Innenminister Joachim Herrmann verleiht Leo-von-Klenze-Medaille an die Professoren Albrecht, Meitinger, Nerdinger und Schattner

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Innenminister Joachim Herrmann verlieh am 25. Juni 2009 in Würzburg die Leo-von-Klenze-Medaille als Auszeichnung für herausragende Leistungen in der Architektur, im Wohnungs- und Städtebau und im Ingenieurbau. Die Laudationes hielt Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß. Die diesjährigen Preisträger sind der Professor für Stahlbau Dr. Gert Albrecht, der ehemalige Präsident der Technischen Universität München Professor Dr. Otto Meitinger, der Leiter des Architekturmuseums der Technischen Universität München Professor Dr. Winfried Nerdinger und der Architekt Professor Karljosef Schattner. „Mit der Verleihung möchten wir unsere hohe Anerkennung und unseren herzlichen Dank für die Verdienste um die Baukultur zum Ausdruck bringen“, so Herrmann.

Mit der Gründung der Obersten Baubehörde unter König Ludwig I. im Jahr 1830 wurden alle Bereiche des Staatlichen Bauens im Bayerischen Innenministerium zusammengefasst. Als ersten Leiter der Obersten Baubehörde bestimmte der König seinen Baumeister Leo von Klenze. „Das von Klenze entwickelte Konzept für die bayerische Bauverwaltung hat sich bis heute bewährt. Die Oberste Baubehörde hat einige Umstrukturierungen und Reformen erlebt, konnte im Wandel der Zeit jedoch stets ihre Flexibilität unter Beweis stellen. Sie präsentiert sich heute als moderne und effiziente Verwaltung, die für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft bestens gerüstet ist“, so Herrmann. „Im Spannungsfeld von Tradition und Innovation ist die Baukultur das Bindeglied zu unserer Vergangenheit. Mit ihr wahren wir unsere Identität. Mit der Verleihung der Leo-von-Klenze-Medaille wollen wir den hohen Stellenwert der Baukultur in Bayern dokumentieren.“ Die Preisträger seien hierfür leuchtende Vorbilder.

Professor Dr. Gert Albrecht ist als Ingenieur und Lehrender weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. „Im Jahre 1992 folgten Sie dem Ruf als Ordinarius auf den Lehrstuhl für Stahlbau an der Technischen Universität München. Ihre Studenten waren begeistert von Ihrer lebendigen Art zu lehren und von Ihrer ausgeprägten Fähigkeit, selbst komplizierte technische Sachverhalte anschaulich zu präsentieren“, so Innenstaatssekretär Weiß. Auf dem Gebiet der Forschung widmete sich Albrecht den vielfältigen Fragestellungen des Brückenbaus und den komplexen Problemen im Bereich der Werkstoffermüdung. Neben seiner Tätigkeit an der Universität hat er weiterhin die Nähe zur Praxis des Brückenbaus gesucht. So war er beispielsweise Prüfingenieur beim Bau der größten Verbundbrücke Deutschlands, der Innbrücke Neuötting im Zuge der A 94. Außerdem wirkte er mit beim Erhalt der Schrannenhalle in München und war Prüfingenieur für den Stadionbau der Münchner Allianz-Arena.

Professor Dr. Otto Meitinger wird hoch geschätzt als Architekt, Denkmalpfleger sowie als langjähriger Hochschullehrer und Präsident der Technischen Universität München. Durch die Berufung hochklassiger Hochschullehrer sicherte Meitinger die Spitzenstellung der Technischen Universität in Lehre und Forschung. Auch die weitere Verlagerung von Fakultäten auf den Campus in Garching geht auf ihn zurück. Von seinen Arbeiten als Architekt sind die Amtsitze des Bundespräsidenten in Bonn, die Villa Hammerschmidt, und in Berlin, das Schloss Bellevue, sowie der Palazzo Zuccari für die Max-Planck-Gesellschaft in Rom besonders erwähnenswert.

Professor Dr. Winfried Nerdinger ist seit 1986 Professor für Architekturgeschichte an der Technischen Universität München und seit 1989 Leiter des Architekturmuseums der TU in der Pinakothek der Moderne. „Um diese Einrichtung haben Sie sich wahrlich verdient gemacht. Jahrelang haben Sie sich um Ausstellungsräume für die größte Sammlung für Architektur in Deutschland mit über einer halben Million Zeichnungen und über 500 Modellen, Abgüssen und Skulpturen bemüht“, betonte Laudator Bernd Weiß. Mit seinem unerschöpflichen Engagement, zuletzt beim Wettbewerb für das NS-Dokumentationszentrum, begeistere Nerdinger nicht nur Architekturstudenten für Baugeschichte. Er erreiche damit auch, dass sich eine breitere Öffentlichkeit für Architektur interessiert.

Der Name von Professor Karljosef Schattner ist untrennbar mit der Entwicklung der Stadt Eichstätt verbunden. Als Diözesanbaumeister und Leiter des Universitätsbauamtes hat er das heutige architektonische Bild der traditionsreichen Bischofsstadt maßgeblich geprägt. Zu seinen Aufgaben in Eichstätt gehörten einige Neubauten für die neue Hochschule, unter anderem die Staats- und Seminarbibliothek. Im Weiteren entstand unter seiner Leitung das Studentenzentrum der katholischen Hochschulgemeinde und die Mensa. Auch beim Umbau der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenz zu einem Verwaltungsgebäude der Hochschule setzte er sich intensiv mit Baumaßnahmen an historischen Gebäude auseinander. Zwischen 1985 und 1994 war Schattner Honorarprofessor an der TU Darmstadt. Dazu kam von 1989 bis 1991 eine Gastprofessur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

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Beitrag von auf 26. Juni 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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