Kulturstaatsminister Bernd Neumann beim Verband deutscher Schriftsteller: Das Urheberrecht muss Autoren auch in der digitalen Welt absichern

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am (heutigen) Mittwoch in Berlin die Tagung zum 40-jährigen Jubiläum des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) und des Kulturwerks deutscher Schriftsteller eröffnet: „Als Kulturstaatsminister sehe ich mich als Anwalt der Kreativen. Gerade die soziale Sicherung der Kulturschaffenden in Deutschland wird weiterhin ein bedeutendes Ziel meiner Arbeit bleiben.“

„Künstlerische Freiheit, Kreativität und wirtschaftliche Aspekte sind keine unvereinbaren Widersprüche. Nur wer von seiner Arbeit leben kann, der kann auch unabhängig bleiben. Deshalb sollte es das Ziel sein, dass auch Künstler möglichst von ihrer Arbeit leben können. Darum brauchen wir ein Urheberrecht, das mit der Digitalisierung kompatibel ist, und zugleich auch den wirtschaftlichen Erfolg absichert,“ bekräftigte der Kulturstaatsminister.

Dabei sehe er sich als Vorkämpfer für den Schutz geistigen Eigentums und wandte sich gegen ein Informationsmonopol durch Google. „Es kann nicht sein, dass der elektronische Zugang zu Büchern ganz oder zu einem erheblichen Teil von einem privaten Unternehmen dominiert wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Europäische Digitale Bibliothek und die Deutsche Digitale Bibliothek voranbringen.“ Bei aller Notwendigkeit, die Nutzung der Werke im digitalen Kontext zu ermöglichen, dürften die Interessen der Urheber nicht außer Acht gelassen werden.

Wie in der Urheberrechtsdiskussion ist sich der Kulturstaatsminister auch beim Künstlersozialversicherungsgesetz mit dem VS einig: „Die Künstler-sozialversicherung, die selbstständigen Künstlern und Publizisten den Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung öffnet, ist eine sozial vorbildliche Errungenschaft und wurde schon in der Gründungsphase durch den Verband deutscher Schriftsteller mitgestaltet. Wir haben uns zur weiteren Stärkung der Künstlersozialversicherung im Koalitionsvertrag bekannt.“

Der VS ist neben dem P.E.N. die wichtigste bundesweite Interessenvertretung deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller und begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum mit der Tagung „Samtene und digitale Revolution Das Jahr, das Deutschland veränderte und zukünftige Herausforderungen“. Zu den wichtigsten Podiumsdiskussionsthemen gehören die Foren „Digitale Bibliotheken“ und „Urheberrechte in der digitalen Welt“. Die Tagung wird mit 20.000 Euro aus dem Etat des Kulturstaatsministers finanziert.

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Beitrag von auf 12. November 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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