Kein Sommerloch bei „Hoch+Partner im Leipziger Tapetenwerk

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Leipzig, 31. Juli 2009: Am Freitag, 7. August 2009 um 19 Uhr eröffnet die Galerie Hoch+Partner die Ausstellung „EQUINOX. 20 Jahre Frank Eißner Handpresse“, die den Leipziger Künstler als virtuosen Holzschneider, Drucker und unermüdlichen Herausgeber vorstellt.

„Farbe muss sein. Schwarz-Weiß-Grafik ist nicht meins“, meint Frank Eißner, Jahrgang 1959, und stellt (gerade deshalb?) ein Selbstbildnis in Schwarz-Weiß anden gedanklichen Anfang seiner umfassenden Schau. Geprägt von einer gründlichen Studienzeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in den 1980er Jahren, die alle wesentlichen grafischen Techniken einschloss, entschied er sich im Folgenden klar für den Farbholzschnitt. Hier experimentiert er mit Bild und Text, schneidet beides mit dem Messer in Holz und lässt Figuren und Schriftzeichen in der ihm eigenen Art in ein malerisch wirkendes Ganzes finden.

Sein Interesse an biblischen Gestalten wie Judas, Judith und Holofernes, seine Hinwendung zu den Dichtern Novalis und Ernst Stadler oder zu Musikern wie Arvo Pärt wurden in der von einem geistig offenen Klima geprägten Studienzeit entfacht und sind seitdem für Eißner Namen und Stoffe, die ihn zu intensivster Auseinandersetzung treiben.

Die Ausstellung „EQUINOX“ ist von dieser Vielfalt und Intensität geprägt. Gezeigt werden sowohl ältere Arbeiten wie die Farbholzschnitte zu Ernst Stadler (1989),Mappenwerke wie „De Profundis“ zu Arvo Pärt (1994) bis hin zu Einzeldrucken aus den „Hymnen an die Nacht“ zu Novalis, die Eißner seit über 10 Jahren beschäftigen.
Aber auch einige „Laternenfeste“, Leporellos, die Literatur und Grafik zu einem gemeinschaftlichen künstlerischen Produkt verbinden, werden zu sehen sein. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit, denn, so Eißner: „Ursprünglich war die Frank Eißner Handpresse keineswegs als Ein-Personen-Stück geplant.“

Das ist ein Anliegen, das ihn mit der Künstlergruppe Hoch+Partner verbindet.
Für Liebhaber der Holzschnittbücher bietet Eißner mit seinen Arbeiten immer wieder schon lange vor dem Erscheinen sehnsüchtig erwartete Objekte ihrer Sammlerleidenschaft. Für Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg hat sich Eißner damit auf dem „Hochseil des Handpressendrucks“ eine mehr als sichere Balance und selbstbewusste Eigenständigkeit erobert. „Grund genug, 20 Jahre Handpresse zu feiern und höchste Zeit, sie außerhalb von grafischen Sammlungen in Museen oder Grafikmessen zu zeigen und zu entdecken“ – so das Anliegen von Hoch+Partner.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein originalgrafisches Vorzugsplakat von Frank Eißner in einer Auflage von 12 Exemplaren. Vorbestellungen werden über die Galerie entgegen genommen. Nach der Eröffnung am Freitag, 7. August um 19 Uhr ist die Ausstellung noch bis zum 8. September zu sehen.

Die Künstlergruppe „Hoch+Partner“ (Harald Alff, Susann Hoch, Stephanie Marx, Gabriele Sperlich) wurde als eingetragene Partnerschaft im Jahr 2007 in Leipzig gegründet. Die Galerie und Werkstatt wird von der dazugehörigen GbR im Tapetenwerk, Lützener Str. 91 in 04177 Leipzig betrieben. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Sonnabend 12 bis 17 Uhr. Weitere Informationen unter www.hoch-und-partner.com.

Pressekontakt: Bestsidestory – Die Mediendienstleister, Spinnereistr. 7, Halle 18, 04179 Leipzig, fon 0341-92 77 290, info@bestsidestory.de.

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