Köstliche Winterzeit in der Silberregion Karwendel

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Christkindlmarkt Vomperbach bei Nacht (c) TVB Silberregion Karwendel ichmachefotos.com (Silberregio
 

Die Silberregion Karwendel ist bekannt für ihre ureigenen Rezepte, vor allem jene, die im Advent in aller Munde sind. Süßes Schwarzbrot und flaumiges Gebäck finden stets regen Anklang.
Der „Aufmacher“ der spätherbstlichen Genüsse sind die Migala, ein süßes Schwarzbrot mit Rosinen und einer streng geheimen Gewürz-Mischung. Die gibt es ausschließlich ab September bis Ende Jänner. Das Rezept wird gehütet wie ein Schatz und von Generation zu Generation weitergegeben. Verkauft werden die Migala von den Traditions-Bäckereien in der Silberregion Karwendel in Form von Zeilen, damit man einzelne Stücke einfach abbrechen kann. Gegessen werden sie zur Jause und vor allem zum Frühstück mit Butter und Kaffee. Um den eigentlichen Ursprung der Migala ranken sich Geschichten. Die vom Missgeschick eines Bäckerlehrlings, der versehentlich Zeltengewürz und Korinthen in den Brotteig mischte, ist nur eine von vielen.
Radln, Stollen und Teig-Kramperl
Neben den Migala zählen auch die Thomasradln zum vielgeliebten Traditionsgebäck in der Silberregion Karwendel. Früher wurden sie am Thomastag (21. Dezember) gegessen, im Laufe der Zeit wanderten sie im Kalender nach vorne und landeten zwischen Lebkuchen, Nüssen und Mandarinen im Nikolaussack. Mittlerweile ist das flaumige Germteiggebäck ab Anfang Dezember für etwa drei Wochen erhältlich. Der Teig wird mit Anis, Zitronenschalen und ein wenig Topfen verfeinert, damit die Radln länger saftig bleiben. Aus zwei Strängen werden kleine Stücke abgeschnitten, zu 30 Zentimeter langen Nudeln und danach zu zwei gegengleich gerollten Schnecken geformt. Zwei dieser Doppelschnecken werden übereinandergelegt und gebacken. Noch heiß bestreicht man sie dick mit Zuckerwasser. Zu den weiteren süßen Versuchungen in der Silberregion Karwendel zur Adventszeit gehören aber auch handgemachte Stollen, Zelten, Kekse und der typische Brioche-Krampus.
Tiroler Weihnacht, die nach Kindheit riecht
Wenn am ersten Weihnachtsfeiertag alle Aufregungen des Heiligen Abends der Gemütlichkeit Platz gemacht haben, wird in der Silberregion Karwendel aus Tradition eine mit Gemüse-Serviettenknödeln gefüllte Kalbsbrust kredenzt. Der typische Festtagsbraten brutzelt von morgens bis mittags im Ofen und wird in großer Runde am festlich gedeckten Tisch verspeist, gemäß Originalrezept mit Karfiol als Beilage. Die Alternative dazu ist die traditionelle Ofenleber. Für sie werden Schweinsleber, Herz und Lunge faschiert, mit Kartoffeln, Eiern, Zwiebeln, Semmeln, Knoblauch, Mehl und ein paar Gewürzen gemischt, im Schweinsnetz zu einem Braten geformt und in den heißen Ofen geschoben. Wenn sich der Duft im Hause verbreitet, wissen alle dass es schon bald Zeit für das Festmahl ist. www.silberregion-karwendel.com
Anreise Silberregion Karwendel
Pkw: Autobahn A12 (Inntalautobahn) Ausfahrten Wiesing, Schwaz oder Vomp.
Bahn: Zielbahnhöfe Stans, Jenbach und Schwaz.
Flug: Flughafen Innsbruck (ca. 35 km).
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Beitrag von auf 21. Oktober 2019. Abgelegt unter Urlaub & Reisen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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