Im Rathaus Vechta zeigt David Beavan die Großinstallation Last Drops of fresh Rainwater

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Jetzt in Vechta geht Beavan noch einen Schritt weiter und trägt seine Kunst und seine Ideen in den Raum. Wie ein stilisierter Schiffsrumpf ragt das über 2 Meter große und über 8 Meter lange, liegende Dreieck in den Raum. Die Bugspitze ist mit abgestorbenen Bäumen markiert. Keine Galeonsfiguren sondern Mahnmal der geschundenen Natur. Der riesige Keil ist in 1,4 Kubikmeter Glasscherben eingebettet. Wie ein schäumendes, totbringendes Meer umwogen die glitzernden Scherben verlockend und gefährlich zu gleich die Installation. Auf den Flanken des Keils sind Gemälde von Beavan in Doppelreihen angebracht. Not, Elend und Verzweiflung, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit blickt den Betrachter an, dessen Reflex helfen zu wollen, durch das Glasmeer unmöglich gemacht wird. Zuschauer und Bewohner einer sicheren Gegenwart werden zu Zeugen von Not und Elend. Oder wer sitzt auf dem sinkenden Schiff? Beavan spielt durch die Installation mit dem Blick des Betrachteres. Seine Arbeit ist kolossal und filigran zu gleich, da Facetten der Gesamtkonzeption ungeheuer ästhetisch und fein komponiert sind. Und doch ist Distanz und Spannung in der Größe und der Aussage mehr, als man als Betrachter überhaupt fassen kann. Die Arbeit ist als Großinstallation noch nie in dieser Opulenz und Üppigkeit gezeigt worden.
Das Medienbild „Last Drops of fresh Rainwater“ – Installation im Rathaus in Vechta ist vom 14.-25.09.2009 zu sehen.

Beitrag von auf 3. September 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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