Krebs-Medikament Foscan® wird in den Niederlanden erstattet und ist in staatliche Liste der kostenintensiven Medikamente aufgenommen – Patienten mit Hals- oder Kopfkrebs können sich jetzt vorübergehend kostenlos in holländischen Kliniken behandeln lassen

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Jena, 29. März 2010 – www.biolitec.de – Moderne Krebsmedikamente sind teuer und moderne Therapiekonzepte werden auch aus diesem Grund streng kontrolliert und beschränkt – entweder auf Patienten, die sich die private Bezahlung leisten können oder auf solche Behandlungsformen, die zusätzliche Lebenszeit in angemessener Qualität auf kostenverträgliche Weise versprechen. Jetzt wurde die Behandlung mit Foscan® (Wirkstoff: Temoporfin) – trotz ihrer hohen Kosten – auf eine Liste vorübergehend bezahlter Medikamente in den Niederlanden gesetzt.
Dazu wird in Holland parallel eine Studie zur photodynamischen Therapie (PDT) mit Foscan® in Zusammenarbeit mit mehreren renommierten Kliniken bzw. allen akademischen Zentren durchgeführt, in der die Ergebnisse von mindestens 50 Patienten, die mit PDT behandelt wurden, sowie einer Kontrollgruppe, analysiert werden. Die Studie soll bestätigen, dass die zusätzlichen Überlebens-Jahre, die auf die neue Behandlung zurückgeführt werden, kosteneffektiv für das Gesundheitssystem sind.

Die zeitlich unbegrenzte Kostenübernahme der Arzneimittelanwendung in den Niederlanden wird von den Gesundheitsbehörden davon abhängig gemacht, ob in den kommenden drei Jahren die Kosteneffizienz der Foscan®-Behandlung aufgezeigt werden kann.

Dabei ist das Hauptziel der Studie, die Kosteneffizienz der Behandlung und die Lebensqualität einer Patientengruppe, jeweils für die Behandlung mit PDT (Photodynamische Therapie) und Foscan®, sowie herkömmlicher Chemotherapie, zu vergleichen. Die Studie soll dazu beitragen, dass PDT zur Standard-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom wird.

Damit bietet sich eine hervorragende Chance für Patienten in den Niederlanden, die an Kopf-Hals-Krebs leiden, kostenlos die neueste Behandlung zu bekommen.

Mit der Studie zur Krebsbehandlung mit Foscan® in den Niederlanden hat biolitec einen großen Erfolg in der Anwendung und Bereitstellung der photodynamischen Therapie (PDT) erzielt. Dazu Dr. Wolfgang Neuberger, Vorstandsvorsitzender der biolitec AG: „Die Kostenübernahme und die Studie zur Kosteneffektivität sind auch starke Signale für den Erfolg und die Akzeptanz unserer Behandlungsmethode. Wir bei biolitec sehen das als wichtigen Schritt in der Entwicklung des PDT-Medikaments Foscan® und wir sind zuversichtlich, dass wir die Voraussetzungen erfüllen werden, um dauerhafte Kostenerstattung in den Niederlanden und später in ganz Europa zu erhalten.“
Kopf-Hals-Krebs ist weltweit die sechst-häufigste Tumorart, meist in Form eines Plattenepithelkarzinoms. Ungefähr die Hälfte der Patienten, die mit Chemotherapie oder operativ behandelt werden, erleidet einen Rückfall in Form eines zweiten Primärkarzinoms, das mit dem Medikament behandelt werden kann.

Folgende renommierte medizinische Zentren nehmen direkt an der Studie teil: Netherlands Cancer Institute (NKI) in Amsterdam (Prof. Bing Tan), Groningen University Medical Center (M.J.H. Witjes), Erasmus University Medical Center in Rotterdam (C.A. Meeuwis), Utrecht University Medical Center (W.W. Braunius) und Maastricht Academic Hospital (K.W. Kross). Betroffene Patienten werden jeweils an eines der fünf Zentren überwiesen.

Foscan® ist bereits für die Behandlung von palliativem Kopf-Hals-Krebs von der Gesundheitsbehörde EMEA europaweit zugelassen. Das Medikament ist ein sogenannter Photosensitizer, ein Hightech-Medikament, das durch die Einwirkung von Licht aktiviert wird. Die Tumore werden zerstört, wenn das Medikament, welches zuvor injiziert wurde, mit Hilfe moderner Lasergeräte im Gewebe aktiviert wird. Derzeit wird Foscan® in über 30 Kliniken in Europa angewendet. Über 3.000 Patienten wurden bereits mit dem Medikament behandelt.

In Italien und Großbritannien wird Foscan® auch seit mehreren Jahren erfolgreich angewendet und die Kosten werden bei stationärer Behandlung von den Krankenkassen ersetzt. In Deutschland wird das Medikament momentan nur bei ambulanter Behandlung übernommen.

Beitrag von auf 29. März 2010. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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