Internet-Literatur: Vier Jahre Kult-Roman „Paradision“ als eBook

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Stand der Roman anfangs nur auf der Autoren-Website zur Verfügung, so findet er sich mittlerweile auf zahlreichen Internet-Seiten in unterschiedlichen Datei-Formaten. Auch wurde der Roman mehrfach über Zeitschriften-CDs und -DVDs verbreitet, so dass seine Auflage inzwischen die Millionengrenze überschritten hat. Nunmehr stellt der Autor auch eine illustrierte Online-Fassung des Romans bereit, zu der neun Künstler aus Deutschland und Österreich beigetragen haben.

„Paradision“ ist ein Roman über Kultur-Spätzeiten und Endzeiten von Zivilisationen, über Totalitarismus und Verdummung der Menschen, wobei sich durchaus Parallelen zur Gegenwart finden. In Paradision stellt der Autor eine besondere Form spätzeitlicher Kultur vor: Alle Menschen leben vollkommen nackt und unbeschwert wie Adam und Eva, und dies in einer Hochkultur, die die Versorgung der Menschheit mit ausgeklügelter Technik sicherstellt. Doch diese Nacktheit ist nicht etwa Ausdruck einer Bewegung wie der des Nudismus; hinter ihr verbergen sich Absichten der Regierung, die dem Volk nicht bekannt sind. Die Unbekleidetheit, vordergründig Ausdruck der Freiheit und des paradiesischen Glücks, wird als Mittel eingesetzt, um die Bevölkerung gleichmacherisch auf niedrigem intellektuellem Niveau zu halten.

Die einfachen Menschen sind anscheinend zufrieden und glücklich. Jeder ist ein Künstler. Die Regierung hat aus den Fehlern untergegangener Kulturen gelernt und das Beste aus allen Zeitaltern zusammengetragen, um ein möglichst vollkommenes soziales Leben zu ermöglichen. Der Geschlechterkrieg ist unbekannt, Tätigkeit und Muße sind ausgewogen, schon die Dreijährigen werden eingeübt in Lebensweisen, die zwangsläufig Glück erzeugen müssen. Doch gelegentlich verschwinden einzelne Menschen, schließlich auch der Zögling eines Erzieher-Paares. Auf der Suche nach dem Kind machen die beiden eine erschreckende Entdeckung; fortan werden sie verfolgt, während zeitgleich wegen eines Machtwechsels im Weisenrat politische Unruhen ausbrechen.

Beitrag von auf 23. März 2008. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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