Gründung der Erich-Mendelsohn-Stiftung am 6. September in Berlin

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Zum Gedenken an den deutsch-jüdischen Architekten Erich Mendelsohn (1887-1953) wird am 6.September in Berlin die Erich-Mendelsohn-Stiftung ins Leben gerufen. Initiator ist der Architekt Helge Pitz. Anlässlich der Gründung trifft sich am künftigen Sitz der Stiftung, dem von Mendelsohn 1927 entworfenen Landhaus Dr. Curt Bejach in Berlin-Steinstücken, eine hochkarätig besetzte Expertenrunde. Moderiert wird die Gründungsveranstaltung von dem Berliner Landeskonservator Prof. Dr. Jörg Haspel.

„Erich Mendelsohn prägte als einer der bestimmenden Architekten des 20. Jahrhunderts das Bild Berlins in den Jahren 1918-33 nachhaltig“, hieß es anlässlich der West-Berliner Ausstellung 2004 zu seinem Werk. Heute -im Jahr 2009- scheint der Architekt fast vergessen. „Leben und Werk Mendelsohns ein Andenken zu bewahren ist Kernziel der Stiftung. Gleichzeitig ist sie auch allen deutsch-jüdischen Architekten und den Architekten der Klassischen Moderne gewidmet, die nicht Bauhäusler waren“, sagt Pitz am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Mendelsohn entwarf unter anderem den Einstein-Turm in Potsdam (1997-99 von Pitz saniert) und das Columbus-Haus am Potsdamer Platz (1953 ausgebrannt). Für seinen Freund Salman Schocken baute Mendelsohn zahlreiche Kaufhäuser, darunter das künftige Haus der Archäologie in Chemnitz. Das weltberühmte Stuttgarter Schocken-Kaufhaus wurde 1960 abgerissen. Noch heute existieren das Haus des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes als Haus der IG-Metall in Berlin, das Kino Universum (heute Schaubühne am Lehniner Platz) am Kurfürstendamm, eine Doppelvilla, sowie drei Berliner Villen, darunter seine eigene, das Haus Am Rupenhorn 6. Dieses war Anfang der 30er Jahre Treffpunkt für Mendelsohns Freundeskreis, zu dem Albert Einstein, Oskar Kaufmann und Henry Morgenthau zählten.
Ebenso erhalten ist das Kaufhaus Petersdorff in Breslau. Im heutigen Israel baute Mendelsohn das Regierungskrankenhaus in Haifa, in Jerusalem das Hadassah-Krankenhaus und die Anglo-Palestine-Bank wie auch die Villa (1934-36) des späteren ersten Staatspräsidenten Chaim Weizmann.

Beitrag von auf 4. September 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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