„Ich verlor die Verbindung zur Welt – und zu mir selbst.“

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Die psychische Gesundheit steht in dieser „Woche der
Seelischen Gesundheit“ deutschlandweit im Fokus der Aufmerksamkeit.
Burn-out, Depressionen, Angstattacken – fast jeder dritte Mensch
leidet im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Dass
psychisch erkrankte Menschen trotz ihrer Erkrankung selbstbestimmt
leben können, zeigt die Geschichte von Christof aus Köln, die er im
Rahmen der Initiative „Mehr leben im Leben“ des forschenden
Pharmaunternehmens Janssen erzählt. Mit Mitte 20 erhält er die
Diagnose Schizophrenie. Doch er bekommt die Kurve; dank einer
passenden Therapie, der Hilfe von Ärzten und dem Rückhalt von
Freunden und Familie.

Schon als Jugendlicher hat Christof, Jahrgang 1963, ein Faible für
Mopeds. Der gebürtige Kölner liebt es, an alten Maschinen
herumzubasteln. „Ich hatte eigentlich eine ganz normale Jugend, es
war eine schöne Zeit“, erzählt Christof. 1990 kam der Crash. Der
gelernte Feinmechaniker ist plötzlich arbeitslos, zugleich geht eine
langjährige Partnerschaft in die Brüche. Er zieht sich verletzt
zurück, wird depressiv und einsam. Schließlich entwickelt er
Wahnvorstellungen. „Ich verlor die Verbindung zur Welt – und zu mir
selbst“, sagt er heute. Mitte 1990 diagnostizieren die Ärzte eine
endogene Psychose, eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis.
„Meine Wahnvorstellungen waren religiös geprägt“, erzählt Christof.
„Beispielsweise habe ich damals einen dunklen Himmel als bedrohliches
Symbol interpretiert.“ Zugleich denkt er, der Einzige zu sein, der im
Besitz der absoluten Wahrheit ist. Christof gerät mehr und mehr in
die Isolation. „Ich war damals sehr einsam“, sagt er. In dieser
schweren Zeit verkauft er seinen damaligen Motorroller. Und er wirft
Bilder weg, die er als Künstler selbst gemalt hat. „Das waren
Verzweiflungstaten. Ich habe meine Besitztümer als Bedrohung
empfunden, als Laster.“

„Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben.“

Während eines ersten Klinikaufenthalts erhält Christof
Medikamente; die gewünschte Wirkung bleibt jedoch aus. Neuen
Lebensmut fasst er erst, als er 1991 einen Platz in einer Wohn- und
Rehabilitationseinrichtung bei Köln erhält. Dort erfährt er eine
ganzheitliche Therapie, die medikamentöse Behandlung mit psycho- und
sozialtherapeutischen Maßnahmen verbindet. Auch die Gemeinschaft mit
den Mitpatienten gibt ihm Kraft. Sein gesundheitlicher Zustand
verbessert sich erheblich. „Es ist sehr wichtig, dass Medikamente
eingebettet sind in ein helfendes Netz aus Menschen“, betont
Christof. Acht Jahre lebt er in der Einrichtung. „Dort habe ich
wieder angefangen, das Leben positiv wahrzunehmen.“ Seine Liebe zur
Kunst erwacht von Neuem. Es folgen hochproduktive Phasen als Künstler
– Christof sorgt mit Bildern, Skulpturen und skurrilen Objekten für
Aufsehen. Doch es gibt auch Rückschläge. Krankheitsschübe, sogenannte
Episoden, werfen ihn mehrmals aus der Bahn. Aber seine Freunde und
Angehörigen stehen ihm zur Seite. Zudem profitiert er von gut
wirksamen und verträglichen Medikamenten, die es ihm ermöglichen,
wieder Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und selbstbestimmt
zu leben. „Glücklicherweise wirken die Medikamente heute so gut, dass
ich dauerhaft stabil bin und wieder selbstständig leben kann“, sagt
er.

„On the road again“

Schritt für Schritt lernt Christof, mit seiner Krankheit zu leben.
Neben der Kunst entdeckt er auch andere Leidenschaften wieder, allen
voran: historische Motorroller. „Ich merkte, dass mir etwas fehlt“,
erzählt er. „In mir wuchs der Wunsch, endlich wieder zu reisen und
unabhängig zu sein“. Im Jahr 2010 packt es ihn – er ersteigert im
Internet eine silberne Hercules R50, Spitzname: „Silberpfeil“. Im
Sommer 2013 ist es so weit: Christof bricht auf. Mehrere Tage mit dem
Roller quer durch die Eifel. „Endlich konnte ich wieder selbst
bestimmen, was ich tue. Ein befreiendes Gefühl.“

Janssen. Mehr leben im Leben.

Die Diagnose einer schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankung ist
ein massiver Einschnitt in das Leben der Betroffenen. Doch es gibt
viele Geschichten, die Mut machen. Denn auch mit einer schweren
Erkrankung können Patienten alltägliche und besondere Momente so
erleben, wie sie vor der Diagnose selbstverständlich waren. Im Rahmen
der Initiative „Mehr leben im Leben“ lässt das forschende
Pharmaunternehmen Janssen Patienten zu Wort kommen, die dank
Medikamenten, ärztlicher Betreuung und unterstützt durch den Rückhalt
von Familie oder Freunden zurück ins Leben gefunden haben. Im Rahmen
der Initiative werden authentische Geschichten erzählt, die eines
gemeinsam haben: Ohne gut wirksame und verträgliche Arzneimittel gäbe
es sie nicht. Die Geschichten sollen anderen Betroffenen Mut machen,
über die Erkrankungen aufklären und Stigmata abbauen. „Mit ‚Mehr
leben im Leben‘ bringen wir auf den Punkt, was uns bei Janssen
antreibt: Mit gut wirksamen und verträglichen Medikamenten und
ganzheitlichen Therapieansätzen unterstützen wir chronisch oder
lebensbedrohlich erkrankte Menschen dabei, ihre Therapieziele zu
erreichen und ein Leben zu führen, das so wenig wie möglich durch die
Erkrankung eingeschränkt ist“, so Dr. Michael von Poncet,
Medizinischer Direktor Janssen Deutschland, zur Kampagne.

Mehr Informationen und das Video zu Christofs Geschichte:
www.Mehr-leben-im-Leben.de

Weitere Daten und Fakten zum Thema Psychosen:
www.psychose-wissen.de

Über Janssen

Janssen. Mehr leben im Leben. Als forschender
Arzneimittelhersteller ist es unser Ziel, lebensbedrohliche und
chronische Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Damit wollen wir
erreichen, was für Patienten wirklich zählt: alltägliche und
besondere Momente so zu erleben, wie es vor der Diagnose
selbstverständlich war. Als Pharmasparte von Johnson & Johnson
entwickeln wir im Schulterschluss mit Partnern vor Ort und weltweit
innovative Medikamente und ganzheitliche Behandlungskonzepte – von
der Diagnose bis zur Rehabilitation. Schwerpunkte unserer Arbeit sind
Onkologie, Immunologie, Psychiatrie/Schmerztherapie und
Infektiologie. In Deutschland beschäftigt die Janssen-Cilag GmbH in
Neuss mehr als 800 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Umsatz
von 1,04 Milliarden Euro (Quelle: IMS Health). Mehr Informationen
unter: www.janssen-deutschland.de und www.Mehr-leben-im-Leben.de.

Pressekontakt:
Elisabeth Felice Nehls
Unternehmenskommunikation
Janssen Deutschland
presse@janssen-deutschland.de
Tel.: +49 2137 955-804

Beitrag von auf 12. Oktober 2015. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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