Internationales Symposion zur Limburger Staurothek

Abgelegt unter: Kunst & Kultur |


>

LIMBURG/ FRANKFURT. „Im Zeichen des Kreuzes. Die Limburger Staurothek“ ? unter diesem Titel kommen am Samstag (19. September) Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zu einer Fachtagung in Limburg an der Lahn zusammen. Theologen, Kirchen- und Kunsthistoriker beschäftigen sich mit dem wertvollen byzantinischen Reliquienbehältnis und der Kreuzreliquie.

Dabei thematisiert der Kunsthistoriker Holger Klein von der Columbia University (New York) „Die Limburger Staurothek und ihr byzantinisches Bildprogramm“. Die Geschichte der Staurothek nach 1208 steht im Mittelpunkt eines Vortrages von Pfarrer Matthias Kloft (Frankfurt a. M.). Die Historikerin Astrid Krüger (Bad Homburg) geht in ihrem Beitrag auf die Verehrung des heiligen Kreuzes im Mittelalter in Frankfurt und Limburg ein. Mit dem Thema „Bistumsfeste in Deutschland und das Kreuzfest im Bistum Limburg“ setzt sich der Theologe Claus Arnold von der Goethe-Universität (Frankfurt a. M.) auseinander.

Wer an der Tagung zu der Geschichte und dem Bedeutung der Staurothek teilnehmen möchte, kann sich bis per Post (Akadem. Zentrum Rabanus Maurus/ Domplatz 3/ 60311 Frankfurt a. M.) oder per Email (hausamdom@bistum-limburg.de) schriftlich anmelden. Die Kosten betragen 19 Euro (ermäßigt 10 Euro). Im Anschluss an das Symposion werden Ausschnitte der Vorträge als Videos auf der Internetseite www.kreuzfest.bistumlimburg.dezu sehen sein.

Von Byzanz nach Limburg

Kirchenhistoriker Matthias Kloft schreibt über die Staurothek, die wörtlich übersetzt „Kasten für das Kreuz“ heißt: „In diesem byzantinischen Goldkasten besitzt das Bistum Limburg seinen größten Schatz, ein Stück vom Kreuz Christi.“ Wie die Kreuzreliquie zunächst vom Heiligen Land nach Byzanz und später zusammen mit dem im 10. Jahrhundert geschaffenen Goldkasten von Byzanz
(dem späteren Konstantinopel) nach Limburg gelangte, erklärt er so: „Der Legende nach hat Kaiserin Helena bei ihrer Pilgerfahrt ins Heilige Land um 320 das Kreuz des Herrn entdeckt und durch Wunder beglaubigt. Teile kam nach Rom und in den Palast des byzantinischen Kaisers.“ Von dort aus gelangte die Reliquie, sieben millimeterdünne Brettchen vom Kreuzesholz auf einem Trägerholz, im 13. Jahrhundert ins Erzbistum Trier. 600 Jahre später, Anfang des 19. Jahrhunderts, kam sie durch die Säkularisation in den Besitz des Fürsten von Nassau-Weilburg, des späteren Herzogs von Nassau. Dieser schenkte sie 1835 seinem Landesbistum Limburg. Tausend Jahre nach ihrer Entstehung wurde sie Mittelpunkt des von Bischof Wilhelm Kempf (1949-1981) im Jahr 1959 eingerichteten Kreuzfestes, das in diesem Jahr am 20. September in Limburg gefeiert wird.

Einzigartige Ausstellung im Diözesanmuseum

Die historische Bedeutung der Kreuzreliquie und ihre kostbare Hülle (Staurothek) sind auch Thema einer Ausstellung im Diözesanmuseum Limburg. Unter dem gleichen Titel „Im Zeichen des Kreuzes – die Limburger Staurothek“ werden weitere bedeutende Kreuzreliquien und Kruxifixe zu sehen sein. Die Ausstellung ist vom 12. September bis zum 15. November im Diözesanmuseum Limburg (Domstr. 12) zu sehen. Danach wird sie vom 1. Dezember 2009 bis zum 31. Januar 2010 im Dommuseum in Frankfurt gezeigt.

Alle Informationen rund um das Kreuzfest und die Staurothek gibt es auf der Internetseite: www.kreuzfest.bistumlimburg.de.

Herausgegeben von der
Pressestelle Bistum Limburg
Roßmarkt 4, 65549 Limburg

Dr. Friederike Lanz
Tel.: (06431) 295 483
Fax: (06431) 295 481
Mail: f.lanz@bistumlimburg.de

verantwortlich:
Robert Eberle
Tel: (06431) 295 276
Fax: (06431) 295 481
Mail: info@bistumlimburg.de
Internet: www.bistumlimburg.de
Twitter: www.twitter.com/BistumLimburg

Beitrag von auf 11. September 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste