Klassik und Swing zum Saisonauftakt beim Symphonieorchester Vorarlberg

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Adrian Prabava dirigiert das Geburtstagskonzert „Happy Bernstein!“ zum Saisonauftakt. © G. Sälhoff
 

Schwungvoll, mit einer Mischung aus Klassik und Swing, beginnt die Saison des Symphonieorchester Vorarlberg. Drei große amerikanische Komponisten, allen voran Leonard Bernstein, dessen hundertster Geburtstag heuer gefeiert wird, bestimmen das Programm. Dirigent der Konzerte am 29. und 30. September in Feldkirch und Bregenz ist Adrian Prabava. Der gebürtige Indonesier ist dem Publikum als Ersatz für den erkrankten Gérard Korsten aus dem vergangenen Jahr noch in bester Erinnerung. Die 28-jährige Pianistin Claire Huangci spielt das Concerto in F von George Gershwin. Die in Hannover lebende Amerikanerin mit chinesischen Wurzeln hat im Juni im Rahmen der Zürcher Festspiele den renommierten Klavierwettbewerb Concours Géza Anda gewonnen.

Frischer Start
„Die beginnende Saison steht unter dem Aspekt der Vielfalt: Erstmals in der Geschichte des Abo-Zyklus wird jedes Konzert von einer anderen Dirigentin oder einem anderen Dirigenten geleitet. Den Anfang macht Adrian Prabava“, sagt Thomas Heißbauer. Der Salzburger ist noch bis Ende September als Geschäftsführer des Symphonieorchester Vorarlberg tätig. „Die Kombination aus Prabava und Bernstein wird ein guter, frischer Start“, zeigt er sich überzeugt.

Leonard Bernstein wurde 1918 in New York geboren. Am Beginn des Konzertabends „Happy Bernstein!“ steht mit seinem 1980 als Auftragskomposition geschriebenen Divertimento for Orchestra ein besonderes Werk. In acht kurzen Sätzen, durchsetzt von zahlreichen Einzel- und Gruppensoli, flaniert Bernstein nicht nur durch die Musik- und Theatergeschichte. Von seiner Biografie inspiriert und augenzwinkernd umgesetzt, beinhaltet das Stück eine Vielzahl von Stilen aus unterschiedlichen Epochen, von der Popularmusik bis zum sinfonischen Repertoire.

Romantisches Klavierkonzert
In George Gershwins romantischem Klavierkonzert der Moderne, dem „Piano Concert in F“, ist die Virtuosin Claire Huangci, die ihre internationale Laufbahn bereits im Kindesalter startete, zu erleben. Gershwin war ein großes Vorbild für Bernstein und auch Aaron Copland, der dritte Komponist des Abends, war ein Freund und Mentor Bernsteins. Von Copland gelangt das farbenfrohe, folkloristisch inspirierte Stück „Rodeo – Four Dance Episodes“ zur Aufführung.

Am Ende des Konzerts steht wieder Bernstein: „On the Waterfront“ ist seine einzige Filmmusik. Er komponierte das Stück 1954 zum gleichnamigen Filmklassiker von Elia Kazan, der mit acht Oscars ausgezeichnet wurde. Ein Jahr nach der Filmpremiere hat Bernstein die Partitur zu einer rund 20-minütigen sinfonischen Suite für ein großes Orchester mit reich besetztem Schlagwerk umgeschrieben.

Beitrag von auf 12. September 2018. Abgelegt unter Klassische Musik, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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