Konjunkturpaket II unterstützt Spitzenforschung in Darmstadt

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Staatssekretär Storm und hessische Ministerin Kühne-Hörmann feiern Richtfest für Testinghalle für das internationale Zukunftsprojekt FAIR
Das GSI Helmholtzzentrum ist gut gerüstet für das internationale Zukunftsprojekt FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). „FAIR wird bahnbrechende Experimente auf vielen unterschiedlichen Gebieten ermöglichen, von der Erforschung der Grundlagen der Materie über Atom- und Plasmaphysik bis hin zu Untersuchungen zur Bio-Medizin und zu den Materialwissenschaften“, sagte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Gemeinsam mit der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann sowie zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft und Politik feierte Staatssekretär Storm am Donnerstag das Richtfest der neuen Testinghalle auf dem GSI-Gelände in Darmstadt.
„Das GSI-Helmholtzzentrum hat die Möglichkeiten des Konjunkturpaketes II optimal genutzt, um hier die Forschungs-Infrastrukturen der Zukunft zu schaffen und so unser Land nach vorne zu bringen“, sagte Staatssekretär Storm. In der neuen Testinghalle werden Beschleunigerkomponenten und Detektorsysteme erprobt und aufgebaut, die Teil des GSI-Beitrags zu FAIR sind. Die Gesamtkosten der Halle betragen knapp neun Millionen Euro. Der Bau wird mit 7,4 Millionen Euro gefördert, wovon 75 Prozent aus Mitteln des Konjunkturpakets II vom Bund und 25 Prozent vom Land Hessen getragen werden. Deutschland ist mit 705 Millionen Euro (inklusive 94 Millionen hessischer Landesmittel) auch Hauptgeldgeber des FAIR-Projekts, das einen Gesamtkostenrahmen von rund einer Milliarde Euro hat. Wichtigster internationaler Partner ist Russland mit 178 Millionen Euro.
„FAIR stellt ein ambitioniertes und herausragendes Projekt dar, das mit seinem finanziellen Volumen und der internationalen Beteiligung ein Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft ist“, sagte Staatsministerin Kühne-Hörmann. Das Land Hessen unterstützt dieses Projekt daher nachhaltig und setzt sich für eine zeitnahe Umsetzung ein.“
„Für die Bundesregierung ist FAIR ein Leuchtturmprojekt der Spitzenforschung in Deutschland“, sagte Storm. Der Staatssekretär ging auch auf neue Schätzungen ein, nach denen das Gesamtprojekt teurer wird als bisher angenommen: „Das von der GSI zusammen mit den beteiligten Wissenschaftlern aus den Partnerländern erarbeitete Konzept, das den schnellen und stufenweisen Aufbau von FAIR möglich macht, unterstützen wir.“ Der Staatssekretär verwies darauf, dass Bundesforschungsministerin Annette Schavan und die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann sich einig seien, dass Bund und Land die standortbedingten Mehrkosten tragen werden – diese werden auf 110 Millionen Euro geschätzt. Storm: „Ich kann Ihnen zusichern: Der Bund und das Land Hessen werden gemeinsam mit den internationalen Partnern auf der Grundlage des wissenschaftlich und finanziell geprüften neuen Konzepts die Startversion von FAIR verwirklichen.“
Voraussichtlich ab 2011 werden für FAIR der neue Ringbeschleuniger SIS-100 (Umfang: 1100 Meter) und die sich anschließenden Speicherringe und Experimentierstationen direkt neben dem GSI-Gelände entstehen. Storm würdigte die jüngsten Erfolge des GSI Helmholtzzentrums: „Wegen des Renommees und der Errungenschaften wurde GSI als Standort für FAIR ausgewählt. Die Kooperation mit mehreren hessischen Universitäten beim Helmholtz International Center for FAIR im Rahmen der hessischen LOEWE-Initiative und bei der Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research ermöglicht Nachwuchsförderung der Spitzenklasse. Auch die Beteiligung an der Helmholtz-Allianz Extreme Matter Institute (EMMI) steigert die Kompetenz Deutschlands in der Grundlagenforschung, die die unverzichtbare Basis für Entwicklung und Fortschritt einer Gesellschaft ist.“

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Beitrag von auf 4. September 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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