„Gut sein ohne Gott“ – Christian Lührs präsentiert sein humanistisches Kinder- und Jugendbuch auf der Leipziger Buchmesse 2010

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Christian Lührs selbst bezeichnet sein Werk „Gut sein ohne Gott“ als einen „eigenen ethischen und weltanschaulichen Standpunkt“. In den dreiundvierzig kompakt und prägnant verfassten Kapiteln beschäftigt er sich mit den wichtigen Fragen des Lebens, die sich uns immer wieder stellen. Sein Standpunkt wird dabei nicht nur durch den Titel deutlich, sondern ist auch in seinem modernen Weltbild und seiner klaren Überzeugung erkennbar, die in dem Buch zum Vorschein kommen.
„Ich glaube nicht an Gott oder eine andere Religion und gründe das, was wir tun sollten, auf Vernunft, Erfahrung, Liebe und Verantwortung des Einzelnen für sich selbst und die Gemeinschaft, in der er lebt“, so der Autor im Vorwort seines Buches. Durch sein Erstlingswerk möchte Christian Lührs zeigen, dass es durchaus möglich ist, die zum Teil oft schwierigen Fragen von Kindern zu beantworten, ohne dabei auf die Vorlagen der Religion und der Philosophie zurückzugreifen. Somit heißt es in seinen Geboten auch – entgegen den traditionellen Vorgaben der Grundlage der christlichen Ethik – „Folge deinem Gewissen“ und „Verhelfe dem Recht zur Geltung“. Dass das Interesse an der von Christian Lührs in seinem Werk aufgegriffenen Thematik in unserer Gesellschaft durchaus vorhanden ist, zeigt schon allein der Umstand, dass „Gut sein ohne Gott“ mittlerweile bereits in der dritten Auflage erschienen ist. Durch die hier neu eingefügten Illustrationen der Zeichnerin Valya konnte das Buch gegenüber den vorhergehenden beiden Auflagen im Übrigen noch anschaulicher sowie pädagogisch wertvoller gestaltet werden.

Die Veranstaltung findet am 20.03.2010 von 13.00 bis 13.30 Uhr in Halle 2/ Stand B303/C300, Forum Kinder-Jugend-Bildung der Leipziger Buchmesse statt. Die Moderation übernimmt Phillip Möller. Als Mitwirkender wird neben dem Autor auch Michael Schmidt-Salomon, Vorstandsprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, anwesend sein, der bereits selbst ein Buch mit dieser Thematik veröffentlicht hat.

Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) urteilte am 12.07.2008:
„Das Buch „Gut sein ohne Gott“ versteht sich als Ethik und Weltanschauung für Kinder. Es richtet sich auch an „andere aufgeklärte Menschen“. Christian Lührs philosophischer Ansatz ist klar durch die Aufklärung geprägt und kommt gänzlich ohne Gott aus. „Vertraue nicht auf einen Gott. Er wird dir nicht helfen.“ Leider gibt er keine Hinweise darauf, und das ist das einzige Manko an diesem Buch, welche Philosophen ihn zu seiner Weltanschauung inspiriert haben und auf welchen Grundlagen seine Philospohie beruht. Damit verpasst er die Chance seinen Lesern eine Gelegenheit zum Weiterforschen zu ermöglichen. „Gut sein ohne Gott“ fordert dagegen: „Denke selber nach. Mach dir ein Bild. Schreibe deine eigenen Texte.“ Wohltuend ungeordnet berührt der Hamburger Autor und Diplomingenieur, der als Geschäftsführer in einer IT-Firma arbeitet, die großen und kleinen Dinge des Lebens. Dabei spricht er von seinen Überlegungen und seinen Anschauungen, wie man ohne Gott verantwortlich den Herausforderungen der Welt begegnen kann. In kurzen, gut lesbaren Abschnitten entwickelt er in einer einfachen Sprache eine Anleitung zu einem besseren Leben. Viele dieser Abschnitte beziehen sich auf das unmittelbare Leben eines Kindes. Sie geben klare Strategien, das eigene Leben besser zu strukturieren. Immer wieder werden sie in den Zusammenhang einer Verantwortung für die ganze Welt gesetzt – „Rettet die Welt“. Unaufdringlich kommt das Buch daher. Es ist nicht reißerisch einer neuen Esoterik gewidmet, es ist keine Dogmatik. Aber dennoch bietet es Platz für Spiritualität. So empfiehlt Christian Lührs sich ein „Heiligtum“ – einen besonderen Ort für die Meditation zu suchen. Sein Ansatz ist materialistisch, aber nicht kalt. Voller Mitgefühl ist er auf das Leben bezogen. Er ist klar und ruft zur Toleranz auf, weltanschaulich, ohne zu polemisieren. „Gut sein ohne Gott“ fordert dazu auf, hinzuschauen, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Leben bewusst und aktiv anzugehen. Es überfordert nicht, aber eröffnet Möglichkeiten und setzt Impulse. „Gut sein ohne Gott“ ist bestens geeignet mit älteren Kindern ins Gespräch über philosophische Themen zu kommen. Es macht aber auch Spaß, durch die Brille des Erwachsenen darin zu stöbern.“

„Was sagen Sie Ihren Kindern über die wichtigen Dinge im Leben, wenn Sie nicht an Gott glauben? Ein Vater schreibt für seine Kinder über die großen Themen und bezieht dabei Stellung. Darin spiegelt sich ein modernes Weltbild und eine klare Überzeugung, mit der die Themen lebensnah und einfühlsam beschrieben werden. Dabei werden auch schwierige Aspekte wie Krieg, Tod oder Gewalt nicht ausgespart.“ (Auszug aus dem Buchrückentext)

Christian Lührs
Gut sein ohne Gott
Ethik und Weltanschauung für Kinder und andere aufgeklärte Menschen
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
93 S., Paperback
7,90 €
ISBN 978-3-86548-935-7

Beitrag von auf 12. März 2010. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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