: Ohne lokalem Realismus sind (quasi -) geschlossene Systeme undenkbar. Es ist aber ziemlich undenkbar, dass das Universum nicht ein geschlossenes System darstellt.

In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es nun ein bahnbrechendes Experiment, das die „Nichtlokalität des Realismus“ bewies. Das Experiment der Physiker Alain Aspect, Jean Dalibard und Gérard Roger vom Institut für theoretische und angewandte Optik in Paris, das in den Gedanken zum Buch Joseph angeführt ist.
Sie bewiesen damit, dass es entweder eine Kommunikation zwischen getrennten Objekten gibt, sowohl in die Zukunft wie auch in die Vergangenheit und diese in Überlichtgeschwindigkeit, oder dass die Welt ist nicht in separierbare Einzelheiten teilbar ist. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Teilchen. Ein Teilchen verändert seine Eigenschaft und ein anderes, dass sich in so einer Entfernung befindet, dass es eine Kommunikation in Überlichtgeschwindigkeit geben müsse, reagiert sofort. Das sagt das Experiment.
Genauer gesagt, es waren Teilchen, die von den Physikern „geteilt“ wurden und dann der Spin eines dieser neuen Teilchen (eine Eigenschaft dieses Teilchen), geändert wurde.
Das andere Teilchen nahm sofort eine entsprechende Eigenschaft an, die den Gesamtzustand der beiden Teilchen wieder zum vorherigen, ursprünglichen Zustand gleich machte.
So etwa, wie wenn wir zwei Stangen hätten, beide mit je einem Meter Länge. Wir schneiden von einer Stange einen halben Meter ab und die andere Stange wächst sofort auf eineinhalb Meter. Zusammen bleiben sie zwei Meter. Ganz so spektakulär ist der Quantenversuch natürlich nicht. Aber grundsätzlich war das schon das Ergebnis.
Das Nachwort zum Buch spekuliert nicht mit einer Kommunikation in Überlichtgeschwindigkeit. Warum?
Da gibt es Undeutlichkeiten.
Grundsätzlich handelt es sich um die Übermittlung einer Information über einen Zustand. Oder besser gesagt, das zweite Teilchen „weiß“ ganz einfach über den Zustand des ersten Teilchens Bescheid.
Würde hier eine Kommunikation stattfinden, bräuchte es dazu die Energie des gesamten Universums, also unendliche Energie.
Kein schlechter Gedanke, denn es hängt an dieser Information tatsächlich das ganze Universum.
Aber zunächst bleibe ich bei der These, es gibt keine reale Trennung. Es wird sich vielleicht im Laufe des Gespräches von selbst zeigen, dass hier kein Unterschied besteht.
Man sollte sich vergegenwärtigen, wie das Universum entstand. Das derzeit bevorzugte Modell ist das des Urknalls, des „Big Bang“. Seitdem weitet sich das Universum aus.
Wenn die Urknalltheorie annähernd der Realität entspricht, entstand das Universum aus Etwas, was keine Ausdehnungen hatte. Damit aber auch keine Zeit, denn ohne Raum gibt es Zeit nicht.
Aus diesem Grund ist es auch ziemlich verwirrend, wenn man fragt, was vor dem Urknall war. Ein Vorher gab es nicht. Zeit entstand erst mit dem Raum. Hier taucht wieder die Frage nach dem „lokalen Realismus“ Einsteins auf, denn dieses Etwas war mit ziemlicher Sicherheit ein geschlossenes System. Da kam nichts dazu und nichts weg. Woher auch, wenn wir keinen Gott bemühen wollen?
Wenn nun im Moment des Urknalls das Universum keine Ausdehnungen hatte, war Alles in diesem „Etwas“ enthalten.
Aber es kam zu einer Änderung.
Materie entstand. Wahrscheinlich aus Energie.
Wichtig ist, es entstand aus etwas Anderem.
Das bedeutet aber unbedingt: Seit damals kommt es zu Teilungen! Und seit damals sind alle Erscheinungen des Universums gemäß der vorher gesagten „Nichtlokalität“ der Quantenmechanik, der Quantenverschränkung also, ebenso unmittelbar miteinander verbunden, wie die Teilchen, die Aspect schaffte.
Selbstverständlich können wir die Auswirkungen der Veränderung eines Teilchens nicht nachprüfen. Wir wissen einfach nicht, wo sich das Teilchen befindet, mit dem das zu beobachtende Teilchen zuletzt eins war, und so weiter bis zum Urknall.

Aber es ist nicht nur die Verbundenheit, die die Quantenphysik beweist!
Es ist auch die Gesamtheit der Eigenschaften, die gleich bleibt.
Wäre es möglich, die Gesamtheit der Zustände von außerhalb des Universums zu beobachten, würde kein Unterschied auffallen.
Diese Beobachtung ist aber unmöglich. Denn wo eine Erscheinung des Universums ist, also ich als Beobachter bin, ist notwendigerweise das Universum selbst. Ich bin davon nicht zu trennen.
Und zusätzlich noch eine weitere Unmöglichkeit: Außerhalb des Universums kann man dieses natürlich auch deshalb nicht sehen, da das Licht nur bis zur Grenze gelangt. Was folgt aber daraus, dass der Gesamtzustand, die Summe aller beobachtbaren und auch verdeckten Eigenschaften gleich bleibt?
Ist die Verbindung der Teilchen schon verblüffend. Was folgt aus dem Gleichbleiben des Gesamtzustandes? Wenn von außerhalb keine Änderung festzustellen ist, wäre von dort dasselbe zu beobachten, wie wenn der Urknall gar nicht stattfand.
Nichts also!
Es gäbe uns also gar nicht, wenn eine Beobachtung von dort möglich wäre. Aber das ist unlogisch. Wir wissen doch, oder glauben zu wissen, dass wir sind. Trotzdem ist diese Konsequenz des Nichtseins meiner Ansicht nach zwingend.
Da kann eine Analogie zur Quantenphysik weiterhelfen. Die Dualität von Photonen: Welle und Teilchen. Über die verblüffenden Erscheinungen der Dualität und auch des Doppelspaltversuchs kann man sich selbst und auch leicht verständlich informieren, zum Beispiel im Internet. Deshalb gehe ich da nicht näher darauf ein.
Also zunächst sind wir vielleicht eine Möglichkeit und Existenz.
Ist da nicht ein Fehler im Denken? Demnach müsste ja auch ich in meiner Existenz eine Grenze der Ausdehnung des Universums sein. Warum sehe ich dann nur das, was wir Realität nennen?
Fehler?
Natürlich kann das ein Fehler im Denken sein.
Aber warum ich mich als Realität sehe, kann ich vielleicht erklären:
Das Universum teilt sich seit dem Urknall auf. Vielleicht kann man sich das ähnlich einer Zellteilung anschaulich machen. Die Urzelle teilt sich in zwei Zellen. Aus jeder dieser zwei Zellen entstehen wieder Zellen und so weiter.
Nun lebe ich auf einem „Ereignisstrahl“ dieses Urknalls.
Und auf diesem Ereignisstrahl bin ich ein Ergebnis der Evolution des Lebens. Die Evolution zum Leben Wolfgang Wallner-F. stattet mich mit Fähigkeiten, Sinnen aus, die die Wahrnehmung für mich überlebenswichtiger Erscheinungen ermöglicht.
Ich kann bis zu einem gewissen Grad sehen, riechen, schmecken, tasten, was weiß ich was noch.
Ich habe aber zum Beispiel keine Antennen, keine Sinne, um eine Echolotung durchzuführen, wie sie für die Fledermaus wichtig ist.
Das bedeutet nicht, dass es keine Echolotung gibt. Und es bedeutet auch nicht, dass der Urknall grundsätzlich nicht wahrnehmbar wäre.
Für mich jetzt nicht.
Und da spielt nicht nur die Evolution eine Rolle, sondern sicher auch die individuelle Erziehung und Erfahrung. Was ich nicht benötige um zu überleben, werde ich nicht schulen und darauf werde ich auch nicht von meinen Eltern hingewiesen.
Ich kann also nur das wahrnehmen, was sich auf meinem „Ereignisstrahl“ befindet und nur soweit es für mein Leben wichtig ist.

Nochmals auf die Existenz und gleichzeitige Nichtexistenz zurückkommen. Wie kann ich das verstehen? Ich kann verstehen, dass eine Beobachtung von außerhalb des Universums rein philosophisch ein „Nichts“ zeigen würde. Was bedeutet das aber für uns, die wir doch innerhalb des Universums „gefangen“ sind?
Es gibt dazu, ebenfalls meiner Ansicht nach, eine Wichtigkeit.Wenn im Moment des Urknalls etwas geschaffen wurde, müssen unbedingt alle denkbaren Möglichkeiten erschaffen worden sein. Ob sie wahrnehmbare Realität sind, oder nicht. Alles Denkbare muss in der Möglichkeit vorhanden sein. Es ist ja ein geschlossenes System. Woher sollte es sonst kommen?
Da kann nichts dazu kommen und nichts verloren werden. Nur gewandelt wird. Wir können nicht wirklich annehmen, unser „Bewusstsein“, unser Denk- oder Vorstellungsvermögen wäre größer als das Universum!

Wenn aber alles existent ist, muss es auch die Nichtexistenz sein!
Wenn eine Richtung der Möglichkeiten verwirklicht wurde, muss es auch alle Gegenteile, beziehungsweise alle Segmente auf dem Kreis, oder der Kugel (in allen denkbaren Dimensionen) der Möglichkeiten geben.
Das ist das „Aleph“, in dem sich Joseph, der Held des Buches befindet. Das ist der Punkt, an dem er seinen Ereignisstrahl ändern kann, sein Schicksal. Das ist der Punkt, zu dem Meditationen führen können.
Aber auch wenn Joseph die Veränderung glückt, bedeutet das nicht, dass sein bisheriger Ereignisstrahl verschwindet.
Er existiert weiter.
Es ist nur sein Bewusstsein, das einen anderen auswählt.
VIELE-WELTEN-THEORIE? IST DORT SCHRÖDINGERS KATZE?
Ich bin nicht der Ansicht, dass mit jedem Quantenereignis, mit jeder Entscheidung, eine „neue“ Welt entsteht, die unzugänglich ist.
Ich bin der Ansicht, diese „Viele-Welten“ existieren ohnehin. Was aus dem vorher Gesagten auch hervorgeht. Es ist nur unser Bewusstsein, unsere Geschichte, was die Realität, unsere bevorzugte Realität hervorruft.
Nochmals zu Josephs „Aleph“. Warum könnte man dort Veränderungen bewerkstelligen?
Das ist einmal eine Theorie.
Wir könnten unser Schicksal dort verändern, wenn wir einen anderen Weg einschlagen. Sozusagen auf einen anderen Ereignisstrahl wechseln.
Theoretisch wäre das von jeder „Weggabelung“ möglich, die uns zu Entscheidungen führte, die wir nun ändern wollen.
Wie wir tatsächlich ins „Aleph“ gelangen können, ist eine andere Frage.
Joseph kann sie vielleicht mit Hilfe seines Weibes beantworten.
Jetzt haben wir uns ein wenig entfernt von der Behauptung, dass diese Aufklärung auch all die Probleme auf der Erde brachte, mit der die Menschen leben müssen und die sie scheinbar lebensbedrohend gefährden.
Haben wir vielleicht nicht.
Wenn ich, gemäß der Quantenphysik ein „Teilchen“ dieses Universums bin, ist jedes andere „Teilchen“ eben mit mir untrennbar verbunden. Jede andere Erscheinung ist also genauso „ICH“ wie die Teile, die ich an meinem Körper feststelle. Damit bin ich aber auch für alle anderen Teile, alle anderen Erscheinungen des Universums „verantwortlich“! Da ich Bewusstsein darüber habe, meine Möglichkeiten des Bewusstseins.
Die genannte „Aufklärung“ ist ja noch nicht vorbei. Die Quantenphysik und ihre Auswirkungen gehören ebenso dazu!
Haben die Menschen das einmal gespeichert, wie sie die Moral der Religionen speicherten, wird eine „Ausbeutung“ des Universums, eine Ungleichbehandlung einfach undenkbar werden.
Und wenn nicht?
Wenn nicht, dann wird der westlich zivilisierte Mensch zweifellos aussterben oder überrannt werden. Wird aber keinen grundsätzlichen Unterschied darstellen. Das Bewusstsein schafft die Realität!
Das Bewusstsein ist für die Realität verantwortlich.
Wenn es nicht des Menschen Bewusstsein ist, dann ein anderes.
Auf „unserem“ Ereignisstrahl vielleicht sogar!
Wird damit nicht alles auch egal und beliebig? Auch unsere Verantwortung?
Das wird es zweifellos.
Aber hängen wir nicht alle an unserem Leben? Und damit an unserem Ereignisstrahl? Kommt nicht oft ein Vogel nur deshalb nicht aus seinem Käfig, da er es so gewohnt ist? Da Gewohntes Sicherheit bietet?
Letztlich bin ich es, der für mich die Realität schafft. Und ich will eine Realität, in der ich mich wohl fühlen kann. Ob ich es will oder nicht, es gibt diese Realität, da sie eine denkbare Möglichkeit ist und alle Möglichkeiten existent sein müssen. Ich muss sie wählen, was sicher schwierig ist.

Kann ein „Glauben“ helfen?
Darauf wollte ich hinaus.
Wenn ich nicht an das vorher angedeutetes Weltbild glaube, werde ich sicher nicht in dieser Richtung tätig werden wollen.
Der Glaube schaffte notwendige Götter. Diese Götter sind in unserem Bewusstsein vorhanden, wir selbst sind sie. Wir schufen sie, um unser Überleben zu ermöglichen. Ein evolutionärer Vorteil! Denn eigentlich gibt es außerhalb unseres Bewusstseins nichts.
Nur ist unser Bewusstsein unbegrenzt.
Damit komme ich eigentlich wieder auf C.G. Jung zurück, der das „Kollektive Unbewusste“ als das gesamte Universum definierte. Praktisch unzugänglich. Aber theoretisch nicht!

Nichts außerhalb unseres Bewusstseins?
Es ist nichts beweisbar.
Es scheint so zu sein, dass alle Wahrnehmungen einer Welt „außerhalb“ unseres Selbst auf physikalischen Reizen beruhen.
Eine Abbildung der Welt, die wir „außerhalb“ unseres Selbst vermuten, geschieht eindeutig in unserem Gehirn, ist sonst nirgends für uns zu bemerken. Durch die Quantenphysik und meinen erwähnten Gedanken, Interpretationen und Auswirkungen dazu, wird die Grenze meines Selbst gedehnt. Bis zur Grenze des Universums.
Was kann da außerhalb sein?
George Berkeley, ein zu Unrecht wenig gelesener Philosoph meinte: „Esse est percipi; Sein ist wahrgenommen werden“ und letztendlich, meint Berkeley, wäre es Gott, der das „Sein“, die Existenz des Universums garantiere.
Es ist eindeutig unsere Psyche, die über die Wichtigkeit und Unwichtigkeit aller Wahrnehmungen entscheidet. Die Psyche jedes Einzelnen erschafft in jedem Augenblick das Universum.
Ist die Annahme eines Gottes notwendig?
Ockhams Rasiermesser?
Ich habe für den interessierten Leser auf der Internetseite http://joseph.wolfgangwallnerf.com unter dem Link „Gedanken zum Buch“ noch einigermaßen ausführlich die Hintergründe des Buches „Joseph – Der Weg zum Graal“ beleuchtet. Das sind die physikalischen und philosophischen Möglichkeiten, die die Reise Josephs ermöglichten.
Davon ist in der Handlung wenig zu lesen, eher im Nachwort.
Aber wichtig für die Änderungen des Ereignisstrahls, die im Buch geschehen, ist nicht nur die physikalische Möglichkeit, die Joseph ergreift, sondern die Demut vor der Einheit, die die Figur „das Weib“, Maria im Buch zeigt.
Die Erkenntnis alleine bewirkt gar nichts, höchstens eine schädliche Überheblichkeit. Diese Demut ist natürlich keinesfalls an irgendwelche vermutete weibliche Eigenschaften gebunden.
Demut und nicht Überheblichkeit, das waren ja auch wichtige Aussagen Wolfram von Eschenbachs in seinem „Parzival“, also seiner Qualifikation zum Gral.

Die Zeit der „Machbarkeit aller Dinge“ ist eindeutig vorbei!

Ich möchte aber unbedingt noch auf den argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges hinweisen, der über das „Aleph“ und über den „Garten der Pfade, die sich verzweigen“ Kurzgeschichten schrieb. Diese und andere seiner Geschichten können einen intuitiven und tiefen Einblick in diese „Esoterik“ geben.

„Joseph – Der Weg zum Graal“
Wolfgang Wallner-F.
ISBN-10: 3902159278 ISBN-13: 978-3902159274
erschienen im jbl-literaturverlag
http://joseph.wolfgangwallnerf.com

Beitrag von auf 1. Oktober 2008. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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