Hotels.com Reise-Etikette Island:

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London/Berlin, 8. Juli 2009 – Private Reisen zum Mond sind nur etwas Milliardäre. Generell ist das sicherlich richtig, aber es gibt eine irdische Alternative, die für jeden zu jeder Zeit möglich ist: Island. Island ist zwar nicht wirklich der Mond, dem Mond aber in einigen Landstrichen so ähnlich, dass die US-Amerikaner vor 40 Jahren hier ihre erste erfolgreich umgesetzte Mondlandung trainierten. Auch die Sitten und Bräuche der Isländer kommen dem gemeinen Touristen etwas ungewöhnlich und manchmal nicht wie von dieser Welt vor. Um beim Abenteuer „irdische Mondlandung“ nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, gibt Hotels.com hilfreiche Einblicke in das Leben der Insulaner.

Kultur und Tradition

• Augen auf beim Spaziergang über die Insel. Es könnte sein, dass sie sonst auf einen Isländer treten. Das liegt nicht daran, dass der Isländer an sich besonders klein ist sondern vielmehr an dessen liebstem Hobby: Baden in einem Hot Pot, einer heißen Quelle im Boden. Bei 35 bis 40 Grad genießt der Einheimische seine Auszeit in einer der diversen heißen Quellen, die kreuz und quer über das Land verteilt sind und niemandem gehören. Hier trifft sich der Isländer zum Klönen mit den Nachbarn und Austausch über die neuesten Ereignisse auf der Insel – ein idealer Ort, um die Einheimischen besser kennen zu lernen. Badesachen nicht vergessen.

• Man kann mit den Isländern aber nicht nur im Hot Pot sondern auch im Hot Spot hervorragend in Kontakt kommen. Vor allem zu später Stunde, ab ca. 0.00 Uhr, ist der Inselbewohner recht zugänglich, wenn er sich im Licht des Mondes mit Gleichgesinnten auf den Straßen der Hauptstadt Reykjavik trifft, um beim Pub Crawling die Nacht zum Tag zu machen. Das Nachtleben in Europas nördlichster Hauptstadt ist legendär und bei europäischen und US-amerikanischen Partygängern absolut in. Momentan besonders angesagt sind die Clubs „Kaffibarinn“ und „Sirkus“, wo sich auch Islands bekanntester Musikexport Björk amüsiert.

• Musik spielt für den Isländer ohnehin eine sehr große Rolle und ist seit der Besiedlung fester Bestandteil der Kultur des Inselvölkchens. Man munkelt, dass jeder Einwohner in mindestens einer Band spielt und es mehr Bands als Familien gibt. Kein Wunder also, dass von irgendwoher immer irgendwelche experimentellen Klänge an das Ohr des Touristen gelangen. Bis heute wird die individuelle Form des Volkslieds gesungen, das rímur gehört bei großen Familienfesten einfach dazu. Zu empfehlen sind auch die vielen Open Air-Musikfestivals auf Island, bei denen man gleich eine ganze Reihe isländischer Musikstile kennen lernen kann.

• Isländer tragen zwar nicht alle einen Raumanzug, sehen sich aber in der aktuellen Mode doch sehr ähnlich. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man durch die Straßen der Hauptstadt flaniert. Denn ein Flaneur in Reykjavik ohne das „Must have“, einen Lopapeysa, ist definitiv ein Tourist. Der traditionelle Strickpulli aus reiner Schafswolle ist auf der Insel absolut en vogue. Aber Achtung: Ein echter Islandkenner reißt sich den wärmenden Pullover direkt vom Körper, wenn die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind und der Frühling sich mit milden Temperaturen ankündigt – auf Island bedeutet das: bei ungefähr zehn Grad Celsius.

Kulinarisches

• Obwohl die Zeiten der rauen Wikinger auch auf Island der Vergangenheit angehören, erinnern die Essgewohnheiten bisweilen noch immer an die Speisepläne der kriegerischen Seefahrer. Da landen in einem traditionellen Restaurant schon mal Gaumenfreuden wie fermentierter Haifisch, Schafskopfsülze oder sauer eingelegter Widderhoden auf der Karte. Touristen sollten mit einer mittleren Portion Trockenfisch anfangen. Dieser ist zwar für Gaumen und Nase etwas gewöhnungsbedürftig, nach den ersten paar Bissen aber noch die wohlschmeckendste Alternative.

• Zum Runterspülen der recht deftigen Leckereien benutzt der Isländer „Brennivin“, auch „Schwarzer Tod“ genannt. Der Branntwein hat einen Alkoholgehalt von 37,5 Prozent und spült nach zwei bis drei Gläschen neben Bakterien auch alle Bedenken an diese über Bord. Übrigens: Bis 1989 galt auf Island striktes Alkoholverbot, seitdem holen die Isländer aber kontinuierlich kräftig auf.

• Vielleicht sind es die Auswirkungen der 1989 aufgehobenen Alkoholprohibition, die dafür verantwortlich sind, dass viele Isländer die Anwesenheit von Fabelwesen spüren. Vielleicht ist es aber auch nur die mystische Stimmung, die in den Nebelschwaden über der Vulkaninsel liegt. Fest steht aber: Auf Island gibt es Elfen und Trolle. Wozu sonst sollte man eine Schule für Elfen errichten, wenn die Insel nicht dicht von diesen bevölkert ist? Angeblich ist die Fabelwesendichte auf Island sogar größer als die der Bevölkerung von Island. Elfen-Guides und Troll-Stadtpläne führen Reisende direkt zu den Orten, an denen die Märchengestalten hausen sollen und mit ein bisschen Glück können Islandbesucher die Elfen tanzen sehen.

Beitrag von auf 8. Juli 2009. Abgelegt unter Hotel & Gaststätten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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